Arbeitsgebiete sind Bionik, Biodiversitätsforschung und Systematik. Seine Arbeiten an Pflanzen und tropischen Ökosystemen sowie makroökologische Analysen führten zu den ersten präzisen Weltkarten der geographischen Verteilung der globalen Biodiversität. Er hat sich früh mit den negativen Folgen des Klimawandels, des ungebremsten Wachstums und der Globalisierung beschäftigt. Barthlott ist ein weltweit bedeutender Pionier der biologischen Grenzflächenforschung und ihrer technischen Umsetzung. Er entdeckte und beschrieb 1977–1996 den Lotoseffekt und entwickelte daraus neuartige selbstreinigende und ab 2002 permanent unter Wasser lufthaltende (Salvinia-Effekt) technische Oberflächen zur Reibungsreduktion bei Schiffen und zur Entfernung von Ölfilmen auf Gewässern. Sie führten zu einem Paradigmenwechsel in weiten Bereichen der Grenzflächenphysik und Materialwissenschaften. Barthlott war Lehrstuhlinhaber und Direktor am Nees-Institut für Biodiversität der Pflanzen und der Botanischen Gärten der Universität Bonn und wurde mit zahlreichen Preisen (u.a. Deutscher Umweltpreis) und Mitgliedschaften (u.a. Deutsche Akademie der Wissenschaften Leopoldina, Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz) ausgezeichnet.
Leben
Wilhelm Arthur Barthlott entstammt einer Familie französischer Hugenotten, die mit Jean Jacques Barthelot 1698 aus dem Rhône-Tal in die Markgrafschaft Baden-Durlach kamen, die Fachwerkhäuser der mütterlichen Familie Hilpp von Bauern, Winzern und Bürgermeistern standen schon im 15. Jhdt. in dem zum Kloster Maulbronn gehörenden Zaisenhausen. Barthlott studierte nach dem Abitur in Bruchsal und dem Wehrdienst Biologie mit den Nebenfächern Physik, Chemie und Geographie an der Universität Heidelberg. Er promovierte 1973 über Systematik und Biogeographie bei Werner Rauh, mit dem ihn jahrzehntelange Zusammenarbeit und Forschungsreisen verbanden. Nach der Habilitation folgte er 1982 einem Ruf an die Freie Universität Berlin. 1985 nahm er einen Ruf an die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn an, als Lehrstuhlinhaber und Direktor des Botanischen Gartens in der Nachfolge von C. G. Nees von Esenbeck, L. C. Treviranus und Eduard Strasburger. Weitere Rufe lehnte er ab. Er war Mitglied in Gremien der universitären Selbstverwaltung (u.a. Senat 2002–2004) und in internationalen und nationalen Komitees (u.a. 1998–2001 Nationalkomitee MAB „Mensch und Biosphäre“). Barthlott gründete in Bonn 1992 mit Gustav Schoser und Wolfram Lobin den Verband Botanischer Gärten, der erste Dachverband, in dem heute beinahe alle Gärten in Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammengeschlossen sind. Bei der Durchsetzung vieler Vorhaben stand die mit Barthlott über viele Jahrzehnte eng befreundete Loki Schmidt zur Seite. Barthlott war 2003 Gründungsdirektor des Nees-Instituts für Biodiversität der Pflanzen. Sowohl der 400 Jahre alte Garten als auch das Institut wurden von ihm umstrukturiert und erweitert.
Barthlott ist seit 2011 emeritiert, leitete aber bis 2014 das Langzeitvorhaben Biodiversität im Wandel der Akademie der Wissenschaft und Literatur Mainz. 2010 konzipierte er das Biodiversity Network Bonn BION, das 2014 mit seinem Nachfolger Maximilian Weigend implementiert wurde. Er leitete bis 2022 die Arbeiten zur Umsetzung des von ihm entdeckten Lotus-Effekts und Salvinia-Effekts im Rahmen von laufenden Forschungsvorhaben.
Tropenökologie, Biodiversitätskartierung, Umwelt- und Klimawandel
Den ersten Forschungsreisen mit Werner Rauh nach Marokko, Ecuador, Peru und Brasilien folgten 1975–1976 langfristige Aufenthalte in der Elfenbeinküste zur Einrichtung der drei Nationalparks Comoé, Tai (beide heute UNESCO-Weltnaturerbe) und Azagny im Auftrag der GTZ. Arbeiten in Westafrika im Rahmen des DFG-Schwerpunktes „Mechanismen der Aufrechterhaltung tropischer Diversität“ mit Karl Eduard Linsenmair sowie in Madagaskar zu Studien tropischer Modellökosysteme wie Inselbergen (vgl. Porembski & Barthlott 2000) und Epiphyten im Kronenbereich von Regenwäldern in Ecuador und Venezuela (Surumoni-Projekt) folgten. Ein weiteres Arbeitsgebiet war die globale Kartierung von Biodiversität und deren makroökologischen kausalen Abhängigkeiten. Ein Schwerpunkt war die globale Analyse von ozeanischen Inseln, die heute u. a. von seinem Schüler Holger Kreft weitergeführt werden. Seine Weltkarte der Biodiversität ist in zahlreiche Lehrbücher eingegangen. Im Rahmen der von ihm mit-initiierten BMBF-BIOTA AFRIKA-Projekte wurden die Biodiversitätsmuster am Modellkontinent Afrika analysiert und Folgen des Klimawandels untersucht.
Barthlott hat früh auf den Klimawandel (z.B. 1990 im 2. Bericht der Enquete-Kommission zur Vorsorge zum Schutz der Erdatmosphäre) und die nicht reparablen Änderungen durch invasive Arten als Folge der Globalisierung und damit Reduktion der globalen Biodiversität und die notwendigen politischen Schritte in den Industrieländern verwiesen und sich für die Rechte der „Entwicklungsländer“ eingesetzt: Deutlich in einem knapp einstündigen ARD-Fernsehgespräch mit Alfred Thorwarth am Sonntagnachmittag der Bundestagswahl 1994. Später hat er sich im Detail mit Szenarien der Auswirkung des Klimawandels auf die globalen Biodiversitätsmuster beschäftigt.
Barthlott stiftete 1996 den Förderpreis Biodiversität der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz und gründete 1997 das deutsche Sekretariat Diversitas des Biodiversitätsprogrammes von UNESCO und IUBS und war dessen Chairman bis 2001. Von 1998 bis 2001 war er Mitglied des Deutschen Nationalkomitees Mensch und Biosphäre der UNESCO und des BMU. „Biodiversity – a challenge for development research and policy“ war der Titel seiner in Bonn 1997 veranstalteten Konferenz, an dem u.a. Dennis Meadows, José Lutzenberger, Eckart Ehlers, Pierre Ibisch und die Umweltkünstler Helen Mayer & Newton Harrison teilnahmen. Im gleichen Jahr veranstaltete er das bilaterale Symposium „Biodiversity of Colombia“ unter aktiver Teilnahme von Angela Merkel und kolumbianischer Regierungsvertreter. Für die Folgeveranstaltung COP9 der CBD organisierte er im Mai 2008 die Vorkonferenz „Biodiversity Research - Safeguarding the future“. Er hat für CITES bei der Erstellung der „Roten Listen“ gefährdeter Pflanzen mitgearbeitet und hielt zuletzt im Januar 2010 einen der Plenarvorträge zur Eröffnung des „International Year of Biodiversity“ bei der UNESCO in Paris.
In den letzten Jahren beschäftigt er sich u.a. mit der Rolle von Religionen beim Erhalt der Natur. Für sein „grenzüberschreitendes innovatives Denken“ wurde Barthlott 2001 der GlobArt Award verliehen, mit dem u. a. Yehudi Menuhin, Hans Küng, Václav Havel und Ernesto Cardenal ausgezeichnet wurden.
Systematik und Evolution
Die systematisch-taxonomischen Arbeiten von Barthlott konzentrieren sich auf die Erforschung der Vielfalt bestimmter Gruppen der Bedecktsamer und auf Monographien zur Ultraviolett-Reflexion von Blüten. Systematische und ökologische Interessen an Fleischfressende Pflanzen führten unter anderem zur Entdeckung der ersten protozooenfangenden Pflanze, der Reusenfallen (Genlisea) mit dem kleinsten Genom aller Blütenpflanzen, an der sein Schüler Eberhard Fischer beteiligt war.
Die elektronenmikroskopischen Analysen der Oberflächenstrukturen erlaubten sehr früh die moderne Umgrenzung bestimmter Großgruppen der Einkeimblättrigen
Wilhelm Barthlott war der erste Wissenschaftler, der ab 1970 systematisch im großen Maßstab die Raster-Elektronenmikroskopie zur Erforschung biologischer Oberflächen und ihrer physikalischen Funktionalitäten einsetzte. Daraus resultierten hunderte Publikationen und 1977 die Entdeckung des Selbstreinigungseffektes superhydrophober mikro- und nanostrukturierter Oberflächen in der weltweit ersten Monographie zur Feinstruktur biologischer Oberflächen. Er schuf 1992 dafür den Begriff „Lotus-Effekt“, mit seinem Schüler Christoph Neinhuis erfolge die weitere Aufklärung und unter dem Markennamen Lotus-Effekt® wurde die Entdeckung nach 1996 industriell umgesetzt. Die daraus resultierenden Produkte werden heute alltäglich weltweit eingesetzt. Johann-Gerhard Helmcke und Werner Nachtigall waren schon Mitte der 70er Jahre auf diese bionischen Arbeiten aufmerksam geworden und banden Barthlott in die Seminare von Frei Otto am Institut für leichte Flächentragwerke an der Technischen Hochschule Stuttgart ein. Die grundlegenden Arbeiten zum Lotus-Effekt führten zu einem Paradigmenwechsel in den Materialwissenschaften und zählen heute in den Pflanzen- und Materialwissenschaften mit zu den weltweit am höchsten zitierten Arbeiten. Die Physik der scheinbar einfachen Selbstreinigung ist aber bis heute noch nicht vollständig verstanden. 2022 gelang der Nachweis, dass es reversibel superhydrophobe Cyanobakterien gibt und der Hassallia-Effekt vermutlich bereits eine wichtige Rolle als „key innovation“ bei der Eroberung des neuen Lebensraumes Land im Präkambrium vor über einer Milliarde Jahren spielte. Die lange komplizierte Entdeckungsgeschichte des Lotus-Effektes wurde mehrfach dargestellt.
Weitere Arbeiten ab 2002 führten zur Entdeckung des nach dem Schwimmfarn benannten Salvinia-Effekt (unter Wasser langfristig lufthaltende Oberflächen), dem ein hochkomplexes physikalisches Prinzip zugrunde liegt (Barthlott et al. 2010). Eine technische Anwendung ist die „passive Air Lubrication“ in der Schifffahrt: Durch eine Reduktion des Reibungswiderstandes durch eine Luftschicht könnten Schiffe möglicherweise über 20% ihres Treibstoffverbrauches einsparen, eine Zahl von hoher ökonomischer und klimarelevanter Bedeutung. Andere Anwendungen finden sich in der Sensorik, hauptsächlich aber bei der Entfernung von Ölverunreinigungen auf Gewässern durch Adsorption und Transport an biomimetischen künstlichen Salvinia-Oberflächen.
Barthlott verwies sehr früh darauf, dass oberflächenaktive Substanzen wie Tenside in der Landwirtschaft erhebliche Schäden anrichten können und dass zur Bionik untrennbar auch die Nachhaltigkeit ihrer Technologien gehört. Er war Gründungsmitglied des deutschen Bionik-Kompetenznetzwerkes (BIOKON) und der International Society of Bionic Engineering (ISBE) in Beijing sowie in Editorial Boards führender Zeitschriften tätig.
Es erscheinen heute jährlich über 2000 wissenschaftliche Publikationen basierend auf den physikalischen Barthlott-Effekten „which can be considered the most famous inspiration from nature ….and has been widely applied…in our daily life and industrial productions“.
Barthlott hat sich bemüht mit populärwissenschaftlichen Büchern und Vorträgen ein breites Publikum zu erreichen und war z.B. 1991–1995 Präsident der Deutschen Kakteen-Gesellschaft. Seine Arbeiten wurden mit zahlreichen bedeutenden Preisen ausgezeichnet (siehe Auszeichnungen und Aktivitäten).
Die erste präzise Weltkarte der Biodiversität von Pflanzen (überarbeitete Fassung Barthlott et al. 2014) zeigt die geographische Verteilung der globalen Biodiversität
Das Blatt der Heiligen Lotusblume (Nelumbo) ist selbstreinigend: mit Wasser wird Schmutz abgespült.
Wassertropfen auf einem Biofilm des Cyanobacteriums Hassallia:. Superhydrophobie und der Hassalia-Effekt entstanden in der Evolution vermutlich bereits vor über einer Milliarde Jahren und spielten vielleicht eine Rolle als Schlüsselinnovation bei der Eroberung des Lebensraumes Land
Nach dem lufthaltenden Schwimmfarn Salvinia molesta ist der Salvinia-Effekt benannt, der eine Technologie (passive air lubrication) zur Reibungs- und Treibstoffreduktion bei Schiffen von bis zu 20% ermöglichen soll.
Der Honiglöffel mit Lotus-Effekt war 1994 an der Universität Bonn der weltweit erste technische Prototyp zur Demonstration der Selbstreinigung
Lotus-Effekt auf einem Textil: aufgebrachter Staub wird mit Tomatenketchup abgewaschen
Auszeichnungen und Mitgliedschaften
1973: Beginn der Raster-Elektronenmikroskopischen Arbeiten an biologischen Oberflächen
1976–1977: Feldarbeiten Elfenbeinküste zur Einrichtung von drei Nationalparks
2005: Innovationspreis Bundesministerium für Bildung und Forschung
2006: Erster Preis Hochschulwettbewerb „Patente Erfinder“ Nordrhein-Westfalen
2007: Maecenas-Medaille
2008: Organisation der Vorkonferenz „Biodiversity Research – Safeguarding the Future“ der COP9 zur CBD
2010: Gründungsmitglied und bis 2026 Director of the Board der International Society of Bionic Engineering (ISBE), 2025: Wahl zum Mitglied der International Academy of Bionic Sciences, Beijing
Die Pflanzengattung Barthlottia sowie mehrere Pflanzenarten und 2021 der Eingangsweg in den Botanischen Garten Bonn wurden nach Barthlott benannt
Publikationen (Auswahl)
Die Publikationen umfassen rund 500 Arbeiten (darunter zahlreiche Bücher).
Wilhelm Barthlott et al. (2022): Superhydrophobic terrestrial Cyanobacteria and land plant transition. In: Front. Plant. Sci, doi:10.3389/fpls.2022.880439
Wilhelm Barthlott (2020): Plants and nature in Bible and Quran - how respect for nature connects us. - S. 233–244 in Proceed. Conf. “Science and Actions for Species Protection: Noah’s Arks for the 21st Century”, Mai 2019, Eds. Joachim von Braun et al. – Pontifical Academy of Sciences PAS, Vatican City (siehe auch PDF)
Wilhelm Barthlott et al. (2020): Adsorption and transport of oil on biological and biomimetic superhydrophobic surfaces – a novel technique for oil-water separation - 15 S., Phil Trans. Roy. Soc. A. doi:10.1098/rsta.2019.0447
Sié Sylvestre Da et al. (2018): Plant Biodiversity Patterns along a climatic gradient and across protected areas in West Africa In: African Journal of Ecology, doi:10.1111/aje.12517
Matthias Mail et al. (2019): A new bioinspired method for pressure and flow sensing based on the underwater air retaining surfaces of the backswimmerNotonecta – Beilstein J. Nanotechnology 9, 3039–3047, doi:10.3762/bjnano.9.282, PDF
Jan Busch et al. (2018): Bionics and Green Technology in Maritime Shipping: An Assessment of the Effect of Salvinia Air-Layer Hull Coatings for Drag and Fuel Reduction – Phil. Trans. Royal Soc. A, (Vol. 377), London – doi:10.1098/rsta.2018.0263
Wilhelm Barthlott et al. (2017): Plant Surfaces: Structures and Functions for Biomimetic Innovations. – Nano-Micro Letters, 9:23, doi:10.1007/s40820-016-0125-1
Wilhelm Barthlott et al. (2016): Bionics and Biodiversity – Bio-inspired Technical Innovation for a Sustainable Future. – in: “Biomimetic Research for Architecture: Biologically-Inspired Systems”, S. 11–55, (Eds.: J. Knippers et al.), Springer Publishers. doi:10.1007/978-3-319-46374-2
Wilhelm Barthlott, Daud Rafiqpoor (2016): Biodiversität im Wandel – Globale Muster der Artenvielfalt. In: Lozán et al. (Edts): Warnsignal Klima: Die Biodiversität, S. 44–50. In Wissenschaftliche Auswertungen/GEO PDF
Wilhelm Barthlott et al. (2015): Biogeography and Biodiversity of Cacti. – Schumannia 7, S. 1–205, PDF
Wilhelm Barthlott et al. (2014): Orchid seed diversity: A scanning electron microscopy survey. – Englera 32, S. 1–244. PDF
Zdenek Cerman, Wilhelm Barthlott, Jürgen Nieder (2011): Erfindungen der Natur: Bionik – Was wir von Pflanzen und Tieren lernen können. 3. Auflg., 280 S., Rowohlt
Jan Henning Sommer et al. (2010): Projected impacts of climate change on regional capacities for global plant species richness. Proc. Royal Soc. doi:10.1098/rspb.2010.0120
Wilhelm Barthlott et al. (2010): The Salvinia paradox: Superhydrophobic surfaces with hydrophilic pins for air-retention under water. Advanced Materials 22: S. 1–4, doi:10.1002/adma.200904411
Gerold Kier et al. (2009): A global assessment of endemism and species richness across island and mainland regions. PNAS 106 (23): doi:10.1073/pnas.0810306106
Wilhelm Barthlott et al. (2009): A torch in the rainforest: thermogenesis of the Titan arum (Amorphophallus titanum). Plant Biol. 11 (4): S. 499–505 doi:10.1111/j.1438-8677.2008.00147.x
Johann Greilhuber et al. (2006): Smallest angiosperm genomes found in Lentibulariaceae, with chromosomes of bacterial size. Plant Biol. 8: S. 770–777 doi:10.1055/s-2006-924101
Wilhelm Barthlott et al. (2004): Karnivoren. Biologie und Kultur fleischfressender Pflanzen. Ulmer – Englisch (2007): The curious world of carnivorous plants. Timber Press, USA, französisch (2008): Plantes Carnivores, Belin, Paris
Thomas Borsch et al. (2003): Noncoding plastid trnT-trnF sequences reveal a well resolved phylogeny of basal angiosperms. J. Evol. Biol. 16: S. 1–19 doi:10.1046/j.1420-9101.2003.00577.x
Wilhelm Barthlott, Matthias Winiger (eds.) (2001): Biodiversity. A challenge for development research and policy. 429 S., Springer doi:10.1007/978-3-662-06071-1
Stefan Porembski, Wilhelm Barthlott (eds.) (2000): Inselbergs: biotic diversity of isolated rock outcrops in tropical and temperate regions. 528 S., Springer doi:10.1007/978-3-642-59773-2
Wilhelm Barthlott et al. (1998): First protozoa-trapping plant found. Nature 392: 447 doi:10.1038/33037
Manfred Kraemer, Wilhelm Barthlott (eds.) (1998): Biodiversity of Colombia. Proceedings of the Bilateral Symposium Bonn, Nov. 1997, Foreword by Angela Merkel, Cuvilier, Göttingen, 139 pp.
Wilhelm Barthlott, Christoph Neinhuis (1997): Purity of the sacred lotus, or escape from contamination in biological surfaces. Planta 202: S. 1–8 doi:10.1007/s004250050096
Wilhelm Barthlott et al. (1996): Global distribution of species diversity in vascular plants: towards a world map of phytodiversity. Erdkunde 50: S. 317–327 doi:10.3112/erdkunde.1996.04.03
Thomas Wagner, Christoph Neinhuis, Wilhelm Barthlott (1996): Wettability and contaminability of insect wings. Acta Zoologica 77 (3): 213–225 doi:10.1111/j.1463-6395.1996.tb01265.x
Barbara Burr, Dorothea Rosen, Wilhelm Barthlott (1995): Untersuchungen zur Ultraviolettreflexion von Angiospermenblüten. III. Dilleniidae und Asteridae. 186 S., Akad. Wiss. Lit. Mainz. F. Steiner Verlag, Stuttgart. PDF
Wilhelm Barthlott (1992): Die Selbstreinigungsfähigkeit pflanzlicher Oberflächen durch Epicuticularwachse. S. 117–120 in: „Verantwortung für die Zukunft - Klima- und Umweltforschung an der Universität Bonn“, PDF
Georg Noga et al. (1991): Quantitative evaluation of epicuticular wax alterations as induced by surfactant treatment. Angew. Bot. 65: S. 239–252
Wilhelm Barthlott (1990): Scanning electron microscopy of the epidermal surface in plants. In: Claugher, D. (ed.) Application of the scanning EM in taxonomy and functional morphology. Systematics Association Special Volume S. 69–94. Clarendon Press and Oxford University Press
Wilhelm Barthlott (1977): Kakteen, 212 S., Belser (English; Cacti, Stanley Thornes 1979; auch französische und holländische Ausgaben)
Wilhelm Barthlott, Nesta Ehler (1977): Raster-Elektronenmikroskopie der Epidermis-Oberflächen von Spermatophyten. 105 S., Akad. Wiss. Lit. Mainz., F. Steiner Verlag, Stuttgart, PDF
↑Die Vorfahren kamen 1698 mit dem siebenjährigen Jean Jacques Barthelot unter Führung von Henri Arnaud über die Dauphiné und Lausanne auf das Gebiet des Klosters Maulbronn in Württemberg und gründeten mit anderen Flüchtlingen die Hugenottenkolonie Corres im Enzkreis. Er zieht 1740 nach Bretten-Gölshausen, und sein gleichnamiger Enkel Jean Jacques Barthelot heiratet ins nahe Zaisenhausen (Kraichgau), der Namen wird dort eingedeutscht zu Johann Heinrich Barthlott. Die väterlich-großmütterlichen schwäbischen App waren seit 1677 in Zaisenhausen ansässig. Durch die Kirchenbücher und Archive des Klosters Maulbronn sind alle anderen Vorfahren über den Dreißigjährigen Krieg hinaus bis ca. 1540 lückenlos dokumentiert: Die Fachwerkhäuser der Familien Hilpp, Eigenmann, Fesembeck und Heinzmann waren schon im Lagerbuch des Klosters von 1527 gelistet und blieben teilweise in unveränderter Lage in Zaisenhausen bis ins 20. Jhdt. erhalten. Der Theologe Johann Vesembeck gehört in diese Verwandtschaft. – Quellen: Herzer & Dauth: Zaisenhausen (Bad. Ortssippenbücher Band 27), Frankfurt 1972 und Hensgen: Zaisenhausen – aus der Geschichte eines Kraichgaudorfes, Bretten 2022.
↑Wolfgang Alt, Klaus Peter Sauer:Biologie an der Universität Bonn. Eine 200-jährige Ideengeschichte. In: Bonner Schriften zur Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte. Band8. V&R unipress, 2016 ((hdl.handle.net)).
↑Barthlott, W. (1979): Vegetation des Azagny-Reservats (Elfenbeinküste), Barthlott, W. (1979): Vegetation des Tai-Nationalparks (Elfenbeinküste), Barthlott, W. & D. Leipold (1979): Vegetation des Comoe-Nationalparkes – in: Gegenwärtiger Status der Comoé- und Tai-Nationalparks sowie des Azagny-Reservats und Vorschläge zu deren Erhaltung und Entwicklung. - Feasibility-Studien für das Ministerium für Gewässer und Forsten der Republik Elfenbeinküste im Rahmen der Technischen Zusammenarbeit zwischen der Republik Elfenbeinküste und der Bundesrepublik Deutschland (GTZ-PN 73.2085.6.-01.100), - 4 Bände. Kronberg, Eschborn
↑Wilfried Morawetz:Biodiversity: A Challenge for Development Research and Policy. Springer, Berlin / Heidelberg 2001, The Surumoni project: The botanical approach toward gaining an interdisciplinary understanding of the functions of the rain forest canopy, S.71–80, doi:10.1007/978-3-662-06071-1_6.
↑Wilhelm Barthlott et al.: Global distribution of species diversity in vascular plants: Towards a world map of phytodiversity. In: Erdkunde. 1996, Band 50, Nummer 1 doi:10.3112/erdkunde.1996.04.03.
↑Gerold Kier, Holger Kreft, Tien Ming Lee, Walter Jetz, Pierre L. Ibisch, Christoph Nowicki, Jens Mutke, Wilhelm Barthlott: A global assessment of endemism and species richness across island and mainland regions. In: Proceedings of the National Academy of Sciences. 2009, Band 106, Nummer 23, S.9322–9327 doi:10.1073/pnas.0810306106.
↑Eintrag auf der Seite des BMBF-BIOTA AFRIKA-Projektes.
↑Jan Henning Sommer, Holger Kreft, Gerold Kier, Walter Jetz, Jens Mutke, Wilhelm Barthlott: Projected impacts of climate change on regional capacities for global plant species richness. In: Proceedings of The Royal Society B: Biological Sciences. 2010, Band 277, Nummer 1692, S.2271–2280 doi:10.1098/rspb.2010.0120.
↑Alfred Thorwarth im Gespräch mit Wilhelm Barthlott - Reihe Zukunftsgespräche: Die Jagd nach dem grünen Gold – knapp einstündiger Fernsehbeitrag (ARD-WDR) am Sonntagnachmittag der Bundestagswahl 16.10. 1994, wenige Wochen vor der ersten Rio-Folgekonferenz COP1 in Nassau (Bahamas). – vgl. dazu 2009 den Beitrag zur COP9 https://www.dbu.de/OPAC/ab/DBU-Abschlussbericht-AZ-25976.pdf
↑Sommer, Kreft, Kier, Jetz, Mutke & Barthlott: Projected impacts of climate change on regional capacities for global plant species richness. In: Proceedings of The Royal Society B: Biological Sciences. 2010, Band 277, Nummer 1692, S. 2271–2280, doi:10.1098/rspb.2010.0120
↑Kraemer & Barthlott (eds.) (1998): Biodiversity of Colombia. Proceedings of the Bilateral Symposium Bonn, Nov. 1997. Foreword by Angela Merkel, Cullivier Verlag, Göttingen, 139 pp.
↑z. B. Barthlott & Rafiqpoor (2016): Biodiversität im Wandel – Globale Muster der Artenvielfalt. In: Lozán et al. (Edts): Warnsignal Klima: Die Biodiversität, S. 44–50. In Wissenschaftliche Auswertungen/GEO PDF, und Barthlott (2020): Plants and nature in Bible and Quran - how respect for nature connects us. - S. 233–244 in Proceed. Conf. “Science and Actions for Species Protection: Noah’s Arks for the 21st Century”, Mai 2019, Eds. Joachim von Braun et al. – Pontifical Academy of Sciences PAS, Vatican City (PDF)
↑Burr, B., Rosen, D. & W. Barthlott (1995): Untersuchungen zur Ultraviolettreflexion von Angiospermenblüten. Band III. Dilleniidae und Asteridae. 186 Seiten, Akad. Wiss. Lit. Mainz. F. Steiner Verlag, Stuttgart. PDF
↑Wilhelm Barthlott, Stefan Porembski, Eberhard Fischer, Björn Gemmel: First protozoa-trapping plant found. In: Nature. 1998, Band 392, Nummer 6675, S.447 doi:10.1038/33037.
↑J. Greilhuber, T. Borsch, K. Müller, A. Worberg, S. Porembski, W. Barthlott: Smallest Angiosperm Genomes Found in Lentibulariaceae, with Chromosomes of Bacterial Size. In: Plant Biology. 2006, Band 8, Nummer 6, S.770–777 doi:10.1055/s-2006-924101
↑W. Barthlott (1990): Scanning electron microscopy of the epidermal surface in plants. In: Claugher, D. (Hrsg.): Application of the scanning EM in taxonomy and functional morphology. Systematics Associations Special Volume. Clarendon Press, Oxford: S. 69–94.
↑W. Barthlott, N. Ehler:Raster-Elektronenmikroskopie der Epidermis-Oberflächen von Spermatophyten. Steiner, 1977, ISBN 3-515-02620-7.PDF
↑Barthlott, W. (1992): Die Selbstreinigungsfähigkeit pflanzlicher Oberflächen durch Epicuticularwachse. S. 117–120 (Lotus Effect and cover illustrations) In: „Verantwortung für die Zukunft - Klima- und Umweltforschung an der Universität Bonn“, PDF
↑Barthlott, W. & N. Ehler (1977): Raster-Elektronenmikroskopie der Epidermis-Oberflächen von Spermatophyten. Trop. subtrop. Pflanzenwelt 19, Akad. Wiss. Lit. Mainz. F. Steiner Verlag, Stuttgart, 105 S. PDF
↑W. Barthlott (1992): Die Selbstreinigungsfähigkeit pflanzlicher Oberflächen durch Epicuticularwachse. In: Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn (Hrsg.) Klima- und Umweltforschung an der Universität Bonn: 117-120. PDF.
↑Florian Geyer, Maria D’Acunzi, Azadeh Sharifi-Aghili, Alexander Saal, Nan Gao, Anke Kaltbeitzel, Tim Frederik Sloot, Rüdiger Berger, Hans‐Jürgen Butt, Doris Vollmer: When and how self-cleaning of superhydrophobic surfaces works. In: Science Advances. 2020, Band 6, Nummer 3 doi:10.1126/sciadv.aaw9727.
↑W. Barthlott, B. Büdel, M. Mail, K. M. Neumann, D. Bartels, E. Fischer: Superhydrophobic Terrestrial Cyanobacteria and Land Plant Transition. In: Frontiers in Plant Science. 2022, Band 13 doi:10.3389/fpls.2022.880439.
↑Forbes, P. (2006) The Gecko’s Foot. – Fourth Estate, HarperCollins, New York, 272 S.
↑Cerman, Z., Barthlott, W. & J. Nieder (2011): Erfindungen der Natur: Bionik – Was wir von Pflanzen und Tieren lernen können. 3. Aufl., 280 S., Rowohlt-Verlag
↑W. Barthlott (2023): The Discovery of the Lotus Effect as a Key Innovation for Biomimetic Technologies. In: Handbook of Self-Cleaning Surfaces and Materials: From Fundamentals to Applications, Kapitel 15, S. 359–369 doi:10.1002/9783527690688.ch15
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↑M. Mail, A. Klein, H. Bleckmann, A. Schmitz, T. Scherer:A new bioinspired method for pressure and flow sensing based on the underwater air-retaining surface of the backswimmer Notonecta. In: Beilstein Journal of Nanotechnology. Band9, 14.Dezember 2018, ISSN2190-4286, S.3039–3047, doi:10.3762/bjnano.9.282, PMID 30591851, PMC6296424(freier Volltext).
↑W. Barthlott, M. Moosmann, I. Noll, M. Akdere, J. M. S. Wagner, N. Roling, L. Koepchen-Thomä, M. A. K. Azad, K. Klopp, T. Gries, M. Mail: Adsorption and superficial transport of oil on biological and bionic superhydrophobic surfaces: a novel technique for oil–water separation. In: Philosophical Transactions of the Royal Society A. 2020, Band 378, Nummer 2167, S.20190447 doi:10.1098/rsta.2019.0447.
↑L. Beek, W. Barthlott, M. Mail, K. Klopp, T. Gries: Self-Driven Sustainable Oil Separation from Water Surfaces by Biomimetic Adsorbing and Transporting Materials. In: Separations. 2023, Band 10, Nummer 12, S.592 doi:10.3390/separations10120592 (PDF).
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