Warching Stadt Monheim | |
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| Koordinaten: | 48° 50′ N, 10° 55′ O |
| Höhe: | 472 m ü. NHN |
| Fläche: | 8,5 km² |
| Einwohner: | 159 (31. Dez. 2023) |
| Bevölkerungsdichte: | 19 Einwohner/km² |
| Eingemeindung: | 1. Mai 1978 |
| Postleitzahl: | 86653 |
| Vorwahl: | 09091 |

Warching ist ein Gemeindeteil der Stadt Monheim im Landkreis Donau-Ries (Regierungsbezirk Schwaben, Bayern). Die Gemarkung Warching hat eine Fläche von 8,500 km². Sie ist in 347 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 24.495,37 m² haben.
Das Kirchdorf liegt auf der Monheimer Alb, einer Landschaft des Fränkischen Juras, etwa vier bis fünf Kilometer östlich von Monheim. Südlich des Ortes fließt die Gailach, ein Nebenfluss der Altmühl.
Die Umgebung ist geprägt von Karstlandschaften mit Dolinen und Kalksteinformationen. Südöstlich des Ortes befindet sich ein ausgedehntes Dolinenfeld im Malm-Kalk mit zahlreichen, teils tiefreichenden Einsturzdolinen auf mehreren hundert Metern Ausdehnung.
Die Geologie steht im Zusammenhang mit der Lage am Rand des Nördlinger Rieses und der Monheimer Alb im Naturpark Altmühltal.
Der Ortsname ist von einem althochdeutschen Personennamen wie Waracho oder Waricho abgeleitet und verweist auf eine frühmittelalterliche Sippensiedlung.
Eine erste urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahr 1363, als der Ort zusammen mit Monheim als Eichstätter Lehen genannt wurde.
Warching war seit dem Mittelalter Teil der sogenannten Vogtei Monheim. Diese stand seit der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts in engem Kontakt zum Herzogtum Bayern und unterstand seit 1457 der bayerischen Landeshoheit.
Die kirchliche Betreuung erfolgte ursprünglich durch das Benediktinerinnenkloster Monheim.
Seit 1505 gehörte das Gebiet zum Fürstentum Pfalz-Neuburg. Infolge der Reformation kam es auch in Warching zu mehrfachen Konfessionswechseln: Ab 1542 wurde zeitweise das lutherische Bekenntnis eingeführt; nach wechselnden politischen Entwicklungen setzte sich im 17. Jahrhundert dauerhaft wieder der Katholizismus durch.
Während des Dreißigjährigen Kriegs wurde der Ort schwer getroffen. 1632 kam es zu Plünderungen, und bis 1637 war die Bevölkerung stark reduziert. Um 1648 war das Dorf weitgehend zerstört und wurde ab etwa 1650 wieder aufgebaut.
Im 18. Jahrhundert stabilisierte sich die Entwicklung: 1706 sind bereits wieder mehrere Dutzend Familien nachgewiesen; auch ein Schulwesen ist für das 17. Jahrhundert belegt.
Bis ins 20. Jahrhundert blieb Warching eine eigenständige Gemeinde. Im Zuge der bayerischen Gebietsreform wurde sie am 1. Mai 1978 in die Stadt Monheim eingemeindet.
Warching ist traditionell römisch-katholisch geprägt und gehört zum Bistum Eichstätt.
Die Filialkirche St. Nikolaus liegt im Osten des Dorfes innerhalb eines ummauerten Friedhofs. Bereits im Jahr 1430 ist ein Benefizium belegt.
Der heutige Bau wurde 1753 unter Einbeziehung eines gotischen Turms aus dem 15. Jahrhundert errichtet, nachdem ein Vorgängerbau baufällig geworden war.
Zur Ausstattung gehören barocke Altäre sowie Figuren des Bildhauers Philipp Jakob Rämpl.
Das ehemalige Gemeindewappen zeigt eine Teilung in Blau und Silber mit stilisierten Rauten als Hinweis auf die Zugehörigkeit zum wittelsbachischen Bayern. Drei Kugeln im unteren Feld symbolisieren den heiligen Nikolaus als Kirchenpatron.