Wartin Gemeinde Casekow | |
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| Koordinaten: | 53° 15′ N, 14° 9′ O |
| Höhe: | 54 m ü. NHN |
| Einwohner: | 602 (31. Dez. 2006) |
| Eingemeindung: | 31. Dezember 2002 |
| Postleitzahl: | 16306 |
| Vorwahl: | 033331 |
Die Hauptstraße in Wartin | |
Wartin [] ist ein Ortsteil der Gemeinde Casekow im Landkreis Uckermark in Brandenburg. Das Dorf hat rund 500 Einwohner. Im Dorf stehen eine im 13. Jahrhundert erbaute Kirche und ein ehemaliges Herrenhaus, das Schloss Wartin.
Das Dorf liegt in Vorpommern auf der Randower Hochfläche, östlich des Flusses Randow.
Das Rittergut in Wartin gehörte ursprünglich der Adelsfamilie von Blankenburg. 1717 wurde Joachim Bernd von der Osten Eigentümer des Gutes. Nach einigen Besitzerwechseln kaufte 1928 die Gesellschaft zur Förderung der inneren Kolonisation das Rittergut, teilte es auf und siedelte dort 94 Bauern mit je 25 ha an.
1899 erhielt das Dorf durch die Kleinbahn Casekow–Penkun–Oder einen Bahnanschluss; die Strecke wurde nach dem Zweiten Weltkrieg stillgelegt.
Das Dorf gehörte dem 1818 gebildeten Kreis Randow in der Provinz Pommern an. Mit der Auflösung des Kreises Randow kam es 1939 zum Landkreis Greifenhagen.
Am 31. Dezember 2002 wurde Wartin in die Gemeinde Casekow eingegliedert.


Das Herrenhaus von Wartin stammt aus dem 18. Jahrhundert. Es ist ein zweigeschossiges Herrenhaus mit Ehrenhof, das ursprünglich im barocken Stil errichtet wurde. Im 19. Jahrhundert wurde es durch neugotische Ecktürmchen sowie das gotisierte Portal ergänzt.
Nach 1933 wurde im Herrenhaus eine Gauführerschule eingerichtet.
Nach der Wiedervereinigung begann die Stiftung Collegium Wartinum, das alte Herrenhaus Schloss Wartin zu renovieren und vor dem Verfall zu bewahren. Die Stiftung verfolgt darüber hinaus das Ziel, Schloss Wartin für die Zwecke des Vereins Europäische Akademie nutzbar zu machen und zu einem Zentrum für Kunst, Kultur und Wissenschaft auszubauen.
Bewohnt wird das Schloss von Hans-Joachim Mengel, der der Europäischen Akademie e. V. als Vorsitzender bzw. Direktor vorsteht. Er gibt an, Ziel der Akademie seien Studienwochenenden gemeinsam mit Studenten sowie andere wissenschaftliche, künstlerische und kulturelle Aktivitäten. 2023 ist der Mitgründer des Schlossprojekts, Charles Elworthy verstorben.

Die Dorfkirche Wartin stammt aus dem 13. Jahrhundert. Der Kirchturm wurde Ende des 17. Jahrhunderts durch einen verbretterten Oberbau ergänzt. Der Kanzelaltar stammt von Anfang des 18. Jahrhunderts. Die Orgel wurde 1744 von Joachim Wagner erbaut.

2023 wurde eine neue Bockwindmühle in Originalgröße erbaut. Sie ist eine moderne Interpretation der klassischen Mühlen. Die Grundkonstruktion besteht aus Stahl und die Außenwände sind mit Solarmodulen bekleidet. Der 4 m hohe Mühlenberg ist angeschüttet. Auf dem alten Mühlenberg, in etwa 750 m Entfernung, befindet sich heute ein Ehrenmal für gefallene sowjetische Soldaten.