| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 49° 24′ N, 7° 53′ O | |
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
| Landkreis: | Kaiserslautern | |
| Verbandsgemeinde: | Enkenbach-Alsenborn | |
| Höhe: | 290 m ü. NHN | |
| Fläche: | 26,69 km² | |
| Einwohner: | 384 (31. Dez. 2025) | |
| Bevölkerungsdichte: | 14 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 67693 | |
| Vorwahl: | 06305 | |
| Kfz-Kennzeichen: | KL | |
| Gemeindeschlüssel: | 07 3 35 048 | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Hauptstraße 18 67677 Enkenbach-Alsenborn | |
| Website: | www.waldleiningen.de | |
| Ortsbürgermeister: | vakant (geschäftsführend: Markus Böhm, 1. Beigeordneter) | |
| Lage der Ortsgemeinde Waldleiningen im Landkreis Kaiserslautern | ||

Waldleiningen ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Kaiserslautern in Rheinland-Pfalz, an der nach einer lokalen Tradition die Weltachse geschmiert wird. Sie gehört der Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn an. Gemessen an der Fläche ist sie die zweitgrößte Ortsgemeinde dieser Verbandsgemeinde, hinsichtlich der Einwohnerzahl jedoch die kleinste.
Waldleinigen liegt im Zentrum des Pfälzerwaldes. Es ist die einzige selbständige Ortsgemeinde in der Frankenweide, wie der mittlere Teilbereich des Gebirgskomplexes genannt wird. Nachbargemeinden sind – im Uhrzeigersinn – Hochspeyer, Frankenstein, Weidenthal, Elmstein und Kaiserslautern. Der Ortsteil Stüterhof liegt am südwestlichen Rand des Gemeindegebietes unweit des Kaiserslauterer Stadtteils Mölschbach. Im Norden befindet sich eine unbewohnte zu Waldleiningen gehörende Exklave, die komplett von der Gemarkung von Hochspeyer umgeben ist. Innerhalb des Landkreises verfügt Waldleiningen nach Trippstadt über die zweitgrößte Waldfläche.
Auf der Gemarkung von Waldleiningen befinden sich im Süden der 507 Meter hohe Leiterberg, im Nordwesten der 465 Meter hohe Große Roßrück und der 459 Meter hohe Kleine Roßrück sowie im Osten der 430 Meter hohe Große Berg und das 433 Meter hohe Wolfeneck. An der Gemarkungsgrenze zu Weidenthal erhebt sich der Eselsohler Berg und im Bereich des Gemarkungsdreiecks Waldleiningen/Weidenthal/Frankenstein dessen 439 Meter messender Ausläufer Hohe Loog.
Mitten durch den Westen der Gemarkung verläuft die Wasserscheide zwischen Mosel und Oberrhein. Der Leinbach durchfließt kurz nach seiner Quelle den Seewoog und anschließend das Siedlungsgebiet; teilweise bildet er die Gemarkungsgrenze zu Hochspeyer. Östlich des Stüterhofs befindet sich der Haidhaldbrunnen, die ursprüngliche Quelle des Leinbachs. Das dort entspringende Stüterbächel versickert nach einiger Zeit. Im Nordwesten der Gemarkung liegt westlich der Wasserscheide der Balkenbrunnen.
Der Jahresniederschlag beträgt 818 mm.
Der Pfälzerwald zersplitterte sich im Lauf des Mittelalters vom Königsgut durch Schenkungen und Lehen verwaltungsmäßig in mehrere Teilbereiche, darunter die Frankenweide. Um 1300 wurde die Falkenburg an die Grafen von Leiningen verpfändet. Trotzdem gestattete Kaiser Ludwig IV. seinen Cousins, den Pfalzgrafen Rudolf II. und Ruprecht I. gegen Zahlung ebenfalls Rechte am Waldgebiet.
Mit Teilung der Kurpfalz – zuvor Pfalzgrafschaft – im Jahr 1410 ging die Hälfte der Herrschaft an die Linie Pfalz-Zweibrücken. Bedingt durch dieses Kondominium entstanden zahlreiche Konflikte zwischen den Leiningern und den Zweibrückern.
Der Leininger Graf Emich IX. ließ 1533 an der Nordgrenze seines Oberamtes Falkenburg im Bereich der Brachfläche Frankenweide ein Gebäude bauen, das „Leinhaus“ genannt wurde. dieser Name war bis Anfang des 17. Jahrhunderts gebräuchlich, danach wurde er durch „Leinhof“ verdrängt. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich der der Siedlungsplatz zu einem bäuerliches Gut mit zugehöriger Rodungsfläche und Waldungen entwickelt. Nach dem Dreißigjährigen Krieg und dem anschließenden Pfälzer Erbfolgekrieg wurde der Leinhof zur Wüstung. Erst Jahre später ist pfalz-zweibrückisches Forstpersonal auf dem Leinhof nachweisbar. 1755 zog das Forstpersonal von Leiningen-Hardenburg und Pfalz-Zweibrücken die in den Waldtälern hausenden Familien auf dem Leinhof zusammen; 1769 wohnten dort neben dem Forstpersonal neun Familien.
1785 gründete Carl Friedrich Wilhelm, Fürst zu Leiningen, das Dorf Waldleiningen und zog Siedler aus seinen Territorien bei, nachdem die geteilete Herrschaft durch den Verzicht von Seiten Pfalz-Zweibrücken per Teilungsvertrag aufgehoben worden war. Die Siedlung wurde gegründet, um Waldwirtschaft betreiben zu lassen, was für das Dorf bis ins 20. Jahrhundert prägend war. Schon zur leiningischen Zeit war das Gebiet ein bevorzugtes Jagdrevier des Herrscherhauses. Bis Ende des 18. Jahrhunderts bildete Waldleiningen ein Kondominium, da es gemeinschaftlich zur Kurpfalz und zur Leiningen-Dagsburg gehörte.
Als die Fürsten von Leiningen ihr linksrheinisches Territorium verloren und mit dem rechtsrheinischen Fürstentum Leiningen entschädigt wurden, bauten sie sich dort – in Erinnerung an ihr altes pfälzisches Jagdrevier – das Schloss Waldleiningen, dessen Name eine Reminiszenz an die Ortschaft darstellt.
Von 1798 bis 1814, als die Pfalz Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend Teil des Napoleonischen Kaiserreichs war, zählte Waldleiningen als Teil der Mairie von Hochspeyer und des Kanton Kaiserslautern zum Département du Mont-Tonnerre. 1815 hatte der Ort 169 Einwohner. Im selben Jahr wurde er Österreich zugeschlagen. Ein Jahr später kam er an Bayern. Von 1818 bis 1862 gehörte er dem Landkommissariat Kaiserslautern an; aus diesem ging das Bezirksamt Kaiserslautern hervor.
1925 hatte der Ort 320 Einwohner, die in 58 Wohngebäuden lebten. Seit 1939 ist Waldleiningen Bestandteil des Landkreises Kaiserslautern. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Ort innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wurde die Gemeinde 1972 der neu gebildeten Verbandsgemeinde Hochspeyer zugeschlagen. Am 4. September 1976 wurde der Siedlungsteil mit dem bis dahin weiterhin gebräuchlichen Namen „Leinhof“ am linken Ufer des Leinbachs, der bis dahin zu Hochspeyer gehört hatte und zu diesem Zeitpunkt 59 Einwohnern umfasste, nach Waldleiningen umgemeindet. Seit 2014 ist Waldleiningen Bestandteil der Verbandsgemeinde Enkenbach-Alsenborn.
Der Gemeinderat in Waldleiningen besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.
Sitzverteilung im Gemeinderat:
| Wahl | SPD | CDU | FWG | DB | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| 2024 | – | – | 3 | 5 | 8 Sitze |
| 2019 | – | – | 3 | 5 | 8 Sitze |
| 2014 | – | 5 | 3 | – | 8 Sitze |
| 2009 | 4 | 3 | 1 | – | 8 Sitze |
| 2004 | 5 | 3 | – | – | 8 Sitze |
Das Amt ist derzeit vakant. Volker Jeblick (Das Bündnis e. V.) wurde am 16. Juli 2024 Ortsbürgermeister von Waldleiningen. Bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 hatte er sich mit einem Stimmenanteil von 60,1 % gegen einen Mitbewerber durchgesetzt. Im August 2026 legte Jeblick das Amt aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig nieder. Daher wird eine vorgezogene Neuwahl erforderlich, die für den 8. November 2026 angesetzt ist.
Sein Vorgänger Oswald Kullmer (Das Bündnis e. V.) hatte das Amt am 19. Januar 2021 übernommen und kandidierte bei der Wahl 2024 nicht erneut. Die weiteren Vorgänger waren Rainer Decker (Das Bündnis e. V.) von 2019 bis 2020, Michael Gasiorek (CDU) seit 2009 und Franz Pfeiffer (SPD) von 1999 bis 2009.
Seit 1986 besteht eine Gemeindepartnerschaft mit Xirocourt in Frankreich.
| Blasonierung: „In Blau eine erhöhte eingebogene silberne Spitze, darin auf grünem Boden ein grüner Laubbaum, dessen Stamm mit einer roten Axt schräglinks überdeckt ist, in den oberen Ecken je ein rotbewehrter silberner Adler.“ | |
| Wappenbegründung: Der Baum mit Axt weist auf die früher sehr intensiv betriebene Forstwirtschaft in Waldleiningen hin. Der Leininger Adler erinnert an den Dorfgründer. |

Mit dem Forstamt sowie einer Hofanlage in der Schloßstraße stehen in Waldleiningen zwei Objekte unter Denkmalschutz stehen.
Auf dem Gebiet von Waldleiningen befinden sich insgesamt 12 Naturdenkmale. Im Nordosten liegt das Naturschutzgebiet Eulenhald-Ungertal. Die Eulenhald, der Große Berg, der Haidhaldbrunnen und die Leiterberger Platte bilden zudem jeweils Kernzonen des Biosphärenreservats Pfälzerwald-Vosges du Nord; erstere ist darüber hinaus eines von 54 Naturwaldreservaten in Rheinland-Pfalz.

Auf dem Kleinen Roßrück (49° 24′ N, 7° 50′ O) zwischen Waldleiningen und Johanniskreuz liegt ein Sandsteinquader mit der pfälzischen Inschrift:
Das Zitat stammt aus der ersten Episode der Pälzisch Weltgeschicht des Mundartdichters Paul Münch, die 1909 im Druck erschien. Zudem sollen die Waldleininger für die ordentliche Schmierung der Weltachse zuständig sein.
Auf der Gemarkung von Waldleiningen befinden sich außerdem mehrere Rittersteine. Ritterstein 108 Haidhaldbrunnen 220 Schr. verweist auf den Haidhaldbrunnen, der 220 Schritte tief ist. 117 Daemmchen weist auf eine Erdaufschüttung hin, die mutmaßlich einer Römerstraße diente. 135 Leimersohl befindet sich an einer früheren Lehmgrube. 138 Seewoog markiert den gleichnamigen Woog.
Aufgrund der geographischen Begebenheiten dominierte in Waldleiningen die Forstwirtschaft. Eine intensive Landwirtschaft war wegen des Reliefs der Landschaft und des mageren Bodens nicht möglich. Jedoch wurde 1833, um eine Anbaufläche als Nahrungsquelle zu schaffen, durch Waldrodung die Feldmark „Rotheneck“ angelegt.
Durch den Westen der Gemarkung verläuft die B 48, die von Bad Bergzabern nach Bad Kreuznach führt. Durch das Siedlungsgebiet verläuft die Landesstraße 504, die eine Verbindung mit Kaiserslautern und Elmstein herstellt. Die Kreisstraße 47 fungiert als Querachse zwischen dieser und der Bundesstraße. Von letzterer zweigt zudem die Kreisstraße 78 ab, die den Stüterhof anbindet.
Die nächste Autobahnanschlussstelle ist Enkenbach-Alsenborn an der Bundesautobahn 6 Saarbrücken Kaiserslautern, etwa zwölf Kilometer entfernt. Nächstgelegene Bahnstation ist Hochspeyer an der Bahnstrecke Mannheim–Saarbrücken.
Das frühere im äußersten Osten der Gemarkung liegende Forsthaus Schwarzsohl wurde ab den 1960er Jahren für die Dauer mehrerer Jahrzehnte durch den Pfälzerwald-Verein als Wanderhütte betrieben; letzteres geschah ab 2014 durch eine Privatperson und ist mittlerweie zum Erliegen gekommen. Durch Waldleiningen führt der mit einem weißen Kreuz markierte Fernwanderweg Nahegau-Wasgau-Vogesen, der von Niederhausen (Nahe) bis ins französische Wingen-sur-Moder führt. Zudem verlaufen durch das Gemeindegebiet zwei weitere Wanderwege, von denen einer mit einem weiß-roten Balken markiert ist; und die Verbindung mit Kaiserslautern sowie Neustadt an der Weinstraße und Speyer herstellt. Der andere ist mit einem blau-gelben Balken gekennzeichnet und verläuft von Lauterecken nach Sankt Germanshof.