| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 52° 11′ N, 11° 10′ O | |
| Bundesland: | Sachsen-Anhalt | |
| Landkreis: | Börde | |
| Verbandsgemeinde: | Obere Aller | |
| Höhe: | 123 m ü. NHN | |
| Fläche: | 12,63 km² | |
| Einwohner: | 1632 (31. Dez. 2025) | |
| Bevölkerungsdichte: | 129 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 39365 | |
| Vorwahl: | 039400 | |
| Kfz-Kennzeichen: | BK, BÖ, HDL, OC, OK, WMS, WZL | |
| Gemeindeschlüssel: | 15 0 83 535 | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Zimmermannplatz 2 39365 Eilsleben | |
| Website: | www.gemeinde-wefensleben.de | |
| Bürgermeister: | Marko Bader | |
| Lage der Gemeinde Wefensleben im Landkreis Börde | ||
Wefensleben ist eine Gemeinde im Landkreis Börde in Sachsen-Anhalt (Deutschland). Sie gehört der Verbandsgemeinde Obere Aller an, die ihren Sitz in der Gemeinde Eilsleben hat.

Wefensleben liegt am Fluss Aller in der Niederung zwischen den Ausläufern des Lappwaldes und dem Osterberg (166 m). Im Westen grenzt ein 24 Hektar großes Mischwaldstück mit dem Namen „Trenckmann’s Busch“ bzw. „Zechenholz“ an den Ort.
Zu Wefensleben gehören der Ortsteil Belsdorf sowie der Wohnplatz Zechenhaus.
Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahre 1160 im Güterverzeichnis des St. Ludgeri Klosters in Helmstedt.
Bis Mitte des 18. Jahrhunderts war Wefensleben ein reines Bauerndorf. In der Gemarkung vorhandene Bodenschätze beeinflussten die Entwicklung des Ortes.
Zwischen 1750 und 1900 wurde in drei Steinbrüchen Sandstein gefördert, der u. a. als Baumaterial für bedeutende Sakral- und Profanbauten in Mitteldeutschland genutzt wurde. Mit der Entdeckung eines Steinkohlenflözes im Jahr 1741 begann der Kohlebergbau. Bis 1825 wurde in bis zu 12 Schächten Kohle gefördert. Ab 1809 war das Zechenhaus Sitz der „Ostfälischen Berg- und Hüttenverwaltung“, von 1815–1843 der „Berg- und Hüttenverwaltung des Regierungsbezirkes Magdeburg“. Anfang des 20. Jahrhunderts wurden in Wefensleben Kali und Salz abgebaut. In dieser Zeit erfolgte der Bau einer Fabrik zur Salzweiterverarbeitung und die Errichtung zweier Siedlungen.
In den 1970er Jahren wurden Plattenbauten errichtet, und Wefensleben wurde zur Schlaf- und Wohnstadt für die Bediensteten der Grenzübergangsstelle Marienborn und deren Familien. Ab 1978 wurde im Süden der Gemeinde vorkommender hochwertiger Ton zur Ziegelproduktion in einem Ziegelwerk verarbeitet. Nach der Wende wurde das Werk Teil der „Wienerberger Ziegelindustrie“, die den Betrieb zu einem der modernsten Ziegelwerke Deutschlands ausbaute.
Von 1952 bis 1994 lag Wefensleben im Kreis Wanzleben (1952 bis 1990 im DDR-Bezirk Magdeburg, dann im Land Sachsen-Anhalt). Nach der Kreisreform 1994 gehörte die Gemeinde zum Bördekreis, seit der Kreisreform 2007 ist sie Teil des Landkreises Börde.
Eingemeindungen
Belsdorf wurde am 1. Juli 1950 eingemeindet.
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Stand: 31. Dezember des jeweiligen Jahres (Angaben des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt), ab 2011 auf Basis des Zensus 2011, ab 2022 auf Basis des Zensus 2022
Der Gemeinderat von Wefensleben besteht entsprechend der Einwohnerzahl der Gemeinde aus 12 Mitgliedern und dem Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 9. Juni 2024 führte bei einer Wahlbeteiligung von 59,0 % zu folgendem Ergebnis:
| Partei / Wählergruppe | Stimmenanteil 2019 | Sitze 2019 | Stimmenanteil 2024 | Sitze 2024 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Freie und unabhängige Wählergemeinschaft Wefensleben | 43,8 % | 5 | 38,5 % | 5 | |
| CDU | 24,5 % | 3 | 30,1 % | 4 | |
| AfD | – | – | 18,4 % | 1 | |
| Die Linke | 18,6 % | 2 | 13,0 % | 1 | |
| SPD | 5,8 % | 1 | – | – | |
| Einzelbewerberin Sally Belitz | 5,3 % | 1 | – | – | |
| Einzelbewerber Maximilian Lange | 2,0 % | – | – | – | |
| Insgesamt | 100 % | 12 | 100 % | 12 |
Bei der Wahl 2024 entfielen auf die AfD zwei Sitze, von denen einer unbesetzt bleibt, weil die Partei nur einen Kandidaten nominiert hatte.
Krolop wurde bei der Bürgermeisterwahl am 12. April 2015 mit 67,9 % der gültigen Stimmen gewählt.
Bader wurde am 10. April 2022 mit 62,9 % der gültigen Stimmen zu ihrem Nachfolger gewählt. Seine Amtszeit beträgt sieben Jahre.
Das Wappen wurde am 13. April 1992 durch das Regierungspräsidium Magdeburg genehmigt.
Blasonierung: „Geviert von Rot und Silber; Feld 2: ein schwarzer Turm mit silbernen Fenster- und Türöffnungen und silbernen Mauerfugen, Feld 3: gekreuzte schwarzer Hammer und Schlägel.“
Der verwendete Turm stellt den unter Denkmalschutz stehenden Taubenturm auf dem Klostergut in Belsdorf dar. Dieses Symbol soll die Zusammengehörigkeit des Ortsteiles Belsdorf mit dem Ort Wefensleben sowie die landwirtschaftliche Prägung der Gemeinde charakterisieren. Das Bergmannsgezähe steht für die geschichtliche Tradition der Gemeinde als Bergbaustandort. In der Umgebung der Gemeinde existieren noch einzelne Gebäude, Stollen und Aufschüttungen die an diese Tradition erinnern.
Die geschützten Kulturdenkmale der Gemeinde sind im örtlichen Denkmalverzeichnis aufgeführt.
Wefensleben liegt an der Landesstraße L 40 zwischen der Autobahnanschlussstelle Alleringersleben an der A 2 und Eilsleben.
Der Bahnhof Wefensleben liegt an der Bahnstrecke Braunschweig–Magdeburg. Er wird durch die Regionalbahnlinie RB 40 (Braunschweig–Magdeburg) bedient.