Walter Niens

Walter Niens (* 14. Juli 1905 in Dortmund; † 22. Juni 1999) war ein deutscher Professor an der TU Berlin und Mitglied des Vorstandes der AEG.

Lebensstationen

Walter Niens, Sohn von Amalie Niens, geborener Kreitz, und des Eisenbahninspektors Emil Niens, studierte an der Universität Marburg, an der Universität Frankfurt am Main und an der Universität Kiel Naturwissenschaften, Elektrotechnik und Pädagogik. In Frankfurt trat er der Frankfurter Burschenschaft Arminia bei. Von der Technischen Hochschule Danzig, wo er von 1. April 1933 bis 1936 wissenschaftlicher Assistent war, wurde er 1935 mit der Dissertation Über Messung der Ergiebigkeit der Röntgenfluoreszenz mittels des Zählrohres zum Dr. rer. techn. promoviert.

Er arbeitete von 1936 bis 1938 als Assistent bei Telefunken, wurde 1938 Mitarbeiter, 1940 Betriebsdirektor des Forschungsinstituts und 1949 Technischer Direktor der Abteilung Zentrales Ausbildungswesen bei AEG bzw. AEG-Telefunken. Seit 1956 war Lehrbeauftragter der TU Berlin, ab 1958 Honorarprofessor für Arbeitswissenschaft an der TU Berlin und zuletzt im Vorstand des AEG-Konzerns tätig.

Im Jahr 1965 erhielt Niens das Bundesverdienstkreuz Erster Klasse, 1972 die Goldene Ehrenplakette vom Zentralverband der Elektrotechnischen Industrie.

Mitgliedschaften

Niens hatte verschiedene Ehrenämter inne. Niens wurde 1965 Ehrenmitglied der Berliner Mathematischen Gesellschaft, war von 1971 bis 1983 Vorstandsmitglied der Gesellschaft von Freunden der TU Berlin e. V. (Ehrenmitglied ab 1987) und wurde 1979 anlässlich des hundertjährigen Bestehens der TU Berlin deren Ehrenmitglied. Des Weiteren war Niens Ehrenmitglied (ab 1970) und Ehren-Vorstandsvorsitzender des Instituts für Technische Weiterbildung und Mitglied der Physikalischen Gesellschaft zu Berlin.

Grab auf dem Friedhof Berlin-Frohnau

Familie

Walter Niens war evangelisch, seit dem 3. Juli 1937 mit der zum Dr. phil. promovierten Liselotte Johanna Helene Niens, geborene Wülfing von Ditten und Tochter des Vizeadmirals Paul Wülfing von Ditten, verheiratet, mit der er zwei Kinder hatte, darunter der 1940 geborene Hans-Joachim Niens, welcher Marthe le Viseur heiratete.

Schriften (Auswahl)

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Willy Nolte (Hrsg.): Burschenschafter-Stammrolle. Verzeichnis der Mitglieder der Deutschen Burschenschaft nach dem Stande vom Sommer-Semester 1934. Berlin 1934, S. 351.
  2. ↑ Physikalische Gesellschaft zu Berlin: Frühere Vorstände 1949-1975
Personendaten
NAME Niens, Walter
KURZBESCHREIBUNG deutscher Manager und Hochschullehrer
GEBURTSDATUM 14. Juli 1905
GEBURTSORT Dortmund
STERBEDATUM 22. Juni 1999