Volker Pantenburg (* 1973 in Leverkusen) ist ein deutscher Film- und Medienwissenschaftler.
Volker Pantenburg studierte von 1993 bis 1998 an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn Komparatistik, Politologie und Philosophie. Von 1998 bis 2006 arbeitete er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Münster, wo er sich 2005 mit einer vergleichenden Studie zu Jean-Luc Godard und Harun Farocki promovierte. Von 2007 bis 2010 forschte er als Postdoktorand im Sonderforschungsbereich (SFB) „Ästhetische Erfahrung im Zeichen der Entgrenzung der Künste“ an der Freien Universität Berlin.
Von 2010 bis 2016 war er Juniorprofessor für Bildtheorie mit dem Schwerpunkt Bewegtbildforschung an der Bauhaus-Universität Weimar, wo er bis 2013 auch die Position als Junior-Direktor des „Internationalen Kolleg für Kulturtechnik und Medienphilosophie“ innehatte. Im Herbstsemester 2012 war er Max Kade Visiting Professor an der University of Illinois in Chicago (UIC). 2016 wurde er an die Freie Universität Berlin berufen und war dort bis 2021 Professor für Filmwissenschaft. Von April bis September 2017 war Pantenburg Senior Fellow am Internationalen Kolleg für Kulturtechnikforschung und Medienphilosophie der Bauhaus-Universität Weimar.
Seit 2021 ist er Ordentlicher Professor für Filmwissenschaft an der Universität Zürich.
Im Projekt Kunst der Vermittlung. Aus den Archiven des Filmvermittelnden Films erforschte Pantenburg in den Jahren 2008 und 2009 gemeinsam mit Michael Baute, Stefan Pethke, Stefanie Schlüter und Erik Stein die Geschichte filmanalytischer Filmformate im Schnittfeld von Fernsehen, Bildungskontexten und Experimentalfilm.
2015 gehörte Pantenburg zu den Gründungsmitgliedern des Harun Farocki Instituts in Berlin, in dessen Vorstand er seitdem mitarbeitet. Er ist Mitherausgeber der Schriften Farockis (sieben Bände zwischen 2017 und 2026) sowie zahlreicher Hefte der HaFI-Heftreihe des Instituts.
Das mit Michael Baute und dem Regisseur Oliver Sturm entwickelte Hörspiel Minutentexte (Hessischer Rundfunk / Deutschlandfunk 2008) war 2009 für den Hörspielpreis der Kriegsblinden nominiert und wurde von Jochen Hieber in der FAZ anlässlich eines Rückblicks auf die ARD-Hörspieltage als „Hörspieltriumph“ und „vollendete Radiophonie“ beschrieben. Pantenburg ist mit zahlreichen Publikationen zum Werk von Harun Farocki hervorgetreten (siehe Publikationsliste) und ist laut Bert Rebhandl „der vielleicht beste Godard-Kenner im deutschsprachigen Raum“. Weitere Forschungsgebiete Pantenburgs sind die Querverbindungen zwischen Filmgeschichte und öffentlich-rechtlichem Fernsehen in Westdeutschland, essayistisches und dokumentarisches Arbeiten, experimentelles Kino und installative Formen des Bewegtbilds. Seit 2024 leitet er das vom Schweizer Nationalfonds geförderte Projekt Paranational Cinema – Legacies and Practices.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Pantenburg, Volker |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Film- und Medienwissenschaftler |
| GEBURTSDATUM | 1973 |
| GEBURTSORT | Leverkusen |