| Vs Amp | ||||
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| Studioalbum von Colin Webster | ||||
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Veröffent- |
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Aufnahme |
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Raw Tonk | ||||
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Format(e) |
LP, Download | |||
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Titel (Anzahl) |
10 | |||
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26:74 | ||||
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Besetzung |
Baritonsaxophon, Fender Twin Reverb, Bassman Amplifier: Colin Webster | |||
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Studio(s) |
Hackney Road Studios, London | |||
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vs Amp ist ein Musikalbum von Colin Webster. Die am 7. Februar 2020 in den Hackney Road Studios in London entstandenen Aufnahmen erschienen am 15. Februar 2021 als Langspielplatte (in limitierter Auflage) und als Download auf dem Label Raw Tonk.
Der Titel der LP vs Amp – die Abkürzung für versus amplifier bezeichnend – bezieht sich auf die Verstärker Fender Twin und Fender Bassman, über die Webster mit seinem Baritonsaxophon in diesen zehn, meist vergleichsweise kurzen Stücken zu hören ist.
Die Kompositionen stammen von Colin Webster.
Die Frage, worin der Unterschied zwischen Free Jazz und freier Improvisation bestehen könnte – welche Elemente oder das Fehlen welcher Elemente den einen oder den anderen Begriff zu einer treffenderen Beschreibung einer Aufnahme oder Aufführung machen könnte –, sei interessant, sofern man sich dafür interessiere, meint Noel Gardner in The Quietus. Erst wenn man versuche, eine endgültige Definition zu finden, würde man sich selbst verstricken: Es handle sich um Musik, die weder für Zuhörer noch für Künstler an Regeln oder Einschränkungen gebunden sei. Colin Webster sei jedoch ein gutes Beispiel für jemanden, der sich ständig an der Schnittstelle dieser beiden Konzepte bewege.
Nach seinen eigenen Maßstäben scheine Webster häufig darauf bedacht zu sein, die konventionellen Eigenschaften des Saxophons zu vermeiden, und finde dazu auch noch gleichgesinnte Mitstreiter, so Gardner weiter. Der Titel des Albums und die Tatsache, dass Tim Cedar von der für ihre Lautstärke berüchtigten Band Part Chimp das Album aufgenommen hätte, würden eine Rock-Ästhetik vermuten lassen, die sich jedoch nicht wirklich entfalte. Vs Amp sei zwar selten leicht anzuhören, klinge aber eher minimalistisch und meditativ als rau und schrill. „In Rama“, der Eröffnungstitel, sei ein seltsam grooviger Spaziergang auf einer Art merkwürdig gestimmten Zupfinstrument, vielleicht einer Kora … oder so könnte man zumindest meinen. Dabei würde alles von Websters Saxophon kommen. Ähnlich verhalte es sich mit den perkussiveren Stücken „Bujang Senang“ und „Glots of Viscera“, die dem tiefen Brummen eines Kontrabasses nahekommen.

Dennoch gebe es reichlich Musik, die mit dem Mund erzeugt wird: „Lapis Lazuli“ und „Perranzabuloe“ seien massive, dröhnende und summende Metallklänge, während „Knife-Grinders of Grimethorpe“ und das Herzstück der LP, „The Flemish Weaver“, düster-tiefe Töne anschlagen würden, so Gardner. Der Einsatz von Zirkularatmungstechniken scheine für diesen rituellen, von langen Tönen geprägten Klang unverzichtbar zu sein. Fans eines Ensembles wie Phurpa könnten daran ebenso viel Freude haben wie Jazz-Neulinge, die sich beispielsweise für Peter Brötzmann begeisterten; dann sei vs Amp „wahrscheinlich genau die richtige Klangreise“.