Vorwalsrode Stadt Walsrode | ||
|---|---|---|
| Koordinaten: | 52° 51′ N, 9° 36′ O | |
| Fläche: | 4,61 km² | |
| Eingemeindung: | 1. April 1929 | |
| Postleitzahl: | 29664 | |
| Vorwahl: | 05161 | |
Lage von Vorwalsrode in Niedersachsen | ||
Vorwalsrode ist ein Ortsteil der Stadt Walsrode im Heidekreis in Niedersachsen. Bis 1929 war Vorwalsrode eine eigenständige Gemeinde im damaligen Landkreis Fallingbostel. Innerhalb von Walsrode gehört Vorwalsrode heute zur Kernstadt.
Die Gemeinde Vorwalsrode im Amt Fallingbostel ging aus dem Gebiet des 1835 aufgelösten kleinen Amtes Walsrode hervor. Zur Gemeinde gehörte das südlich der Walsroder Altstadt gelegene Gebiet beiderseits der Hannoverschen Straße, die Anlagen der Domäne und des Klosters Walsrode sowie das Gut Grasbeck mit seinen Ländereien. 1867 fiel die Gemeinde Vorwalsrode mit dem gesamten Königreich Hannover an Preußen und gehörte dort seit 1885 zum Kreis Fallingbostel. Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts bildete sich beiderseits der Hannoverschen Straße eine regelrechte Vorstadt von Walsrode, die mit der alten Stadt immer mehr zusammenwuchs.
Am 1. April 1929 wurde Vorwalsrode in die Stadt Walsrode eingemeindet.
| Jahr | Einwohner | Quelle |
|---|---|---|
| 1845 | 90 | |
| 1871 | 158 | |
| 1885 | 247 | |
| 1895 | 403 | |
| 1910 | 604 | |
Der gesamte Klosterbereich, ein Ensemble von sieben Villen an der Hannoverschen Straße, der Walsroder Friedhof an der Saarstraße, der jüdische Friedhof an der Hannoverschen Straße, das Mühlengebäude an der Albrecht-Thaer-Straße sowie ein Speichergebäude des Gutes Grasbeck stehen unter Denkmalschutz.
Der Schützenverein Vorwalsrode von 1906 betreibt Schießsport und widmet sich der Pflege des Schützenbrauchtums.
Die heute nur noch teilweise existierende Bahnstrecke Verden–Walsrode Nord zweigt in Vorwalsrode von der Heidebahn ab. Der Bahnhof Vorwalsrode ist heute Endbahnhof der Museumsbahn Walsrode, die auf der Trasse der alten Bahnstrecke verkehrt.