| Vampyrellidae | ||||||||||||
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Vampyrella lateritia | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Vampyrellidae | ||||||||||||
| Zopf, 1885 |
Die Vampyrellidae sind eine im Jahr 2015 von der „Deutschen Gesellschaft für Protozoologie“ zum „Einzeller des Jahres“ gekürte Familie schalenloser Amöben aus dem Stamm der Cercozoa.
Die Amöben dieser Familie besitzen fädige bis sich verschmälernde Pseudopodien mit einem feinkörnigen Cytoplasma. Die Pseudopodien sind selten untereinander vernetzt. Die Zellen sind ein- oder mehrkernig, das Cytoplasma ist häufig orange gefärbt. Nahrung aufnehmende Amöben wechseln mit Verdauungszysten ab.
Die Mitochondrien besitzen tubuläre Cristae. Dictyosomen kommen vor. Geißeln oder Centriolen sind nicht bekannt. Im Cytoplasma gibt es schraubige Gebilde, möglicherweise von Ribosomen. Während der Mitose bleibt die Kernhülle intakt, der Spindelapparat wird innerhalb des Zellkerns gebildet.
Die Vampyrellidae kommen in Süß- und Salzwasser vor. Sie ernähren sich durch die Einverleibung des Zellinhalts von Algen und Pilzen, an den sie durch Perforation der Zellwände gelangen.
Über die Verwandtschaftsverhältnisse der Vampyrellidae ist noch recht wenig bekannt. Die wenigen molekulargenetisch untersuchten Arten bilden mit vielen unbeschriebenen Arten, die nur als DNA-Umweltproben bekannt sind, eine gemeinsame Klade, die die Schwestergruppe der Phytomyxea darstellt.
Zur Familie werden folgende Gattungen (mit ausgewählten Arten) gestellt: