Der Wanderverband Bayern ist der landesweite Dachverband für derzeit 16 Gebirgs- und Wandervereine in Bayern mit insgesamt etwa 100.000 Mitgliedern. Er ist der mitgliederstärkste und flächenmäßig größte Landesverband im Deutschen Wanderverband. Die vollständige Bezeichnung des Wanderverbands Bayern lautet: Landesverband Bayern der Deutschen Gebirgs- und Wandervereine e.V. Er ist ein eingetragener Verein im Vereinsregister Nürnberg, VR 1144. Sitz der Geschäftsstelle ist Bischberg bei Bamberg.
Der Wanderverband Bayern wurde 1972 in Bad Steben gegründet. Er vertritt die Interessen seiner derzeit 16 Mitgliedsvereine auf Landes- und Bundesebene. Satzungsgemäße Ziele des Verbandes sind u. a.:
Für die Aufgaben der Aus- und Weiterbildung betreibt der Wanderverband Bayern die Heimat- und Wanderakademie Bayern. An der Akademie werden u. a. DWV-Wanderführer® und Zertifizierte Natur- und Landschaftsführer (BANU) aus- und fortgebildet, außerdem Gesundheitswanderführer nach den Richtlinien des Deutschen Wanderverbands.
Der Wanderverband Bayern besitzt einen von einer Vertreterversammlung der Mitgliedsvereine auf vier Jahre gewählten Vorstand, an dessen Spitze das Präsidium steht. Die letzten Wahlen fanden am 9. März 2019 statt. Amtierender Präsident ist Dr. Gerhard Ermischer vom Spessartbund e.V., die amtierenden Vizepräsidenten sind Karlheinz Schuster vom Fränkischen Albverein e.V. und Uwe Brüggmann vom Spessartbund e.V.
Zum Vorstand gehören außerdem die gewählten Fachwarte, die den Fachbereichen vorstehen. Die Fachbereiche sind: Familie, Jugend, Kultur, Naturschutz, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Wandern, Wege (geteilt in die Aufgabenbereiche Wege-Förderung und Wege-Management).
Derzeit sind im Wanderverband Bayern 16 Gebirgs- und Wandervereine aus Bayern organisiert:
Außerdem hat der Wanderverband Bayern aktuell zwei institutionelle Mitglieder:
Der Wanderverband Bayern erhält vom Freistaat Bayern Fördermittel für die Anlage und den Unterhalt des Wanderwege-Netzes in Bayern. Die Mitgliedsvereine des Wanderverbands Bayern markieren und pflegen ein Wanderwege-Netz von etwa 43.000 km Länge.
Anfang März 2019 sagte der Bayerische Staatsminister für Umwelt und Verbraucherschutz Thorsten Glauber (Freie Wähler) eine Erhöhung der Fördermittel für die Wanderwege-Arbeit zu. Laut Medienberichten sind zum Erhalt eines intakten Wanderwege-Netzes zusätzlich 200.000 Euro im Entwurf des Doppelhaushalts 2019/2020 der Bayerischen Staatsregierung vorgesehen.