Durch das Pfarrdorf fließt der Grundbach, ein linker Zufluss der Rednitz. Die Neubausiedlungen im Nordosten (Meierei und Fabergut) grenzen an Unterweihersbuch an. Dazwischen liegt ein kleines Waldgebiet. Im Südwesten grenzt ebenfalls ein kleines Waldgebiet an. Ansonsten ist der Ort von Acker- und Grünland umgeben. Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Loch (1,8km westlich), nach Unterasbach (1,5km nördlich), zur Bundesstraße 14 bei Unterweihersbuch (1km nordöstlich) und über einen Kreisverkehr der B14 nach Deutenbach (1km östlich). Durch den Ort verläuft der Fränkische Marienweg.
Geschichte
Der Ort wurde 1303 als „zu Büchelein“ erstmals urkundlich erwähnt, womit wohl Ober(weihers)buch gemeint war. Er bestand ursprünglich aus den zwei Siedlungskernen Oberbuch und Weihersbuch. Noch im 15.Jahrhundert wurden beide Ortschaften getrennt aufgelistet.
Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Cadolzburg. 1806 ging der Ort Oberweihersbuch an das Königreich Bayern über. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde 1808 der Steuerdistrikt und die Ruralgemeinde Stein gebildet, zu dem bzw. zu der auch Oberweihersbuch gehörte. In der freiwilligen Gerichtsbarkeit unterstanden 1 Anwesen von 1822 bis 1834 dem Patrimonialgericht (PG) Almoshof, 2 Anwesen von 1823 bis 1835 dem PG Leyh und 2 Anwesen von 1823 bis 1835 dem PG Nemsdorf. Am 4.Dezember 1841 wurde die Ruralgemeinde Weihersbuch gebildet, zu der Ober- und Unterweihersbuch gehörten. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Nürnberg (1879 in das Amtsgericht Nürnberg umgewandelt) und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Fürth zugeordnet. Ab 1862 gehörte Weihersbuch zum Bezirksamt Nürnberg. Die Finanzverwaltung wurde 1870 vom Rentamt Nürnberg übernommen (1919 in Finanzamt Nürnberg umbenannt). 1870 wurde die Gemeinde amtlicherseits in Weihersbuch umbenannt. 1904 hatte die Gemeinde eine Gebietsfläche von 5,260km². Am 1.Januar 1927 wurde Weihersbuch nach Stein eingemeindet. Seit 1976 wird eine eigene Kirchweih in Oberweihersbuch jährlich am ersten Wochenende im Juli gefeiert.
Baudenkmäler
Locher Str. 8a: Bauernhof
Pfarrweg 2: evangelisch-lutherische Pfarrkirche St. Jakobus
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich teils nach St. Laurentius, teils nach St. Rochus gepfarrt, seit Anfang des 19.Jahrhunderts nur noch nach St. Rochus und ab 1931 nach Stein. Seit 1964 ist der Ort Sitz der Pfarrei St. Jakobus (Oberweihersbuch); seit 1957 sind eigene Kirchenbücher verfügbar. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren ursprünglich nach St. Walburga gepfarrt, spätestens seit den 1960er Jahren ist die Pfarrei St. Albertus Magnus zuständig.