| Vibrissomyia | ||||||||||||
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Vibrissomyia sp. in Córdoba (Argentinien) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Vibrissomyia | ||||||||||||
| Townsend, 1912 |
Vibrissomyia ist eine Zweiflüglergattung aus der Familie der Raupenfliegen (Tachinidae). Das Taxon wurde 1912 von dem US-amerikanischen Entomologen Charles Henry Tyler Townsend eingeführt. Typusart ist Vibrissomyia lineata Townsend, 1912 [= Epalpus lineolata Bigot, 1888]. Der Gattungsname setzt sich zusammen aus vibrisso für Vibrissen (Tast- oder Sinneshaare) und myia altgriechisch für „Fliege“.
Die Gattung Vibrissomyia gehört zur Tribus Tachinini innerhalb der Unterfamilie Tachininae.
Es handelt sich um etwa 9–13 mm lange beborstete Fliegen. Townsend (1912) beschrieb die Gattung wie folgt. Die Augen sind nackt. Bei den Weibchen ist der Scheitel anderthalbmal so breit wie ein Auge, bei den Männchen etwa so breit wie ein Auge. Das Gesicht verbreitert sich von oben nach unten rasch. Die Wangen (Genae) entsprechen in ihrer Höhe etwa der Augenhöhe. Sie sind mit spärlichen, borstenartigen Haaren besetzt, die sich auch auf die Parafazialien und Parafrontalien erstrecken. Die Gesichtsplatte wirkt eher geschwollen oder aufgeblasen und ist im oberen Bereich schwach gekielt. Das Epistom ragt keilförmig gerade nach vorn, die Länge dieses Fortsatzes entspricht dabei etwa der Länge des zweiten Fühlerglieds. Die Vibrissen sind kaum von den darunter liegenden, ebenfalls borstenartigen Peristomalborsten zu unterscheiden, da sie nur geringfügig länger sind. Die Fazialien sind bis zur Ptilinalnaht mit kürzeren, borstenartigen Härchen besetzt (meist drei bis vier an der Zahl), die in einem nahezu rechten Winkel sowohl auf die Ptilinalnaht als auch auf die Peristomalreihe treffen. Im unteren Bereich sind die Fazialien abrupt nach innen gebogen. Die Männchen besitzen zwei Paare (ausnahmsweise ein zusätzliches drittes Paar) nach hinten gerichteter (reklinater) Orbitalborsten nahe der Frontalien sowie zwei weitere, nach außen divergierende Paare. Bei den Weibchen finden sich dieselben Borsten, ergänzt durch drei nach vorn gerichtete (proklinater) Orbitalborsten, die in einer Reihe mit den beiden divergierenden Paaren stehen. Die inneren Vertikalborsten sind lang und kreuzen einander. Die äußeren Vertikalborsten sind ähnlich kräftig, aber etwas kürzer und stark nach außen gerichtet. Ein Paar langer, nach vorn gerichteter und divergierender Ocellarborsten ist vorhanden. Die Frontalborsten reichen unter die Basis der Fühler hinab und verlaufen dabei in einem weit divergierenden Winkel. Eine zweite, nahezu gerade Reihe schwächerer Frontalborsten verläuft weiter außen und verbindet die Enden der inneren, gebogenen Reihe. Die Parafazialien sind bei beiden Geschlechtern mindestens so breit wie das zweite Fühlerglied und tragen eine Reihe von zwei bis fünf kräftigen facio-orbitalen Makrochaeten (kräftige Borsten), zwischen denen sich vereinzelt schwächere Borsten befinden. Das zweite Fühlerglied ist verlängert. Das dritte Fühlerglied ist bei den Weibchen etwa so lang wie das zweite, mäßig verbreitert und am Ende schräg abgestutzt. Bei den Männchen ist das dritte Fühlerglied deutlich länger als das zweite, stark verbreitert und apikal schräg abgestutzt (dies gilt nicht für Vibrissomyia bicolor). Die Arista (Fühlerborste) ist kräftig, nackt, gekniet. Das apikale Drittel ist schlank, das zweite Aristomer lang. Der Rüssel (Proboscis) ist ahlenförmig, sehr lang, schlank und hornartig. Der Teil unterhalb des Knies ist länger als die Höhe oder die Länge des Kopfes. Taster fehlen. Die Borstenanordnung ist wie folgt: Drei kräftige sternopleurale Borsten, drei postsuturale Borsten, manchmal eine schwache vierte. Zwei kräftige seitliche Paare befinden sich auf dem Scutellum (Schildchen), zwei schwache seitliche Paare, ein schwaches, sich kreuzendes apikales Paar sowie ein schwaches Paar auf der Scheibe (Diskalborsten). Auf dem ersten Abdominalsegment befinden sich keine medianen Borsten. Auf dem zweiten ein medianes Randborstenpaar. Das dritte Segment trägt acht kräftige Randborsten. Das Analsegment weist submarginale und terminale, kürzere Borsten auf, die besonders bei den Männchen dicht mit aufrechten, borstenartigen Haaren untermischt sind. Das Hypopygium der Männchen ist stark entwickelt und oft deutlich hervortretend. Die Krallen der Weibchen sind lang, etwa so lang wie das letzte Tarsenglied. Die der Männchen sind fast doppelt so lang, wobei sie an den Vorderbeinen am längsten sind. Die Hintertibien sind mit unregelmäßig angeordneten Borsten besetzt. Die Beine sind stark bedornt, insbesondere die Mitteltibien. Die Apikalzelle öffnet sich weit vor der Flügelspitze. Die vierte Längsader weist am Ende eine Falte auf. Die hintere Querader liegt näher an der apikalen Querader.
Die Gattung Vibrissomyia kommt in Argentinien, Chile und Peru vor.
Die Vertreter der Gattung Vibrissomyia sind Endoparasitoide. Wirte sind offenbar noch nicht bekannt.
Die Gattung Vibrissomyia umfasst folgende Arten: