Der Ort lag in 1,4 Kilometer Entfernung genau nördlich des Straßkirchner Ortsteils Ackerhof und zwei Kilometer südwestlich von Ainbrach an einem Altweg zwischen Hunderdorf und Lehmbuch. Wachtelau wird weiterhin als Flurname verwendet, auch Wachtelauholz für ein Waldgebiet auf der früheren Auenfläche.
Geschichte
Bei der Volkszählung 1961 wurden ein Wohngebäude und zwei Bewohner festgestellt, zum Volkszählungstermin 1970 war der Ort unbewohnt, seit der Dokumentation zur Volkszählung von 1987 gibt es keine Daten mehr zum Ort. Daraus kann geschlossen werden, der Ort wurde zwischen 1961 und 1970 aufgegeben.
Die Namensherkunft ist offensichtlich, da bei einer Erhebung von landkreisbedeutsamen Arten der Roten Listen hier die Vogelart Wachtel festgestellt wurde.
Einwohnerentwicklung
1835: 0.0 6 Einwohner, 1 Haus
1860: 0. 16 Einwohner, 2 Häuser
1861: 0. 18 Einwohner, 7 Gebäude
1871: 0. 15 Einwohner
1875: 0. 17 Einwohner
1885: 0. 18 Einwohner, 3 Wohngebäude
1900: 0. 15 Einwohner, 3 Wohngebäude
1913: 0. 18 Seelen, 1 Häuser
1925: 0. 21 Einwohner, 3 Wohngebäude
1950: 0. 15 Einwohner, 3 Wohngebäude
1961: 0.0 2 Einwohner, 1 Wohngebäude
1970: 0.0 0 Einwohner
Religion
Im Jahr 1861 sind sieben der insgesamt 18 Einwohner Mennoniten. Zusammen mit zwölf Mennoniten in Irlbach beherbergten diese beiden Orte zu dieser Zeit alle 19 Personen dieser Konfession im Bezirksamt Straubing. Möglicherweise handelte es sich um eine Familienansiedlung von Amischen oder sogenannten Pfälzer Mennoniten aus dem Elsass oder der Pfalz, eingeladen durch König Max I. Josef. Vergleichbare umfangreichere Ansiedlungen gab es im Donaumoos bei Neuburg/Donau im Ort Maxweiler.
↑Joseph Anton Eisenmann, Carl Friedrich Hohn:Topo-geographisch-statistisches Lexicon vom Königreiche Bayern. Zweiter Band, M-Z. Erlangen 1832, S.953 (Digitalisat).
↑
Bistum Regensburg (Hrsg.):Matrikel des Bisthums Regensburg: nach der allgemeinen Pfarr- und Kirchen-Beschreibung von 1860… Regensburg 1863, S.303 (Digitalisat).
↑
Bistum Regensburg (Hrsg.):Matrikel der Diözese Regensburg. hrsg. i. A. Sr Exzellenz des Hochwürdigsten Herrn Bischofs Dr. Antonius von Henle vom Bischöflichen Ordinariate Regensburg. Regensburg 1916, S.419 (Digitalisat).