Vehlow

Vehlow
Gemeinde Gumtow
Koordinaten: 53° 1′ N, 12° 19′ OKoordinaten: 53° 0′ 44″ N, 12° 19′ 23″ O
Höhe: 46 m ü. NHN
Fläche: 17,3 km²
Einwohner: 411 (31. Dez. 2024)
Bevölkerungsdichte: 24 Einwohner/km²
Eingemeindung: 30. Juni 2002
Postleitzahl: 16866
Vorwahl: 033976
Lindenstraße nördlich der Dorfkirche
Lindenstraße nördlich der Dorfkirche

Vehlow ist ein Ortsteil der Gemeinde Gumtow im brandenburgischen Landkreis Prignitz. Der Ortsteil umfasst die Gemarkungen Vehlow und Brüsenhagen. Er hat entsprechend der brandenburgischen Kommunalverfassung und der Hauptsatzung einen Ortsbeirat und Ortsvorsteher.

Geografie

Der Ort liegt sechs Kilometer östlich von Gumtow und 32 Kilometer östlich von Perleberg im Nordwesten des Bundeslandes Brandenburg. Zum Ortsteil gehört der bewohnte Gemeindeteil Brüsenhagen, der sich zwei Kilometer nördlich befindet. Darüber hinaus zählen drei Wohnplätze dazu: das zwei Kilometer westlich liegende Brüsenhagen-Berg, der zwei Kilometer nordwestlich gelegene Kreuzkrug und das einen Kilometer östliche Minnashöh. Die Nachbarorte sind Kolrep, Blumenthal und Rosenwinkel im Norden, Wutike im Osten, Gantikow und Demerthin im Süden, sowie Dannenwalde im Westen.

Geschichte

Erstmals 1248 urkundlich erwähnt, zählt Vehlow mit seinem Gemeindeteil Brüsenhagen heute noch ca. 500 Einwohner.

Die 1984 neu errichtete Schule des Ortes wurde trotz erfolgreichen Bürgerbegehrens 2002 zugunsten der kleineren Schule Demerthin geschlossen. Seitdem finden auch keine substanzerhaltenden Reparaturen an der dazugehörigen Sporthalle mehr statt.

Zum 30. Juni 2002 schloss sich Vehlow mit 15 anderen Gemeinden zur Gemeinde Gumtow zusammen. Zu diesem Zeitpunkt hatte die bis dahin selbstständige Gemeinde 553 Einwohner.

Auf dem großen Dorfanger wurde 2008 durch starkes Engagement der Einwohner und Unternehmer des Ortes ein neuer Spielplatz errichtet. Dieser bestand seine Feuerprobe am 20. Mai 2008, als ca. 1200 Radfahrer, Bewohner, Schul- und Kindergartenkinder sowie Gäste im Rahmen der Tour de Prignitz von Wusterhausen/Dosse nach Pritzwalk in Vehlow Mittagsrast machten.

Anfang Juli 2008 feierte Vehlow sein 760-jähriges Bestehen.

Sehenswürdigkeiten

Südostansicht der Dorfkirche

In der gotischen Dorfkirche Vehlow findet sich ein ganzfiguriger Grabstein des am 26. Juni 1686 im Alter von 23 Jahren in Paris verstorbenen Hans Joachim von Blumenthal. Weitere Besonderheit der Vehlower Kirche sind der um 1680 geschaffene alte Beichtstuhl und der sehr viel ältere gotische Flügelaltar.

Wirtschaft und Infrastruktur

Mit über 100 Beschäftigten hat mit der MAREP GmbH einer der größten Arbeitgeber der Region seinen Hauptsitz in Vehlow. Dazu kommen noch weitere Unternehmen aus den Bereichen Handel, Handwerk und Landwirtschaft.

Der Ortskern von Vehlow liegt unmittelbar an der Bundesstraße 103 (Rostock–Kyritz), 8 km nördlich von Kyritz. In 2 km Entfernung befindet sich der Bahnhof Wutike an der Bahnlinie RB 73 der Bahnstrecke Neustadt–Meyenburg.

Mehrere Buslinien, aus Kyritz, Pritzwalk, Blumenthal, Dannenwalde, Demerthin kommend, passieren Vehlow mehrfach am Tag, teilweise als Umsteigeknoten verteilt über sieben Haltestellen.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter des Ortes

Weitere Personen mit Verbindung nach Vehlow

Literatur

Commons: Vehlow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Gemarkungen Barenthin und Brüsenhagen, Gemeinde Gumtow. In: GEOindex. Abgerufen im Oktober 2026.
  2. ↑ Gemeinde- und Ortsteilverzeichnis des Landes Brandenburg am 31. Dezember 2024 Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg (LGB), abgerufen im September 2026. (Gesichert im Webarchiv)
  3. 1 2 Gumtow | Service Brandenburg. Abgerufen am 25. Februar 2024.
  4. ↑ Brandenburgische Kommunalverfassung - BbgKVerf; Abschnitt 2, Ortsteile In: bravors.brandenburg.de.
  5. ↑ Hauptsatzung. (PDF; 286 kB) §§ 1 und 11. In: Webauftritt. Gemeinde Gumtow, abgerufen im Oktober 2026.
  6. 1 2 Karten und Daten des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)
  7. ↑ Gemeindezusammenschlüsse – Gumtow. In: service.brandenburg.de. Ministerium des Innern und für Kommunales des Landes Brandenburg, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 29. Dezember 2018; abgerufen am 16. April 2016.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  8. ↑ Falkenhausen: Die Prignitz entdecken – Natur und Kultur einer Region. 2012, S. 72.