| Film | |
| Titel | Waterworld |
|---|---|
| Produktionsland | USA |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 1995 |
| Länge |
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| Altersfreigabe |
|
| Produktionsunternehmen | Universal Pictures |
| Stab | |
| Regie | |
| Drehbuch | |
| Produktion |
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| Musik | James Newton Howard |
| Kamera | Dean Semler |
| Schnitt | Peter Boyle |
| → Besetzung und Synchronisation | |
Waterworld (englisch für ‚Wasserwelt‘) ist ein US-amerikanischer Endzeitfilm mit Kevin Costner, der auch mitproduzierte, und erschien 1995 zu verhaltenen Kritiken. Sein Budget von 175 Mio. US-Dollar war das bis dahin höchste der Filmgeschichte und konnte an der Kinokasse nicht wieder eingespielt werden; erst die Verwertung für das Heimkino brachte ein leichtes Plus. Neben der 130-minütigen Kinofassung existiert um 46 Minuten erweiterte Version, die erst 2024 komplett ins Deutsche synchronisiert wurde.
In einer dystopischen Zukunft sind durch eine ökologische Katastrophe die Polkappen der Erde geschmolzen und die Kontinente fast vollständig im Wasser versunken. Die wenigen Überlebenden leben als Händler auf Booten oder auf schwimmenden Atollen. Zu den kostbarsten Gütern sind Süßwasser und Muttererde geworden, da sie nur sehr schwer gewonnen werden können. Neben dem ständigen Kampf um überlebenswichtige Ressourcen wird die ansonsten friedlich-lethargische Wasserwelt von Deacon und seiner Piratenbande, den Smokers, bedroht, die auf einem alten Öltanker mit nicht unerheblichen Ölvorräten leben. Eine Hoffnung haben alle gemeinsam: eines Tages das mysteriöse Dryland zu finden, ein nicht überflutetes Festland.
In dieser Welt durchfährt der sogenannte Mariner das Meer mit seinem Trimaran. Er ist ein Mutant, denn er besitzt Kiemen und Schwimmhäute, und kann somit unter Wasser atmen und schnell schwimmen. Immer wieder unternimmt er Tauchgänge zum Meeresgrund und birgt aus den versunkenen Städten der untergegangenen Zivilisation Dinge an die Oberfläche, um sie gegen Waren einzutauschen. Eines Tages wird er beim Besuch eines schwimmenden Atolls von den Bewohnern als Mutant erkannt und gefangen genommen. Da seine Mutation den Bewohnern Angst einflößt, soll er im Schlamm einer Nahrungsrecyclinganlage ertränkt werden, als plötzlich die Smokers das Atoll angreifen. Während des Gefechts kann der Mariner zusammen mit den Atollbewohnerinnen Helen und dem Kind Enola auf seinem Trimaran fliehen. Außerdem schaffte es der kauzige Erfinder Gregor mit einem selbstgebauten Luftschiff zu flüchten. Auf dem Rücken Enolas befindet sich eine Tätowierung, die angeblich die Position von Dryland verraten soll. Da diese Tätowierung der Grund für den Angriff der Smokers auf das Atoll zu sein scheint, werden die drei auf den Weiten des Ozeans von ihnen verfolgt.
Zunächst lehnt der Mariner Helen und Enola ab. Einmal wirft er Enola ins Wasser, wobei die Nichtschwimmerin fast ertrinkt, ein anderes Mal ist er kurz davor, Helen einem anderen Händler als Tauschobjekt zu überlassen. Nach und nach freundet er sich auf der Reise mit den beiden, insbesondere mit Enola, immer mehr an. Als er eines Tages Helen in einer Taucherglocke zum Meeresgrund mitnimmt, nehmen die Smokers Enola gefangen und zerstören den Trimaran. Gregor findet jedoch mit seinem Luftschiff den brennenden Trimaran, auf dessen Überresten der Mariner und Helen im Meer treiben, und rettet beide. Sie treffen auf Überlebende des vorangegangenen Smoker-Angriffs, und der Mariner bricht zum Öltanker auf, um Enola zu befreien. Auf dem Öltanker wirft er eine Leuchtfackel in den Öltank und kann im Chaos des explodierenden und versinkenden Schiffs Enola befreien. Gregor, Helen sowie der Atoll-Anführer sind ihnen in Gregors Luftschiff gefolgt und nehmen sie auf. Mit Gregors Hilfe kann der Mariner nun die Karte auf Enolas Rücken entziffern, da er als einziger die Position der eintätowierten, überfluteten Städte kennt. So erreichen sie nach einer mehrtägigen Reise im Luftschiff schließlich Dryland, eine bergige Landmasse mit üppiger Tier- und Pflanzenwelt sowie ausreichend Frischwasser. In einer Siedlung finden sie die sterblichen Überreste der Bewohner, unter anderem Enolas Eltern. Der Mariner fühlt sich jedoch auf Land nicht wohl. Er baut ein neues Segelboot und sticht wieder in See, durch Helen und Enola vom Ufer aus verabschiedet. Ein Schild am Boden enthüllt, dass sie genaugenommen auf der Spitze des höchsten Bergs der Welt stehen, dem Mount Everest.
| Figur | Darsteller | Deutscher Sprecher |
|---|---|---|
| Mariner | Kevin Costner | Frank Glaubrecht |
| Enola | Tina Majorino | Anna Predleus Asya Tolaz (Nachsynchro) |
| Helen | Jeanne Tripplehorn | Sabine Jaeger |
| Deacon | Dennis Hopper | Christian Brückner |
| Gregor | Michael Jeter | Hermann Ebeling Joachim Kaps (Nachsynchro) |
| Atoll-Anführer | R. D. Call | Jan Spitzer |
| Smoker-Flugzeugpilot | Jack Black | |
| wahnsinniger Drifter | Kim Coates | |
| Nord | Gerard Murphy | Manfred Lehmann |
| Bone | Sean Whalen | |
| Smitty | Robert LaSardo | |
| Pförtner | Rick Aviles | |
| Elder | Leonardo Cimino | |
| MG-Schütze, Smokers | Neil Giuntoli |
Die deutsche Kinofassung wurde bei der Berliner Synchron Wenzel Lüdecke synchronisiert; Dialogbuch und Dialogregie übernahm Marianne Groß. Die Nachsynchro für den Ulysses Cut erfolgte 2024 durch die Think Global Media; Dialogregie führte Heinz Burghardt nach einem Dialogbuch von Benjamin Teichmann.
Die Dreharbeiten fanden in einem großen künstlichen Meerwasserbecken statt, ähnlich dem, das zwei Jahre später im Film Titanic verwendet wurde. Es befand sich im Pazifischen Ozean vor der Küste Hawaiis. Die letzte Szene wurde im Waipiʻo Valley (welches das fiktive Dryland darstellt) auf der Insel Hawaii gedreht. Weitere Dreharbeiten fanden in Los Angeles, Huntington Beach und auf Santa Catalina Island in Kalifornien statt.
Der Film geriet in die Kritik, da das geplante Budget von 100 Mio. US-Dollar weit überschritten wurde. Es gab Transportprobleme bei den Dreharbeiten auf dem Wasser und schlechtes Wetter (vor Drehbeginn hatte Steven Spielberg Kevin Costner und Kevin Reynolds aufgrund seiner eigenen Produktionsschwierigkeiten bei Der weiße Hai davor gewarnt, auf offenem Wasser zu drehen). Nach Ende der Dreharbeiten mussten viele Szenen neu gedreht oder digital umgearbeitet werden, zum Beispiel weil Costners Haarausfall zu deutlich zu sehen war.
Joss Whedon, Serienschöpfer von Buffy und Firefly, sollte während der Dreharbeiten als Script Doctor die Ungereimtheiten und Löcher im Plot beseitigen. Rückblickend sprach er von einer der schwierigsten Reparaturen an einem der schlechtesten Skripte, die er je gelesen hatte.
Nach den Filmarbeiten kam es zum Zerwürfnis zwischen Kevin Costner und seinem langjährigen Freund, dem Regisseur Kevin Reynolds. Letzterer bestand auf eine rund dreistündige Schnittfassung, was aber nur eine Kinovorstellung pro Abend ermöglichte. Aufgrund der immensen Kosten war das aber sowohl Universal als auch Costner zu gefährlich. So wurde Reynolds gefeuert und Costner übernahm die Regie schließlich selbst. Reynolds Langfassung lief später mehrmals im US-Fernsehen und ist auf DVD erschienen.
Ursprünglich wurde Filmkomponist Mark Isham engagiert und hatte Demos für 25 % des Films fertiggestellt. Berichten zufolge lehnte Costner diese als „zu ethnisch und düster“ ab, denn sie widersprächen dem futuristischen und abenteuerlichen Ton des Films. Isham bot vergeblich an, es noch einmal zu versuchen. Schließlich schrieb James Newton Howard eine neue Filmmusik.
Waterworld startete am 28. Juli 1995 in den US-Kinos und am 21. September 1995 in Deutschland. Der Film drohte zunächst ein großer finanzieller Flop zu werden, weshalb Costner seither als Kassengift galt. Zwar überstiegen die weltweiten Kinoeinnahmen von 264 Mio. US-Dollar dessen Filmbudget, waren aber nach Abzug des Einnahmeanteils der Kinos nicht kostendeckend. Erst im Videoverleih konnte der Film letztlich einen leichten Profit einbringen.
2008 enthielt in den USA eine Doppel-DVD-Box neben der Kinoversion auch den TV Extended Cut, den der US-Sender ABC zuvor ausgestrahlt hatte. Diese erweiterte Fernsehfassung ist im Vergleich zwar 40 Minuten länger, wurde aber um einige Gewaltszenen entschärft. Sie erschien in Deutschland erstmals 2019 als Beilage der Ultra HD Blu-ray, allerdings nur in HD und als OmdU. Erst der „Ulysses Cut“ (benannt nach einer zusätzlichen Szene, in der Helen dem Mariner einen neuen Namen gibt) enthält alle Szenen. Plaion veröffentlichte diesen 2024 synchronisiert auf Ultra HD Blu-ray.
| Quelle | Bewertung |
|---|---|
| Rotten Tomatoes (Tomatometer) | 47 % |
| Metacritic (Metascore) | 56/100 |
| AllMovie | |
| CinemaScore | B |
| Roger Ebert |
Waterworld erhielt ein verhaltenes Presseecho, was sich auch in den Auswertungen US-amerikanischer Aggregatoren widerspiegelt. Zwar erfasst Rotten Tomatoes mehrheitlich freundliche Besprechungen und ordnet den Film damit als „Frisch“ ein. Laut Metacritic fallen die Bewertungen im Mittel aber nur „Gemischt oder Durchschnittlich“ aus.
„Ziemlich fantasielos in Charakteren und Story, erreicht der Film seine Höhepunkte bei der Beschreibung der bizarren Szenerie und den artistischen Stunts der Kampfszenen. Stilistisch ein gigantisches Recycling-Unternehmen.“
„Abgesehen von der Kontroverse um die Kosten ist Waterworld ein anständiger futuristischer Actionfilm mit einigen großartigen Szenerien, einigen reizvollen Ideen und einigen Bildern, die ich nicht vergessen werde. Es hätte mehr sein können, es hätte besser sein können und man hätte sich mehr um die Charaktere bemühen können. Es ist einer dieser mäßigen Filme, bei denen man nicht unglücklich ist, sie gesehen zu haben, die man aber auch nicht weiterempfehlen kann.“
British Academy Film Awards 1996