
Oppen ist der Name eines alten obersächsisch-märkischen Adelsgeschlechts.
Die Familie erscheint urkundlich erstmals mit dem Ritter Konrad von Opin, der in einer Urkunde vom 1. Dezember 1271 als Castellan im sächsischen Belzig erwähnt wird. Sein Sohn Tilo, Ritter, besaß kurzzeitig die benachbarte Burg Rabenstein.
Die Stammreihe beginnt erst mit Rudolf von Oppen, der von 1361 bis 1388 urkundlich belegt ist und mit umfangreichem Grundbesitz in Schlalach, in Sandberg, Wittbrietzen, Deutsch-Bork und Nichel, sämtlich bei Treuenbrietzen gelegen, ausgestattet war. Rudolfs Urenkel Mathias von Oppen auf Sandberg und Schlalach ist der genealogische Ahnherr der heutigen Oppen. Besonders erwähnenswert ist ein Enkel von ihm, der Administrator, der Dienststellung eines (evangelisch) Erwählten Bischofs entsprechend, des Stifts Magdeburg und Amtshauptmann zu Zinna (Amt Zinna), Kaspar von Oppen (1516–1577). Sein Epitaph befindet sich bis heute in einer kleinen ostsüdlichen Nebenabside der Klosterkirche St. Maria Kloster Zinna.
Von der Belziger Gegend aus verbreitete sich das Geschlecht nach Kursachsen, Brandenburg (unter anderem Kossenblatt, Krausnick (bis 1724/1728), Werder, Falkenberg, Pritzhagen, Tornow und Altfriedland) und Anhalt, später auch nach Preußen und Schlesien sowie Holstein. Entsprechend waren die Oppen somit Kirchenpatron ihrer Gutsdörfer, wie bei der Dorfkirche Krausnick, und deren eingekirchten Gemeinden, oder der Dorfkirche Kossenblatt.
Durch Namens- und Wappenvereinigungen mit den Friccius von Schilden (auf Gut Haseldorf, Holstein) bzw. den Freiherren von Huldenberg entstanden 1832/1833 die Linie von Oppen-Schilden und 1840 Oppen von Huldenberg.
Das Stammwappen zeigt in Blau ein mit einer roten Rose belegtes silbernes Schrägkreuz. Auf dem Helm mit blau-silbernen Decken ein aus abwechselnd roten und silbernen Rosen bestehender Kranz, der um einen silbern-gestulpten blauen Spitzhut gewunden ist. Auf diesem stehen drei natürliche Pfauenfedern hinter einem aufwärts gekehrten silbernen Halbmond.


I. Linie 1. Ast Fredersdorf:
II. Linie 1. Ast Alt-Gatersleben:
II. Linie 2. Ast 1. Zweig:
II. Linie 2. Ast 2. Zweig 2. Haus: