Wassenach

Wappen Deutschlandkarte
Wassenach
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Wassenach hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 50° 26′ N, 7° 17′ OKoordinaten: 50° 26′ N, 7° 17′ O
Bundesland:Rheinland-Pfalz
Landkreis: Ahrweiler
Verbandsgemeinde: Brohltal
Höhe: 288 m ü. NHN
Fläche: 6,17 km²
Einwohner: 1305 (31. Dez. 2025)
Bevölkerungsdichte: 212 Einwohner je km²
Postleitzahl: 56653
Vorwahl: 02636
Kfz-Kennzeichen: AW
Gemeindeschlüssel: 07 1 31 209
Adresse der Verbandsverwaltung: Kapellenstraße 12
56651 Niederzissen
Website: wassenach.de
Ortsbürgermeister: Manfred Sattler (CDU)
Lage der Ortsgemeinde Wassenach im Landkreis Ahrweiler
KarteRemagenGrafschaft (Rheinland)Bad Neuenahr-AhrweilerSinzigBad BreisigBrohl-LützingGönnersdorf (bei Bad Breisig)Waldorf (Rheinland-Pfalz)BurgbrohlWassenachGleesNiederzissenWehr (Eifel)GalenbergOberzissenBrenkKönigsfeld (Eifel)SchalkenbachDedenbachNiederdürenbachOberdürenbachWeibern (Eifel)KempenichHohenleimbachSpessart (Brohltal)HeckenbachKesselingKalenborn (bei Altenahr)Berg (bei Ahrweiler)KirchsahrLind (bei Altenahr)RechDernauMayschoßAltenahrAhrbrückHönningenKaltenbornAdenauHerschbroichMeuspathLeimbach (bei Adenau)DümpelfeldNürburg (Gemeinde)Müllenbach (bei Adenau)QuiddelbachHümmelOhlenhardWershofenArembergWiesemscheidKottenbornWimbachHonerathBauler (Landkreis Ahrweiler)SenscheidPomsterDankerathTrierscheidBarweilerReifferscheidSierscheidHarscheid (bei Adenau)DorselHoffeld (Eifel)WirftRodderMüschEichenbachAntweilerFuchshofenWinnerathInsulSchuld (Ahr)Nordrhein-WestfalenLandkreis NeuwiedLandkreis VulkaneifelLandkreis Mayen-Koblenz
Karte
Blick auf Wassenach (2016, vom Lydiaturm)
Burghaus Wassenach, Hofseite
Pfarrkirche St. Remigius
Lydiaturm

Wassenach ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Brohltal an, die ihren Verwaltungssitz in Niederzissen hat. Wassenach ist ein staatlich anerkannter Erholungsort.

Geographie

Wassenach liegt in der Osteifel nördlich des Laacher Sees auf einem von Süden nach Norden stetig abfallenden Bergrücken. Die Ortschaft umfasst dabei Höhenlagen zwischen 245 m ü. NHN und 320 m ü. NHN. Westlich erhebt sich der Veitskopf, wo das Gemeindegebiet mit 428 m ü. NHN seinen höchsten Bodenpunkt erreicht. Naturräumlich lässt es sich dem Laacher Kuppenland zuordnen, im Westen hat es Anteil am Naturschutzgebiet Laacher See. Zu Wassenach gehört der Wohnplatz Wassenacher Mühle (Degensmühle).

Geschichte

Wassenach wurde im Jahre 1138 erstmals urkundlich erwähnt, als der Ritter Embrico sein Gehöft (Mansum) zu Wassenach (Waszennaco) dem Kloster Laach für sein Seelenheil vermachte. Papst Innozenz II. bestätigte diese Schenkung. Aus dem Jahre 1149 ist ein „Theoduricus de Wassenacho“ nachgewiesen. Um das Jahr 1320 wurde das Geschlecht der „Herren von Kolb“ erstmals erwähnt, als die erste Kapelle von Wassenach gebaut wurde. Der Hof derer von Kolb zu Wassenach war reichsritterschaftlich. Eine Linie derer von Kolb führte den Beinamen „von Wassenach“ und war mehrere Jahrhunderte im Besitz dieses Ritterguts.

Statistik zur Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Wassenach, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:

JahrEinwohner
1815379
1835448
1871533
1905615
1939561
1950676
1961747
JahrEinwohner
1970919
1987959
19971.195
20051.152
20111.137
20171.220
20251.305
Einwohnerentwicklung von Wassenach von 1815 bis 2017 nach nebenstehender Tabelle

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Wassenach besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:

WahlSPDCDUFWGGesamt
202429516 Sitze
201938516 Sitze
201447516 Sitze
200947516 Sitze
200438516 Sitze

Bürgermeister

Manfred Sattler (CDU) wurde am 1. Juli 2009 Ortsbürgermeister von Wassenach. Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 wurde er mit einem Stimmenanteil von 85,10 % und am 9. Juni 2024 als einziger Bewerber mit 82,6 % jeweils für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt.

Sattlers Vorgänger Werner Willems war 2009 nicht erneut angetreten.

Gemeindepartnerschaft

Seit 1993 unterhält Wassenach eine Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Sommepy-Tahure im Département Marne in der Region Grand Est.

Wappen

Wappen von Wassenach
Wappen von Wassenach
Blasonierung: „Im gespaltenen Schildhaupt im rechten blauen Schildteil im silbernen Gewand mit goldener Hand, goldenem Gesicht und roter Haube ein heiliger mit Heiligenschein, der in der linken Hand einen Abtsstab hält. Vor ihm kniend ein roter Mann mit goldenem Gesicht und silbernem Haar, der einen gold-silbernen Stab in seiner linken goldenen Hand hält. Im linken silbernen Schildteil ein rot bewehrter, rot bezungter schwarzer Adler mit rotem Schnabel.“
Wappenbegründung: Kirchenpatron der katholischen Pfarrkirche zu Wassenach ist der heilige Remigius, der als Bischof von Reims 496 den Frankenkönig Chlodwig taufte. Von dem in Wassenach begüterten Adel ist das Geschlecht derer Kolb von Wassenach das Bekanntere. Durch die Vereinigung des kirchlichen Emblems und des weltlichen Wappens, soll der Bezug zum Schutzheiligen der Gemeinde berücksichtigt und die historische Vergangenheit festgehalten bleiben.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Wassenach

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

Söhne und Töchter der Gemeinde

Persönlichkeiten, die in Wassenach wirkten

Commons: Wassenach – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. 1 2 Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Bevölkerungsstand 31. Dezember 2025 von Land, Landkreisen, Gemeinden und Verbandsgemeinden (Fortschreibung auf Grundlage des Zensus 2022) (Hilfe dazu).
  2. 1 2 Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Mein Dorf, meine Stadt. Abgerufen am 19. Oktober 2022.
  3. ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: 1. Januar 2026. S. 10 (PDF; 1,9 MB).
  4. ↑ Johann Friedrich Schannat: Eiflia illustrata oder geographische und historische Beschreibung der Eifel, Band 3, 1852, Seite 78
  5. ↑ Wassenach, Gemeinderatswahl (Gemeinde) 09.06.2024. In: Kommunalwahlergebnisse Wassenach. Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz, abgerufen am 13. Juni 2026.
  6. ↑ Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen. Abgerufen am 19. Oktober 2022.
  7. 1 2 1. Sitzung des Gemeinderates Wassenach. In: Rats- und Bürgerinformationssystem. Verbandsgemeindeverwaltung Brohltal, 1. Juli 2009, abgerufen am 4. August 2020.
  8. ↑ Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. Abgerufen am 4. August 2020 (siehe Brohltal, Verbandsgemeinde, 14. Ergebniszeile).
  9. ↑ Wassenach, Ortsbürgermeisterwahl (Gemeinde) 09.06.2024. In: Kommunalwahlergebnisse Wassenach. Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz, abgerufen am 13. Juni 2026.
  10. ↑ Infos zur Partnerschaft auf den Seiten der Verbandsgemeinde Brohltal
  11. ↑ Wappenerklärung Wassenach
  12. ↑ Vgl. unter Opus-Nummer 1495 auf der Website der Orgelbaufirma Klais
  13. ↑ Mineralquelle Römerbrunnen. (PDF) Abgerufen am 31. Januar 2018.
  14. ↑ Mineralquelle Pferdebrunnen. (PDF) Abgerufen am 31. Januar 2018.
  15. ↑ kirchensite.de: Hier gehöre ich hin. Bischof Felix Genn Ehrenbürger seines Heimatortes Wassenach.