| Vertepalpus verdans | ||||||||||||
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| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name der Gattung | ||||||||||||
| Vertepalpus | ||||||||||||
| Curran, 1947 | ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name der Art | ||||||||||||
| Vertepalpus verdans | ||||||||||||
| Curran, 1947 |
Vertepalpus verdans ist ein Zweiflügler aus der Familie der Raupenfliegen (Tachinidae). Die Art wurde 1947 von dem kanadischen Entomologen Charles H. Curran erstbeschrieben und der neu eingeführten Gattung Vertepalpus zugewiesen. Der Gattungsname mit dem Präfix vert für „grün“ bezieht sich auf das Taxon Epalpus. Die monotypische Gattung Vertepalpus wird der Tribus Tachinini innerhalb der Unterfamilie Tachininae zugeordnet.
Es handelt sich um etwa 11–13 mm lange beborstete Fliegen. Curran (1947) beschrieb die Gattung Vertepalpus wie folgt. Die Stirn ist drei Viertel so breit wie das Auge. Die Frontalborsten sind eher schwach und kreuzen sich, das obere Paar ist kräftiger und divergiert. Ocellarborsten fehlen. Die Vertikalborsten kreuzen sich, das äußere Paar divergiert. Die Wimpern am Hinterhaupt sind lang und fein. Die Wangen sind fast halb so breit wie die Augenhöhe und werden nach hinten breiter. Sie sind mäßig fein behaart, mit einer Reihe von Borsten im unteren Bereich. Die Parafazialien sind breiter als die Länge des dritten Fühlerglieds und weisen zahlreiche Haare auf. Der Mundrand tritt sehr stark hervor, etwas unterhalb des unteren Drittels des Gesichts. Oberhalb der Vibrissen befinden sich zwei oder drei Borsten. Die Gesichtsmitte ist vorgewölbt. Das zweite Fühlerglied ist zwei Drittel so lang wie das dritte. Das dritte Fühlerglied ist zum stumpf abgestutzten Ende hin am breitesten. Das zweite Glied der Arista (Fühlerborste) ist doppelt so lang wie breit. Der Rüssel (Proboscis) ist etwa zwei Drittel so lang wie die Kopfhöhe. Palpen fehlen vollständig. Die Augen sind nackt. Folgende Borstenanordnung gilt: Acrosticalborsten: 0-1 oder 1-1, wobei das hintere Paar dornartig ist. Dorsozentralborsten sind fein, 3-3 oder 4-3. Hintere Sublateralborsten fehlen. Es sind zwei Intraalarborsten vorhanden, wobei die vordere fein ist, sowie zwei Sternopleuralborsten, von denen die vordere meist fein ist. Die Propleuren sind behaart. Borsten unterhalb der Calyptrae (Schüppchen) fehlen. Das Scutellum ist spärlich behaart und trägt dornartige Borsten auf der Scheibe sowie am Rand. Es ist ein Paar seitlicher Borsten vorhanden. Die dritte Längsader ist an der Basis beborstet. Die Calyptrae sind auf der Oberseite behaart. Die Beine sind normal ausgebildet. Die Pulvilli sind bei den Männchen mäßig lang, bei den Weibchen kurz. Die mittleren Glieder der Vordertarsen sind bei den Weibchen mäßig verbreitert. Der Hinterleib ist an der Basis breit und verjüngt sich zum abgestutzten oder leicht eingebuchteten Ende. Das erste Segment trägt seitlich Randdornen sowie zwei oder drei deutlich voneinander getrennte Paare in der Mitte. Das zweite und dritte Segment weisen eine in der Mitte schmal unterbrochene Reihe von Randborsten auf. Das zweite Segment besitzt zudem kürzere Diskaldornen. Eine leicht gebogene Reihe nahe den Randborsten im mittleren Drittel sowie einige verstreute Dornen vor dieser Reihe sind vorhanden. Das vierte Segment ist mit deutlich voneinander abgesetzten Dornenbüscheln in der apikalen Hälfte besetzt. Die Behaarung ist eher spärlich, aufrecht. Sämtliche Sternite sind mit Dornen besetzt. Die männlichen Genitalien sind von mittlerer Größe. Die hinteren Zangen sind nahezu flach, breiter als lang und vorne zugespitzt.
Curran beschrieb die Art wie folgt. Kopf und Thorax haben eine schwärzliche Grundfarbe. Der Hinterleib ist grün. Die Flügel sind bräunlich. Die Calyptrae (Schüppchen) sind weißlich oder gelblich. Für die Männchen gelten folgende Merkmale. Der Kopf ist schwärzlich und dicht bestäubt. Die Bestäubung ist gräulich oder graubraun, auf der Stirn meist braun. Der Stirnstreifen (Frontalvitta) ist schwärzlich und schmal. Neun Paare von Stirnborsten sind vorhanden, die Behaarung ist lang und nach vorn gerichtet. Der Hinterkopf (Occiput) weist eine aschgraue Behaarung auf. Die Fühler sind schwarz. Deren Behaarung ist schwarz und lang. Der Thorax ist schwarz und dicht bräunlich bestäubt. Die Pleuren weisen einen eher gräulichen Ton auf. Deren Behaarung ist schwarz und lang. Die Pteropleuralborste ist länger als die Sternopleuralborsten. Das Scutellum (Schildchen) ist in der Grundfarbe eher rötlich. Das Mesonotum ist mit vier kräftigen, aber schmalen schwarzen Längsstreifen versehen. Die Beine sind schwarz, die Pulvilli blassorange. Die Flügel sind braun. Die Calyptrae sind durchscheinend gräulich oder weißlich. Der untere Lappen hat einen orangefarbenen, der obere einen braunen Rand. Der Hinterleib ist grün, an den Seiten rötlich. Die Bereiche um die Borsten herum sind schwarz oder rötlich. Die dunklen Partien erstrecken sich entlang der Hinterränder der Segmente nach innen und umschließen die Borstenreihen oder -büschel (außer in der Mitte des zweiten Segments). Ansonsten ist der Hinterleib mehr oder weniger dicht bräunlich bis gräulich bestäubt. Die Unterseite ist gräulich, bisweilen eher silbrig. Die Genitalien sind glänzend schwärzlich. Für die Weibchen gelten folgende Merkmale. Ein Paar feiner Orbitalborsten nahe der Mitte der Parafrontalia ist vorhanden. Die Tibien (Schienen) sind teilweise rötlich.
Vertepalpus verdans kommt in Ecuador und offenbar auch in Kolumbien vor. Der Fundort der Exemplare, die Curran (1947) für die Beschreibung dienten, stammen von der Hacienda Talahua im Kanton Guaranda in der Provinz Bolívar (Ecuador). Der Fundort liegt in einer Höhe von etwa 3100 m an der Westflanke der ecuadorianischen Westkordillere.
Vertepalpus verdans ist ein Endoparasitoid. Wirte sind offenbar noch nicht bekannt.