
Uwe Rosenbaum (* 7. September 1942 in Suhl) ist ein deutscher Journalist und Medienmanager.
Das Studium der Philosophie, Geschichte, Germanistik und Kunstgeschichte in Hamburg und anschließend Theaterwissenschaften und Psychologie in Köln beendete er 1970 mit einer theaterwissenschaftlichen Dissertation. 1965 bis 1971 arbeitete er als freier Regieassistent, Lektor und Autor im WDR-Hörfunk. 1971 ging er als Hörspieldramaturg zum NDR. In dieser Zeit führte er gelegentlich Regie, entwickelte die Hörfunkfamilienserie „Wernicke“ und kooperierte mit dem Schauspielhaus Hamburg und der Hamburger Kunsthalle. 1975 kehrte er zurück zum WDR als Referent des Hörfunkdirektors. An den Universitäten Bielefeld und Bochum übernahm er eine Reihe von Lehraufträgen. 1982 wechselte er als Leiter der Hauptabteilung Bildungs- und Familienprogramm Hörfunk und Fernsehen zum Sender Freies Berlin (SFB). 1995 wurden der Hauptabteilung die Sparten Fernsehspiel und Unterhaltung noch zusätzlich angegliedert. Rosenbaum galt zwar als „der SPD nahe stehend“, war jedoch kein Parteimitglied. 1998 wurde er zum SWR Landessenderdirektor in Rheinland-Pfalz gewählt, zuständig für das Landesprogramm in Hörfunk und Fernsehen, sowie im jährlichen Wechsel mit seinem Kollegen in Baden-Württemberg stellvertretender Intendant des SWR. U. a. betrieb er die Zusammenlegung der Studios Ludwigshafen und Mannheim und den Neuaufbau der Büros in Worms und Traben-Trarbach. Gemeinsam mit dem Intendanten des Saarländischen Rundfunks (SR) Fritz Raff organisierte er die Fusion des Rundfunk-Sinfonieorchesters Saarbrücken mit dem Rundfunkorchester Kaiserslautern zur Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken, der ersten Orchesterfusion innerhalb der ARD. Auf eigenen Wunsch verabschiedete er sich bereits am 31. Mai 2007 in den Ruhestand, und übersiedelte nach Berlin.
Uwe Rosenbaum gilt als ausgewiesener „Kinderfernseh- und Kinderfilm-Experte“, Er war in zahlreichen Gremien Mitglied: u. a. im Förderverein Deutscher Kinderfilm e. V. als Vorstandsmitglied und Sprecher (gemeinsam mit dem Filmregisseur Thomas Draeger) von 1985 bis 1998, als Vorstandsmitglied im Kuratorium junger deutscher Film von 1997 bis 2007, sowie Mitglied des Runden Tisches der evangelischen und katholischen Kirche „Qualitätsfernsehen für Kinder“. Er setze sich intensiv für eine Verbesserung der Förderung und Produktionsbedingungen sowie der Qualitätsverbesserung der Filme für Kinder und Jugendliche ein. Maßgeblich war er z. B. daran beteiligt, dass das Kinderfilmfestival „Goldener Spatz“ ein renommiertes Film- und Fernsehfestival der DDR, durch Gründung einer Stiftung erhalten und ausgebaut werden konnte.
Im Ruhestand intensivierte er sein soziales Engagement. Insbesondere ließ er sich zum engagierten Telefonseelsorger ausbilden, arbeitet seit 2019 zusätzlich für die Hospizbewegung und war u. a. als Mitorganisator des Lesemarathons am Jahrestag der Bücherverbrennung aktiv.
| Personendaten | |
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| NAME | Rosenbaum, Uwe |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Journalist und Medienmanager |
| GEBURTSDATUM | 7. September 1942 |
| GEBURTSORT | Suhl |