Unter einer Walstrandung versteht man das unbeabsichtigte Auflaufen eines Wals auf den Strand oder eine Untiefe aufgrund einer Störung des Echolotsystems der Meeressäuger, verursacht durch Schifffahrt, Fischfang, Verschmutzung, Klimawandel oder auch durch militärische Operationen. Am bekanntesten sind Massenstrandungen von Grind- und Pottwalen, bei denen mindestens drei Tiere zeitgleich an einem Küstenabschnitt stranden.
Mögliche Ursachen
Die Ursachen von Walstrandungen (Massen- oder Einzelstrandungen) werden seit den 1980er Jahren erforscht und setzen sich meist aus mehreren Faktoren zusammen, hierzu zählen:
Klimatische Bedingungen, einschließlich Witterungsbedingungen, veränderter Meeresströmungen und Wassertemperaturen (z.B. aufgrund von Klimaphänomenen wie El Niño)
Verhaltensbiologische Gründe; Tiere folgen, aufgrund der starken emotionalen Bindungen innerhalb einer Gruppe, einem gestrandeten Tier, fliehen vor Feinden oder reagieren auf Stress, indem sie die Küste ansteuern
Behauptungen, nach denen Offshore-Windparks die Ursache seien, werden von Seiten der Wissenschaft als irreführend eingestuft und betont, dass es „keinen erwiesenen Zusammenhang zwischen den Anlagen und den Todesfällen gestrandeter Wale gibt.“ In Australien führten solche Falschinformationen im Jahr 2023 dazu, dass Bürger, Politiker und Fischereivertreter gegen den Ausbau australischer Windfarmen mobilisierten.
Historisches
Seit Ende des 16. Jahrhunderts sind in der Nordsee Pottwale gestrandet. Diese traten vor allem in den Wintermonaten zwischen November und Februar in der Zeit der männlichen Südwanderung auf.
Historisch galten gestrandete Wale in Europa häufig als wirtschaftlich verwertbare Ressource; ihre Bergung führte nicht selten zu lokalen Auseinandersetzungen um die Nutzung des Kadavers.
Seit den 1990er-Jahren treten Walstrandungen im Zusammenhang mit militärischen Sonartests gehäuft auf. Im Dezember 2001 räumte die US Navy eine Mitschuld an der Strandung und dem Tod mehrerer Meeressäuger im März 2000 ein. Der von ihr mitverfasste Zwischenbericht kommt zu dem Schluss, dass die Tiere durch das aktive Sonar einiger Navy-Schiffe getötet oder verletzt wurden. Generell wird Unterwasserlärm, der noch immer im Zunehmen begriffen ist, vermehrt für Strandungen verantwortlich gemacht, da er die Kommunikation und den Orientierungssinn der Tiere beeinträchtigt.
Auch der Klimawandel scheint durch die Beeinflussung der großen Windsysteme der Erde und damit des Verlaufs der Meeresströmungen zu Walstrandungen zu führen. Mark Hindell und sein Team von der University of Tasmania in Hobart untersuchten Walstrandungen an der Küste von Tasmanien zwischen 1920 und 2002 und stellten fest, dass in gewissen zeitlichen Abständen jeweils größere Strandungsereignisse vorkamen. In den Jahren mit einer zehnfachen Anzahl von Strandungsereignissen wurde auch das Auftreten von starken Stürmen registriert, welche die Kaltwasserströmungen vermehrt in Küstennähe leiteten. In nährstoffreichem, kaltem Wasser finden Wale besonders viele Beutetiere, weshalb sie den Kaltwasserströmungen folgten und damit in diesen meteorologisch außergewöhnlichen Jahren in seichtere Gewässer gelangten als sonst, wo die Gefahr für Strandungen höher ist.
Da viele Wale und Delfine in Gruppenverbänden leben, folgen oder begleiten sie oft kranke oder geschwächte Tiere in seichte Gewässer, was bei Ebbe zu Massenstrandung führen kann.
Umgang mit gestrandeten Walen
Einmal gestrandet, werden vor allem Großwale von ihrem eigenen Körpergewicht erdrückt, wenn sie nicht rechtzeitig ins tiefere Wasser zurückgelotst werden können. Zudem ist die Regulation der Körpertemperatur bei einem gestrandeten Wal nicht mehr gewährleistet und es besteht die Gefahr der Überhitzung.
Da die Kadaver gestrandeter Wale Gase bilden und es so zu einer Walexplosion kommen kann, ist es sowohl aus Sicherheitsgründen als auch aus gesundheitlicher Sicht sinnvoller, gestrandete Walkadaver wieder ins Meer zu schleppen und sie dort zu versenken. Insbesondere bei Massenstrandungen wirkt man so auch einer möglichen Ausbreitung von Mikroorganismen entgegen, die sich bei der Verwesung bilden.
Forscher verwenden mittlerweile hochauflösende Satellitenkameras, um Massenstrandungen in dünn besiedelten und unbewohnten Gebieten rechtzeitig zu bemerken und Rückschlüsse hinsichtlich der Ursachen ziehen zu können. Alle festgestellten Massenstrandungen werden darüber hinaus genau erfasst und kartiert. Auch bei der im September 2020 eingetretenen Massenstrandung von Grindwalen vor Tasmanien wurde das Ereignis entdeckt, als erst 270 Tiere (von insgesamt etwa 470) gestrandet waren, so dass noch über 100 Wale gerettet werden konnten.
Nach einer Strandung eines Timmy genannten Buckelwals auf einer Sandbank vor Timmendorfer Strand in der Lübecker Bucht (Ostsee) am 24. März 2026, wurde mittels schwimmender Bagger, auch einem Saugbagger, Sand land- und seeseitig des Wals abgegraben und damit die Wassertiefe vergrößert. Der Wal kam vom Aufsitzen auf Grund los. Ein Schnorchler und mehrere Schlauchboote geleiteten den Wal.
Konkrete Fälle
Schon früh wurden Walstrandungen auch in der Kunst zum Thema wie hier bei Esaias van de VeldesGestrandetem Wal mit eleganten Betrachtern zwischen Scheveningen and Katwijk, ca. 1617
3. Dezember 1723: Strandung von 21 Pottwalen nahe der Insel Neuwerk in der Elbmündung. Der zeitgenössische Bericht des Apothekers und Naturforschers Johann Heinrich Linck wurde später von der Zoologin Erna Mohr ausgewertet.
1918 strandeten rund 1000 Wale auf den Chathaminseln
Ende März 1996 strandeten und verendeten 16 Pottwalbullen auf der dänischen Nordseeinsel Rømø.
15./16. März 2000 strandeten auf den Bahamas insgesamt 17 Wale und Delfine. Sieben starben. Stunden zuvor hatten Schiffe der US Navy aktives Sonar mittlerer Reichweite verwendet. Vier der gestorbenen Wale wurden untersucht: Drei zeigten Blutungen im Innenohr, einer im Gehirn.
18. Juli 2019: 50 Grindwale wurden (tot im Sand) am Strand Löngufjörur auf der Halbinsel Snaefellsnes nördlich von Reykjavík, Island, entdeckt
Vom 29. August bis 23. November 2019 wurden 24 tote Schweinswale im Fehmarnbelt nach einer militärischen Minensprengung tot aufgefunden. Allein in der Woche nach der umstrittenen NATO-Übung ab Ende August wurden 18 der Meeressäuger an den Küsten entlang der Eckernförder, Kieler und Lübecker Bucht angespült. 10 Exemplare aus der von einem Forschungsteam der TiHo untersuchten streng geschützten Ostsee-Population wiesen Frakturen der Mittelohrknochen sowie Blutungen im Gehörapparat und im Unterkiefer auf.
Im September 2020 strandeten 470 Grindwale bei Macquarie Harbour, Tasmanien, Australien, 110 davon konnten gerettet werden
Im November 2020 strandeten 97 Grindwale auf den zu Neuseeland gehörenden Chathaminseln im Südpazifik
19./20. April 2021: Ein toter Buckelwal (schwedisch: knölval) wurde im flachen Wasser vor der schwedischen Ostseeinsel Öland nahe dem Leuchtturm Segerstad entdeckt. Davor wurde das Tier bereits vor der Nachbarinsel Gotland gesichtet. Biologen der Staatlichen Veterinär-medizinischen Anstalt (Statens veterinärmedicinska anstalt (SVA)) entnahmen Gewebeproben des rund 8,90 m langen Buckelwalkalbs. Da keine Obduktion stattfand, war eine eindeutige Todesursache nicht nachzuweisen. Experten vermuten jedoch Unterernährung oder eine Schiffskollision. Anfang Mai 2021 wurde der Walkadaver auf Behördenbeschluss geborgen und in einem Spezialcontainer zur endgültigen Beseitigung durch Verbrennen nach Dänemark abtransportiert.
20. bis 30. August 2021: Massenstrandung von rund 190 toten Schweinswalen an den Stränden der westfriesischen Inseln im niederländischen Wattenmeer. Anhaltender, tagelanger Nordwind trieb die Kadaver der Tiere, die vermutlich nahe der Doggerbank verendet waren, zeitgleich an die Küsten. Besonders die Inseln Ameland mit über 50 und Schiermonnikoog mit etwa 20 Funden waren betroffen. Als Hauptursache wiesen Biologen der tiermedizinischen Fakultät der Universität Utrecht eine akute bakterielle Infektion nach, die bei den Walen eine tödliche Blutvergiftung auslöste.
Im September 2022 strandeten in der Bucht Macquarie Harbour, Tasmanien erneut rund 230 Grindwale am Ocean Beach.
8. Oktober 2022: etwa 477 Grindwale verendeten im Oktober an zwei neuseeländischen Stränden; 232 Grindwale auf Chatham Island und am 10. Oktober 2022 wiederum 245 Grindwale auf der benachbarten Pitt Island, Neuseeland. Kein Tier überlebte, trotz Rettungsversuchen, ein Teil der Wale musste eingeschläfert werden.
Am 15. Oktober 2022 strandete ein Orca-Weibchen an der niederländischen Küste bei Cadzand (Provinz Zeeland). Einsatzkräfte der niederländischen Seenotrettung (KNRM) und der Organisation SOS Dolfijn konnten den Meeressäuger zunächst erfolgreich in tiefere Gewässer zurückdrängen. Stunden später strandete das stark geschwächte und abgemagerte Tier jedoch erneut und verstarb. Der pathologische Befund wies neben entzündlichen Erkrankungen auch die Herkunft des Schwertwals (ID IB6, genannt „Gala“) nach. Das Tier stammte aus der vom Aussterben bedrohten Population der Iberischen Orcas, die normalerweise im Atlantik vor Spanien und Portugal beheimatet ist.
Am 9. Februar 2023 geriet ein etwa einjähriges Buckelwal-Kalb oberhalb der Mündung des Flusses Rance in das französische Gezeitenkraftwerk La Rance in der Bretagne. Ein Team aus über 100 Tierärzten, Behördenvertretern und Experten befreite das festsitzende Tier am Folgetag durch die gezielte Anpassung des Wasserstands, um eine künstliche Strömung zu erzeugen. Der junge Wal wurde sicher ins offene Meer geleitet.
Am 2. August 2023 wurde ein toter Buckelwal (dänisch: pukkelhval) nahe Kolding in Dänemark gefunden. Der Kadaver des Meeressäugers trieb etwa 100 Meter vor der Küste bei Sønder Stenderup in der Kolding Kommune. Zuvor im Juli 2023 war das Tier mehrfach in dänischen Gewässern gesichtet worden, unter anderem im Hafen von Aarhus sowie im Kattegat und im Kleinen Belt. Die dänische Naturbehörde (Naturstyrelsen) verzichtete auf eine Obduktion und überließ den verwesenden Walkadaver dem natürlichen biologischen Abbau. Ab Oktober 2023 wurden Knochen und weitere Skelettteile an das Statens Naturhistoriske Museum in Kopenhagen übergeben.
26./27. September 2023: fast 100 Grindwale strandeten in der Nähe der ehemaligen Cheyne Beach Whaling Station, bei Albany vor Australiens Küste, wobei Rettungsversuche scheiterten.
Am 29. Oktober 2023 wurde ein männlicher Orca am Strand des belgischen Ortes De Panne in der südlichen Nordsee angespült und verendete kurze Zeit später. Wenige Stunden zuvor gab es mehrfache Sichtungen des Tieres, in Richtung Frankreich schwimmend. Versuche, mithilfe eines Rettungsboots den Schwertwal zurück ins Meer zu locken, scheiterten. Der unverletzte, jedoch stark abgemagerte Orca wurde unter anderem vom Königlich Belgischen Institut für Naturwissenschaften (KBIN) obduziert und präpariert. Seit Juni 2025 ist das Skelett von „Reveil“ im dortigen Besucherzentrum ausgestellt.
Am 12. Juli 2024 wurden auf der Orkney-Insel Sanday, ganz im Norden Schottlands 77 gestrandete Grindwale entdeckt. 65 waren tot, 12 mussten eingeschläfert werden. Die Organisation British Divers Marine Life Rescue (BDMLR) möchte mehrere Tiere obduzieren lassen.
Am 19. Juli 2024 strandete ein junger Buckelwal auf einer Sandbank im flachen Wattenmeer vor der niederländischen Nordseeinsel Terschelling. Das Tier war bereits zuvor mehrfach in der Region gesichtet worden. Durch den koordinierten Rettungseinsatz von SOS Dolfijn, Reederei Noordgat und mehrere Boote der KNRM (Koninklijke Nederlandse Redding Maatschappij) konnte der geschwächte Wal, begünstigt durch die einsetzende Flut, erfolgreich zurück in die offene Nordsee gelotst werden.
Am 15/16. Februar 2025 wurde ein junger, männlicher Buckelwal an der Kintyre-Halbinsel im Westen Schottlands tot angespült. Der Meeressäuger wurde vor Ort von der Scottish Marine Animal Stranding Scheme (SMASS) untersucht. Sowohl die Blubberanalyse als auch die Sichtprüfung ergaben, dass der Wal gesund war und sich in einem guten Ernährungszustand befand. Die Fluke (Schwanzflosse) wies deutlich sicht- und messbare Verletzungen auf, die durch das Verfangen in Fischereiseilen stammten, vermutlich führte dies zum Tod durch Ertrinken.
18./19./20. Februar 2025: Massenstrandung von 157 Kleinen Schwertwalen am abgelegenen Strand nahe dem Ort Arthur River an der Westküste Tasmaniens (im Sundown Point State Reserve). Etwa 60 Meeressäugern waren beim Auffinden bereits verendet, weitere 90 Tiere mussten nach fehlgeschlagenen Rettungsversuchen durch Erschießen erlöst werden. Dem Tasmania Parks and Wildlife Service zufolge gab es einen derartiger Vorfall mit dieser Walart zuletzt im Juni 1974.
21. Februar 2025: Ein Buckelwal wurde auf der ostfriesischen Insel Minsener Oog tot aufgefunden. Das 7,40 Meter lange männliche Jungtier untersuchten Fachleute des Niedersächsischen Landesamtes für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz (LAVES) direkt am Fundort. In Zusammenarbeit mit der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer und weiteren Einrichtungen blieb der Walkadaver ungeborgen. Im Zuge eines Langzeitforschungsprojektes dokumentierte eine am 4. März 2025 installierte Wildtierkamera den natürlichen Verwesungsprozess. Im Juni 2025 wurden die Überreste des gekennzeichneten Tierkörpers vermutlich mit der Flut wieder ins Meer gespült.
2. April 2025: Ein junger Buckelwal wurde tot am Følle Strand, nördlich der dänischen Stadt Aarhus in einer Bucht angespült. Das geschätzt eineineinhalb Jahre alte männliche Kalb befand sich in der dänischen Ostsee auf dem Weg in Richtung nördliche Gewässer. Nach der Bergung, Obduktion und Präparation wird das Skelett in Kerteminde ausgestellt.
Am 4. Juni 2025 wurde ein Zwergwal bei Rantum auf Sylt tot angespült, der sich in den Leinen einer Reuse zum Fang von Taschenkrebsen verheddert hatte. Laut einem Sylter Biologen führte dies zu einem Tod durch Erdrosselung. Weitere Gewebeproben wurden von der TiHo untersucht.
Am 26. Juli 2025 strandeten zwei Schnabelwale lebend am Strand von Heemskerk an der niederländischen Nordsee. Ein Tier verendete bereits kurz nach dem Fund, der zweite Meeressäuger musste eingeschläfert werden. In flachen sandigen Gewässern verlieren die Wale ihre Orientierung, da ihr Biosonar-System nur in der Tiefsee funktioniert. Beide Walkadaver wurden zur weiteren Untersuchung an die Universität Utrecht transportiert.
Am 27. Juli 2025 strandeten ein lebendes True's-Schnabelwal-Muttertier und ihr Kalb an der Küste von North Mayo (Kilcummin Back Strand) in Irland. Das Walweibchen verstarb kurz nach dem Fund. Experten vermuten ein akustisches Trauma als Ursache. Das allein nicht lebensfähige Jungtier konnte zunächst zurück ins Meer schwimmen, wurde einige Tage später jedoch ebenfalls in der Nähe tot angespült.
Zwischen dem 8. bis 20. Oktober 2025 ereignete sich eine Massenstrandung von 26 Orcas in der Bahía San Sebastián an der Atlantikküste von Feuerland (Argentinien). Die Tiere gehörten dem sehr seltenen „Ökotyp D“ an. Forschern zufolge wurde die Schule vermutlich vom Niedrigwasser in der Bucht eingeschlossen und verendete im Schlamm. Nach Abschluss der Untersuchungsergebnisse durch das Forschungsinstitut CADIC-CONICET verblieben zwei Skelette für dauerhafte wissenschaftliche Studien und Auswertungen in Ushuaia.
Vom 8. bis 12. Januar 2026 erfolgte eine Massenstrandung von 55 Grindwalen in zwei Gruppen an der Landzunge Farewell Spit in Neuseeland. Über 40 Tiere konnten durch den Einsatz von Hunderten Freiwilligen gerettet werden. Trotz erster Erfolge bei steigender Flut strandeten 15 Tiere im Laufe der darauffolgenden vier Tage aufgrund des extrem flachen Wassers immer wieder. Sechs Tiere verstarben an den Folgen des enormen Stresses oder mussten eingeschläfert werden.
20. Februar 2026: Fünf, teilweise noch lebende, Pottwalbullen wurden gestrandet auf der dänischen Nordseeinsel Fanø entdeckt. Die Kieferknochen wurden zur Untersuchung an die Universität Kopenhagen gesendet.
März/April 2026: ein Buckelwal, der in die wenig salzhaltige Ostsee schwamm, dort zunächst bei Timmendorfer Strand strandete, wo er mithilfe eines Baggers befreit wurde, dann bei der Insel Walfisch erneut strandete und sich selbst wieder befreite, um schließlich durch eine erneute Strandung bei der Insel Poel eine großangelegte Rettungsaktion auszulösen (siehe Timmy (Buckelwal)).
Bis Mitte Juli 2026: Massenstrandungen von bislang 145 toten Grauwalen entlang der nordamerikanischen Pazifikküste. Ein Großteil wurde an der US-Westküste im Bundesstaat Oregon und in Washington angespült und registriert. Untersuchungen der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) wiesen nach, dass die Kadaver primär Anzeichen von hochgradiger Unterernährung aufwiesen. Verursacht wird dies durch den Rückgang des Meereises in der Arktis. Infolgedessen finden die Grauwale in ihren dortigen Fressgründen nicht mehr ausreichende Mengen an Flohkrebsen (Amphipoden), ihrer Hauptnahrungsquelle, vor. Auf ihrer rund 15.000 bis 20.000 Kilometer langen Migration zu den Fortpflanzungsgebieten verbrauchen die Meeressäuger ihre körpereigenen Fettreserven fast vollständig und verenden durch Verhungern kurz vor dem Erreichen des Zielareals. Zudem dokumentieren Biologen des für die Region verantwortlichen Forschungsinstituts Cascadia Research bei mehreren im Juni untersuchten Tierkörpern Traumata und innere Verletzungen, bedingt durch Schiffskollisionen (englisch: Vessel Strikes).
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