Die Häufigkeit ist nicht bekannt, bislang wurde über etwa 100 Betroffene berichtet. Die Vererbung erfolgt autosomal-dominant mit kompletter Penetranz, aber unterschiedlicher Expressivität.
Als Komplikation können Katarakt (vor dem 40. Lebensjahr), Netzhautablösung (in 7 bis 50%), sekundäres Weitwinkel-Glaukom (in 30%) und konzentrische Gesichtsfeldeinschränkung hinzukommen.
Diagnose
Die Diagnose ergibt sich aus der augenärztlichen Untersuchung und wird anhand einer Genuntersuchung manifestiert.
Die Behandlung richtet sich gegen die Komplikationen.
Literatur
S. Limon, M. P. Pattoret: Maladie de Wagner et décollement de rétine. A propos de 10 cas. In: Ophtalmologie: organe de la Societe francaise d’ophtalmologie, Band 1, Nummer 2, 1987 Apr-Jun, S.223–225; PMID 3153856.
123Bernfried Leiber (Begründer):Die klinischen Syndrome. Syndrome, Sequenzen und Symptomenkomplexe. Hrsg.: G. Burg, J. Kunze, D. Pongratz, P. G. Scheurlen, A. Schinzel, J. Spranger. 7., völlig neu bearb. Auflage. Band2: Symptome. Urban & Schwarzenberg, München u. a. 1990, ISBN 3-541-01727-9.
↑H. Wagner: Ein bisher unbekanntes Erbleiden des Auges (degeneratio hyaloideo-retinalis hereditaria), beobachtet im Kanton Zürich. In: Klinische Monatsblätter Augenheilkunde, Band 100, S. 840–858, 1938.
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