Walbertsweiler

Walbertsweiler
Gemeinde Wald
Ehemaliges Gemeindewappen von Walbertsweiler
Koordinaten: 47° 57′ N, 9° 10′ OKoordinaten: 47° 57′ 14″ N, 9° 9′ 46″ O
Höhe: 648 m
Fläche: 8,4 km²
Einwohner: 666 (1. Jan. 2023)
Bevölkerungsdichte: 79 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1975
Postleitzahl: 88639
Vorwahl: 07578
Luftbild von Walbertsweiler (1984)
Luftbild von Walbertsweiler (1984)
Westansicht von Walbertsweiler

Walbertsweiler ist ein Teilort der Gemeinde Wald im Landkreis Sigmaringen in Baden-Württemberg, Deutschland.

Geographie

Geographische Lage

Das Dorf Walbertsweiler liegt rund zwei Kilometer nördlich von Wald und etwa acht Kilometer südlich von Meßkirch.

Ausdehnung des Gebiets

Die Gesamtfläche der Gemarkung Walbertsweiler beträgt 839,57 Hektar (Stand: 31. Dezember 2014).

Geschichte

Erstmals genannt wurde das Dorf als Waldrameswilare im Jahre 854 in Urkunden des Klosters St. Gallen. Der Ort lag ursprünglich im Bereich der Goldineshuntare, dann im Gau Ratoldesbuch und später in der Grafschaft Sigmaringen.

In der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts erhielt das Kloster Wald den größten Teil des Ortes aus dem Besitz eines Herren von Kallenberg. Ein weiterer Teil wurde vom Kloster von den Herren von Reischach unter Zustimmung des Abtes vom Kloster Reichenau als Lehnsherr erworben. Die Inhaber der Grafenrechte wechselten mit den Inhabern der Grafschaft Sigmaringen, bis die Rechte 1783 mit der Schirmherrschaft über Kloster Wald von Hohenzollern-Sigmaringen an Österreich übergingen.

Das Kloster blieb Ortsherr bis 1806. Dann fiel das Dorf wie das gesamte Walder Territorium durch die Säkularisation des Klosters aufgrund des Reichsdeputationshauptschlusses an das Fürstentum Hohenzollern-Sigmaringen und 1850 mit diesem als Hohenzollernsche Lande an Preußen. Ab 1806 gehörte Walbertsweiler also zum fürstlichen und 1850 bis 1862 preußischen Oberamt Wald, seitdem zum Oberamt bzw. seit 1925 Kreis Sigmaringen. Besitz und Rechte hatten im Ort im 13. Jahrhundert Herren von Bußmann, von Eberhardsweiler, von Henneberg, von Homburg, von Schnerkingen, von Zimmern und im 12. und 13. Jahrhundert das Kloster Salem.

Am 1. Januar 1975 wurde Walbertsweiler nach Wald eingemeindet.

Einwohnerentwicklung

Stand Einwohner
18. Juni 2008643
31. Dez. 2010639
31. Dez. 2014643
1. Jan. 2021639
1. Jan. 2022635
1. Jan. 2023666

Politik

Ortsvorsteher

Wappen

Blasonierung: In zweimal von Schwarz, Gold und Blau gespaltenem Schild in Schwarz ein doppelreihig rot-silbern geschachter Schrägbalken.

Der Zisterzienserbalken bringt die einstige Zugehörigkeit zum Kloster Wald zum Ausdruck. Einen von Gold und Blau gespaltenen Schild führten die Herren von Kallenberg als Wappen. Sie waren die Besitzvorgänger des Klosters Wald in Walbertsweiler.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Pfarrkirche St. Gallus

Einzelnachweise

  1. ↑ https://www.wald-hohenzollern.de/fileadmin/Dateien/Dateien/Mitteilungsblatt/2023/WaldKW01-02.pdf Gemeindeblatt
  2. 1 2 3 4 5 Walbertsweiler auf der Internetseite der Gemeinde Wald
  3. ↑ Falko Hahn (fah): Einst hieß es Waldrameswilare. In: Südkurier vom 14. Juni 2005
  4. ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 550 (Statistische Bibliothek des Bundes und der Länder [PDF; 41,1 MB]).
  5. 1 2 Sandra Häusler: Immer wieder klingelt das Telefon. In: Südkurier vom 18. Juni 2008
  6. ↑ Angaben nach Werner Müller, Bürgermeister der Gemeinde Wald, vom 11. Januar 2011.
  7. ↑ Siegfried Volk (siv): Neun Gemeinderäte verabschiedet. In: Südkurier vom 20. Juni 2009
  8. ↑ Kirche St. Gallus in Walbertsweiler (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.) auf der Internetseite der Seelsorgeeinheit Wald
  9. ↑ Falko Hahn (fah): Als in Walbertsweiler vor 55 Jahren der Kirchturm umstürzte. In: Südkurier vom 15. November 2014
  10. ↑ Manfred Hermann: 150 Jahre Eulogius-Ritt Aftholderberg – Kirchen der Seelsorgeeinheit Wald. hrsg. von der Seelsorgeeinheit Wald, 2006

Literatur

Commons: Walbertsweiler – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien