| Verona | ||||
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| Livealbum von Lawrence D. „Butch“ Morris | ||||
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Veröffent- |
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Aufnahme |
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Nu Bop Records | ||||
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Format(e) |
CD, Download | |||
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Titel (Anzahl) |
8 | |||
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1:31:54 | ||||
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Besetzung |
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Aufnahmeort(e) |
Teatro Romano, Verona | |||
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Verona (Untertitel Conduction No. 43, The Cloth (1994) / Conduction No. 46, Verona Skyscraper (1995)) ist ein Musikalbum von Lawrence D. „Butch“ Morris. Die am 26. Juni 1994 (CD 1) und am 27. Juni 1995 (CD 2) im Teatro Romano in Verona entstandenen Aufnahmen erschienen 2011 auf Nu Bop Records.
Lawrence Butch Morris begann mit Current Trends in Racism in Modern America, das am 1. Februar 1985 von einem zehnköpfigen Ensemble (darunter Frank Lowe, Tom Cora und John Zorn) aufgeführt wurde, den Conduction-Stil zu begründen. Das Doppelalbum Verona entstand Mitte der 1990er-Jahre, als Butch Morris die Conduction-Konzerte Nr. 43 und 46 im Abstand von einem Jahr und einem Tag auf der Bühne des Teatro Romano dirigierte: „The Cloth“ am 26. Juni 1994, „Verona Skyscraper“ am 27. Juni 1995. Die beiden Besetzungen ähneln sich sehr; für den ersten Auftritt kam Butch Morris mit einigen langjährigen Musikerkollegen nach Verona, die noch um den Pianisten Riccardo Fassi, den Bratschisten Stefano Montaldo und den Oboisten Mario Arcari ergänzt wurden. Für den zweiten Auftritt waren vier der fünf, großteils in New York lebenden Musiker aus dem Vorjahr beteiligt (der fünfte, Bill Horvitz, ersetzte Brandon Ross), diesmal ergänzt durch sechs Musiker aus Verona.
CD 1 Conduction No. 43, The Cloth
CD 2 Conduction No. 46, Verona Skyscraper
Die Kompositionen stammen von Lawrence Butch Morris (auf dem Album werden die Begriffe „Skyscraper“ und „Conduction“ eigensprachlich als „Skyscraper®“ und „Conduction®“ geführt).
Nach 200 Conduction-Aufführungen würde die [musikalische] Reise weitergehen, und bei jeder Etappe müsse man immer die Ohren spitzen, [mit der Chance] auf ein unvergessliches Hörerlebnis zu stoßen, schrieb die italienische Redaktion von All About Jazz. „The Cloth“ sei das Glanzstück des Doppelalbums, und zwei Aspekte würden besonders hervorstechen: Zunächst sei da die wimmelnde, stürmische Vitalität der musikalischen Dynamik. Man könne den Eindruck gewinnen, es mit etwas Lebendigem zu tun zu haben – „einem Wesen mit einer höchst instabilen molekularen Struktur“. Es sei zwecklos, es festhalten oder einfangen zu wollen: Auf die eine oder andere Weise gelinge es ihm immer wieder zu entkommen, sich aufzulösen und in einer unendlichen Abfolge von Konfigurationen und Gestalten neu zusammenzusetzen. Nervöse, bebenartige Passagen wechseln sich mit plötzlichen Öffnungen ab; Dissonanzen, die in der europäischen Kunstmusik wurzeln, machen malerischen, entspannten Momenten Platz.
Ein weiterer bemerkenswerter Aspekt sei die klangliche Palette, so die italienische AAJ-Redaktion weiter. Eine Bratsche, zwei Celli, ein Vibraphon, eine Oboe, zwei Klaviere, die chamäleonartige Harfe von Zeena Parkins, das farbenreiche Schlagwerk von Le Quan Ninh, die E-Gitarre von Brandon Ross sowie die Posaune und die Effekte von J.A. Deane – an Klangfarben mangle es hier wahrlich nicht. Die Höhepunkte der „Conduction“ – und des gesamten Albums – seien der vierte und der fünfte Track. „Omega“ wirke, als wäre es einem der „Filmworks“-Alben von John Zorn entlehnt, während das reizvolle „Long Goodbye“ den Blick nach Osten richten würde: Es sei der Soundtrack, den Ryuichi Sakamoto nie für einen Film geschrieben habe, den Nagisa Oshima wiederum nie gedreht habe.