| Vermuntwerk | ||
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| Lage | ||
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| Koordinaten | 46° 58′ 7″ N, 10° 3′ 22″ O | |
| Land | ||
| Ort | Gaschurn | |
| Gewässer | Vermuntsee | |
| Höhe Oberwasser | 1743 m ü. A. | |
| Kraftwerk | ||
| Eigentümer | illwerke vkw AG | |
| Betreiber | illwerke vkw AG | |
| Planungsbeginn | 1925 | |
| Bauzeit | ab 1925 | |
| Betriebsbeginn | 1930 | |
| Technik | ||
| Engpassleistung | 170 Megawatt | |
| Durchschnittliche Fallhöhe |
713 m | |
| Ausbaudurchfluss | 26 m³/s | |
| Regelarbeitsvermögen | 286 Millionen kWh/Jahr | |
| Turbinen | 2 Pelton-Turbinen | |
| Generatoren | 2 Generatoren | |
| Sonstiges | ||
| Website | ||
| Stand | Oktober 2026 | |
Das Vermuntwerk ist ein Hochdruck-Speicherkraftwerk der illwerke vkw und liegt am Talende des Montafons in Partenen, einem Ortsteil der Vorarlberger Gemeinde Gaschurn.
Es nutzt die Höhendifferenz von maximal 713 m vom Vermuntsee (1743 m ü. A. bei Vollstau) ins Montafontal (1030 m ü. A.) zur Erzeugung von elektrischer Energie. Im Krafthaus wurden bis zur im Herbst 2026 abgeschlossenen Gesamtmodernisierung der Anlage mit einer maximalen Gesamtwirkleistung von rechnerisch 163 Megawatt (MW) und einer praktisch erzielbaren Engpassleistung von 156 MW durchschnittlich 270 Gigawattstunden elektrische Energie pro Jahr erzeugt.
Vom Vermuntwerk aus wird das Wasser über Stollen und Aquädukte zum Latschauwerk geleitet.
Das Vermuntwerk ist das erste Kraftwerk der Werksgruppe der ehemaligen Vorarlberger Illwerke AG. Im April 1925 wurde der Bau des Kraftwerks beschlossen und noch im selben Jahr wurde mit den Arbeiten begonnen. Da die Staumauer des Vermuntsees noch nicht fertiggestellt war, wurde eine provisorische Sperre errichtet und das Kraftwerk bereits 1930 in Betrieb genommen. Eingeweiht wurde das seinerzeit größte Wasserkraftwerk Österreichs im Jahr 1931 durch Dekan Barnabas Fink. 1930 hatte das Kraftwerk vier Maschinensätze mit jeweils 22 MW. 1939 wurde es um einen zusätzlichen, für den der notwendige Platz von Anfang an eingeplant war, erweitert. In den Jahren 1952 bis 1953 wurden die vier alten eindüsigen Turbinen durch stärkere zweidüsige Turbinen sowie Generatoren mit jeweils 30 MW ersetzt.
2025/26 erneuerten die Illwerke die Kraftwerksanlage umfassend. Die fünf alten Maschinensätze wurden durch zwei neue ersetzt und die Modernisierung des Kraftwerks am 17. Oktober 2026 abgeschlossen.
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Kraftwerksgruppe Obere Ill-Lünersee | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Im Krafthaus waren bis zur Modernisierung 2025/26 fünf Maschinengruppen installiert. Jede Maschinengruppe bestand aus je einer zweidüsigen Pelton-Turbine und einem Generator. Die Maschinengruppen waren horizontalachsig aufgebaut.
| Parameter bis 2025 | Maschinengruppen 1 bis 4 | Maschinengruppe 5 | Einheit |
|---|---|---|---|
| Gesamtwirkleistung | 2 × 30 und 2 × 33 | 37 | MW |
| Durchfluss | 5 | 6 | m3/s |
| Drehzahl | 500 | 500 | min−1 |
| Generatornennleistung | 2 × 30 und 2 × 33 | 39 | MVA |
| Generatornennspannung | 6 | 6 | kV |
Die in Summe 163 MW Engpassleistung aller fünf Maschinensätze waren ein rechnerischer Wert, bei voller Ausnutzung des genehmigten Durchflusses von 26 m³/s wurden max. 157 MW erreicht.
Die fünf Maschinensätze von 1939 bzw. 1952/53 wurden 2025/26 durch zwei neue mit einer Leistung von je 85 MW und einer auf 600 min−1 angehobenen Drehzahl ersetzt. Hierbei handelt es sich um sechsdüsige Peltonturbinen mit wiederum horizontal liegender Welle. Eine Turbine in dieser Konfiguration war bis dahin weltweit nur einmal (im Jahr 2022 im Wasserkraftwerk Gerlos 1) installiert worden. Die Steigerung der Gesamtleistung von rechnerisch 163 MW auf 170 MW und des Regelarbeitsvermögens von 270 GWh/Jahr auf 286 GWh/Jahr bei gleichbleibendem Wasserdurchfluss (26 m³/s) und unveränderter Fallhöhe resultieren aus verbesserten Wirkungsgraden bei Turbinen, Generatoren und Trafos.
| Parameter ab 2026 | Maschinengruppen 1 und 2 | Einheit |
|---|---|---|
| Gesamtwirkleistung | 2 × 85 | MW |
| Durchfluss | 2 × 13 | m3/s |
| Drehzahl | 600 | min−1 |
| Generatornennleistung | 2 × | MVA |
| Generatornennspannung | 10 | kV |
Das Kraftwerk ist über eine 110-kV-Freiluftschaltanlage und eine 110-kV-Doppelleitung zur Umspannanlage Bürs an das Stromnetz angebunden. Es ist schwarzstartfähig.