| Viendorf (Dorf) Ortschaft Katastralgemeinde Viendorf | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Hollabrunn (HL), Niederösterreich | |
| Gerichtsbezirk | Hollabrunn | |
| Pol. Gemeinde | Göllersdorf | |
| Koordinaten | 48° 29′ 2″ N, 16° 8′ 18″ O | |
| Höhe | 200 m ü. A. | |
| Einwohner der Ortschaft | 303 (1. Jän. 2026) | |
| Fläche d. KG | 7,05 km² (31. Dez. 2023) | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Ortschaftskennziffer | 03873 | |
| Katastralgemeindenummer | 09064 | |
Das Spritzenhaus nördlich der Kapelle | ||
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS | ||
Viendorf ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Marktgemeinde Göllersdorf im Bezirk Hollabrunn in Niederösterreich. Die Ortschaft zählt 303 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026). Bis Ende 1971 bestand Viendorf als selbständige Ortsgemeinde.
Das Dorf befindet sich östlich von Göllersdorf zwischen dem Göllerbach und dem Porraubach, einem linken Zubringer zum Göllersbach, der südöstlich von Viendorf in diesen mündet. Der Ort wird von der Landesstraße L1066 erschlossen. Am 1. April 2020 verfügte die Ortschaft über 146 Adressen.
Erstmals urkundlich genannt wurde der Ort im Jahr 1180 als Phuenendorf; damals tauschte Leutwin von Sonnberg ein Gut mit dem bayerischen Kloster Asbach. 1289 verfügten hier die Johanniter aus der Ordensburg Mailberg über Besitzungen und ab 1348 erwarben die Puchheimer nach und nach den Ort.
Die Bewohner waren gut bestiftete Landbauern, Weinbauern und Kleinhäusler, die Ackerbau betrieben und Wein kelterten, den sie bis nach Wien verkauften, beschrieb Schweickhardt den Ort. Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 51 Häusern genannt, das nach Göllersdorf eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Schönborn besaß die Ortsobrigkeit, übte die Landgerichtsbarkeit aus, besorgte die Konskription und hatte die Grundherrschaft inne.
Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Viendorf ein Dachdecker, eine Gastwirtin mit Gemischtwarenhandel, eine Milchgenossenschaft, ein Schmied, eine Schneiderin, zwei Schuster, zwei Tischler und mehrere Landwirte ansässig.
Mit 1. Jänner 1972 wurden im Rahmen der Niederösterreichischen Kommunalstrukturverbesserung die bis dahin selbständigen Gemeinden Bergau, Eitzersthal, Großstelzendorf, Obergrub, Porrau, Untergrub, Viendorf und Wischathal nach Göllersdorf eingemeindet.