


Walther Max Haage (* 27. November 1899 in Erfurt; † 22. April 1992 ebenda) war ein deutscher Gärtner, Botaniker und Sachbuchautor. Sein offizielles botanisches Autorenkürzel lautet „W.Haage“.
Walther Haage war der Sohn von Ferdinand Haage und Urenkel des Gründers der Erfurter Gärtnerei Kakteen-Haage Friedrich Adolph Haage. Er initiierte und finanzierte bis zum Zweiten Weltkrieg zahlreiche Kakteenexpeditionen unter anderem von Alberto Vojtěch Frič, Hans Wilhelm Viereck und Curt Backeberg. Nach der Gründung der DDR war er zunehmend staatlichen Repressalien ausgesetzt. 1972 muss er als letzter der Erfurter Versandgärtner den Familienbetrieb in staatliche Hand abgeben. Er verlor damit seine Tätigkeit und konzentrierte sich fortan auf seine wissenschaftliche Arbeiten, tauschte sich im Briefwechsel mit internationalen Kakteenwissenschaftlern aus und begann sein umfangreiches Wissen zu publizieren. Bekannt wurde er als Autor von Büchern über die Aufzucht und Pflege von Kakteen. Sein bekanntestes Werk ist das Kakteenlexikon Kakteen von A bis Z. 1990 verlieh ihm die Internationale Organisation für Sukkulentenforschung (IOS) für sein Lebenswerk den Cactus d’Or.
Walther Haage heiratete 1928 Lotte Söhlemann (1906–2001). Aus der Ehe gingen die Kinder Margarete (1929–2015), Ingeburg (* 1931), Helga (* 1932) und Hans-Friedrich (* 1942) hervor. Sein Sohn Hans-Friedrich Haage reprivatisierte die Gärtnerei nach der politischen Wende 1990.
Ihm zu Ehren wurde die Gattung Haageocereus Backeb. der Pflanzenfamilie der Kakteengewächse (Cactaceae) benannt. Auch die folgenden Pflanzenarten wurden nach ihm benannt:
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Haage, Walther |
| ALTERNATIVNAMEN | Haage, Walther Max (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Gärtner, Botaniker und Sachbuchautor |
| GEBURTSDATUM | 27. November 1899 |
| GEBURTSORT | Erfurt |
| STERBEDATUM | 22. April 1992 |
| STERBEORT | Erfurt |