Uwe Ehrich

Uwe Ehrich (* 3. August 1944 in Breslau; † 8. Dezember 2018 in Eisenach) war ein deutscher Politiker der CDU.

Leben

Ehrich wurde in Breslau geboren und wuchs in Mühlhausen/Thüringen auf. Nach einem Architekturstudium in Weimar und Dresden erlangte er einen Abschluss als Diplomingenieur für Bauwesen. Er war als stellvertretender Direktor der Eisenacher Wartburg-Stiftung tätig.

1974 wurde Ehrich Mitglied der CDU in der DDR. Er war CDU-Stadtrat für Wohnungsfragen in Eisenach, Mitglied des Bezirksvorstands Erfurt und des CDU-Hauptvorstands. Die Frankfurter Allgemeine urteilte über Ehrich: „Er ist kein Oppositioneller der Straße gewesen. Doch als Mitglied des Hauptvorstandes der Ost-CDU gehörte er zu den Frondeuren gegen den alten Parteivorsitzenden Götting.“ Mit Wiedergründung des Landesverbandes CDU Thüringen war Ehrich vom 20. Januar bis Juli 1990 dessen erster Vorsitzender und wurde zeitweise als aussichtsreicher Kandidat für das Amt des Ministerpräsidenten gehandelt. Er trat von der Position als CDU-Vorsitzender zurück, nachdem Kritik an seiner Arbeit und Stasi-Vorwürfe aufgekommen waren. Seit 1973 hatte Ehrich als Inoffizieller Mitarbeiter der Staatssicherheit zugearbeitet. Sein Nachfolger wurde Willibald Böck.

Ehrich war verheiratet und wohnte in Eisenach. Dort starb er am 8. Dezember 2018.

Einzelnachweise

  1. 1 2 Traueranzeige Uwe Ehrich. In: Trauer in Thüringen.de. 20. Oktober 2025, abgerufen am 24. Oktober 2025.
  2. 1 2 3 4 Ehrich, Uwe. In: Gerhard Frey (Hrsg.): Prominente ohne Maske. DDR. FZ-Verlag, München 1991, ISBN 3-924309-15-9, S. 97.
  3. 1 2 3 Ehrich, Uwe. In: Karl Schmitt, Thorsten Oppelland (Hrsg.): Parteien in Thüringen: ein Handbuch. Droste, Düsseldorf 2008, ISBN 978-3-7700-5292-9, S. 85.
  4. ↑ Karl Schmitt, Thorsten Oppelland (Hrsg.): Parteien in Thüringen: ein Handbuch. Droste, Düsseldorf 2008, ISBN 978-3-7700-5292-9, S. 60.
  5. ↑ Probleme mit der rechten Einheit. In: Die Tageszeitung, 3. Februar 1990, Seite 5.
  6. ↑ Martin Debes: Unter Blockflöten. In: Thüringer Allgemeine, 15. Januar 2020.
  7. ↑ Geschichte der CDU Thüringen, Konrad-Adenauer-Stiftung, aufgerufen am 24. Oktober 2025
  8. ↑ Respekt, Dank und Anerkennung für Uwe Ehrich, eisenachonline.de, 8. August 2014
Personendaten
NAME Ehrich, Uwe
KURZBESCHREIBUNG deutscher Politiker (CDU)
GEBURTSDATUM 3. August 1944
GEBURTSORT Breslau
STERBEDATUM 8. Dezember 2018
STERBEORT Eisenach