Walter Hartenbach (* 12. Juli 1914 in Wiesbaden; † 18. Juni 2012) war ein deutscher Chirurg und Autor pseudowissenschaftlicher Bücher.
Nach seiner Habilitation 1952 war Hartenbach als Privatdozent Oberarzt an der Chirurgischen Universitätsklinik München. 1959 wurde er apl. Professor an der Ludwig-Maximilians-Universität München. 1964 wurde er Chefarzt der chirurgischen Abteilung der Dr.-Horst-Schmidt-Kliniken in Wiesbaden. Diese Tätigkeit übte er fast 20 Jahre aus. Seine Arbeitsgebiete waren unter anderem das Cushing-Syndrom, Verbrennungen und Karzinome.
Mildred Scheel war Doktorandin von Hartenbach.
Neben seiner Tätigkeit als Chirurg beschäftigte sich Hartenbach noch mit anderen Bereichen des medizinischen Umfeldes. So begann er 1980 mit der Auswertung von tausenden von Bildern straffälliger Personen und analysierte dabei die Ohrenstrukturen. 1993 veröffentlichte er darüber ein sehr umstrittenes, pseudowissenschaftliches Buch über seine „Methodischen Charakteranalysen anhand der Ohrstrukturen“. Er behauptete darin, dass die Ohrformen die wichtigsten Wesenszüge eines Menschen verraten würden. Im gleichen Jahr kam sein ebenfalls sehr umstrittener „Gesundheitsfahrplan“ auf den Markt.
2002 veröffentlichte der inzwischen 88-jährige Hartenbach das ebenfalls sehr kontrovers aufgenommene Buch Die Cholesterin-Lüge. Die darin aufgestellten Behauptungen wurden in der Folgezeit kritisiert. In diesem Buch stellte Hartenbach unter anderem die These auf, dass zwischen Rauchen und Krebs kein Zusammenhang bestehe.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Hartenbach, Walter |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Chirurg und Buchautor |
| GEBURTSDATUM | 12. Juli 1914 |
| GEBURTSORT | Wiesbaden |
| STERBEDATUM | 18. Juni 2012 |