Wattepusten

Wattepusten (oder Watteblasen) ist ein bei Kindergeburtstagen und anderen geselligen Veranstaltungen beliebtes Spiel, bei dem in seiner originären Form ein Wattebausch durch die Atemluft zwischen zwei oder mehr Parteien hin- und hergetrieben wird.

Spielgedanke

Entsprechend dem zugrundeliegenden Spielgedanken „Spielend sich messen“ wird das Wattepusten von der Spielpädagogik spielsystematisch der Gattung der Wettspiele zugeordnet und je nach Ordnungsprinzip, etwa nach Indoorspielen, Partyspielen oder Gesellschaftsspielen, weiter unterteilt. Es geht bei dem Spiel darum, in einem Pustewettkampf zweier Parteien einen Wattebausch mittels seiner Atemluft über eine festgelegte Ziellinie des jeweiligen Gegners zu treiben. Gewonnen hat, wem dies aufgrund seiner kräftigeren Atemluft und taktischen Geschicklichkeit gelingt, bevor der Spielgegner ihm zuvorkommt.

Spielerzahl, Spielgerät, Spielfeld

Die Spielerzahl kann je nach Variante aus zwei bis acht Mitspielern bestehen. Altersmäßig gibt es ab etwa vier Jahren aufwärts keine Begrenzung. Als Spielgerät dient ein etwa tischtennisballgroßer Wattebausch und als Spielfeld die Platte eines runden oder mehrkantigen Tisches.

Spielablauf

Zu Spielbeginn wird der Wattebausch an einer markierten Stelle in der Tischmitte platziert. Die Spielgegner stehen an den gegenüberliegenden Tischseiten und beginnen auf ein Startsignal hin, den Wattebausch auf die andere Seite zu blasen. Gewonnen hat, wem es gelingt, die Watte über die Tischkante des Spielgegners zu treiben. Das Spiel endet mit dem Sieger in vorher ausgehandelten mehreren Durchgängen.

Varianten

Die Grundform des Spiels lässt sich variantenreich modifizieren, indem die Spielregeln, etwa nach dem zur Verfügung stehendem Spielgelände, nach dem Alter und der Anzahl der Mitspieler oder nach dem gewählten Spielmodus und der Auswertung des Spielergebnisses, nach den Spielwünschen der Spielenden situationsgerecht verändert werden:

Literatur

Einzelbelege

  1. ↑ Astrid Wisser, Birgit Thoenes: Zeitungstanz und Wattepusten. Die schönsten Spiele für Kindergeburtstage. Carlsen. Hamburg 1993.
  2. ↑ Siegbert A. Warwitz, Anita Rudolf: Wattepusten, In: Dies.: Vom Sinn des Spielens. Reflexionen und Spielideen. 5. Auflage. Schneider. Baltmannsweiler 2021. S. 57.
  3. ↑ Reinhard Strehl: Jahrgang 1936. Spurensuche in einer bösen Zeit. Kindle. Books on Demand. Lüneburg 2016, S. 4.
  4. ↑ Astrid Wisser, Birgit Thoenes: Zeitungstanz und Wattepusten. Die schönsten Spiele für Kindergeburtstage. Carlsen. Hamburg 1993.
  5. ↑ Siegbert A. Warwitz, Anita Rudolf: Wattepusten, In: Dies.: Vom Sinn des Spielens. Reflexionen und Spielideen. 5. Auflage. Schneider. Baltmannsweiler 2021. S. 59.