Walter Salmen

Walter Salmen (* 20. September 1926 in Paderborn; † 2. Februar 2013 in Freiburg im Breisgau) war ein deutscher Musikwissenschaftler und Hochschullehrer. Er wirkte unter anderem als ordentlicher Professor für Musikwissenschaft in Innsbruck.

Wirken

Walter Salmen, geboren in Westfalen als Sohn von Elisabeth Salmen, geborene Hollmann, und des Obergerichtsvollziehers Josef Salmen, absolvierte das Gymnasium in der Wallfahrtsstadt Werl, studierte Musikwissenschaft, Geschichte, Philosophie, Komposition und Orgel an der Universität Heidelberg und wurde 1949 an der Universität Münster zum Dr. phil. promoviert. Von 1950 bis 1955 war Salmen Mitarbeiter des Deutschen Volksliedarchivs und von 1950 bis 1958 erhielt er ein Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Im Jahr 1959 habilitierte er sich an der Universität des Saarlandes und begann dort seine Lehrtätigkeit als Privatdozent. 1963 wurde er außerplanmäßiger Professor, 1964 Wissenschaftlicher Rat. Von 1966 bis 1972 war er Direktor des Musikwissenschaftlichen Instituts der Universität Kiel, wo er ab 1966 auch Ordinarius war. Ab 1974 war er Vorstand des Musikwissenschaftlichen Instituts der Universität Innsbruck. Zu dieser Zeit lebte er im Innsbrucker Stadtteil Arzl. Als Gast wirkte er auch in der Schweiz, in Israel und in den USA. Nach der Emeritierung im Jahr 1992 lebte er in Kirchzarten bei Freiburg im Breisgau und wirkte als Honorarprofessor an der Universität Freiburg. Seit 1980 war er Mitglied des Johann-Gottfried-Herder-Forschungsrats.

Salmen war in erster Ehe verheiratet mit der Psychologin Margarete Salmen, geborene Marx (* 7. September 1918, † 17. Oktober 1979), in zweiter Ehe ab 1981 mit der Flötistin und Musikwissenschaftlerin Gabriele Busch-Salmen (* 1951). Er hatte drei Kinder (Edith, Lothar und Martin).

Veröffentlichungen (Auswahl)

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Gabriele Busch-Salmen: Biografie. In: Walter Salmen. Abgerufen am 7. Juni 2022.
  2. ↑ Fünfunddreißig Jahre Forschung über Ostmitteleuropa, Marburg 1985, S. 276.