Weldon Dalrymple-Champneys

Stehend. Zweiter von links: Joseph W. Mountin, zweiter von rechts: Henry E. Sigerist. Sitzend. Von links nach rechts: John H. L. Cumpston, John A. Ryle, Weldon Dalrymple-Champneys und Janet Vaughan. --- Vor einer Klinik in Lahore 1944.

Weldon Dalrymple-Champneys, auch Sir Weldon Dalrymple, Champneys, 2nd Baronet, genannt (* 7. Mai 1892 in London; † 14. Dezember 1980 ebenda), war ein britischer Arzt im öffentlichen Gesundheitswesen.

Leben und Wirken

Weldon Champneys war der einzige Sohn des Arztes Francis Champneys (Sir Francis Champneys, 1st Baronet) und seiner Frau Virginia Dalrymple (Tochter von Sir John Dalrymple, 7th Baronet). Weldon besuchte die «Gresham's School» und studierte Medizin am «Oriel College» in Oxford. Seine klinische Ausbildung erhielt er am «St Bartholomew’s Hospital Medical College». Während des Ersten Weltkriegs diente er als Kombattant bei den Grenadier Guards und wurde zum Captain befördert. Nach dem Krieg vervollständigte er seine klinische Ausbildung unter anderem im «Royal Brompton Hospital», im «London Chest Hospital» und im «Neasden Fever Hospital». 1922 erhielt er seinen medizinischen Bachelor (MB BCH), 1929 seinen medizinischen Doktorgrad (MD). 1924 fügte er dem Namen seines Vaters den seiner Mutter hinzu und nannte sich Weldon Dalrymple Champneys. Ebenfalls 1924 heiratete er Anne Spencer Pratt. Das Paar hatte keine Kinder. Anne starb 1968. Weldon heiratete 1974 Norma Hull Lewis (1902–1997). Auch diese Ehe blieb kinderlos, sodass der Adelstitel nach Weldons Tod verfiel.

Von 1940 bis zur Pensionierung 1956 war Weldon «Deputy Chief Medical Officer of Health» im Britischen Gesundheitsministerium («Department of Health and Social Care»).

Im Herbst 1944 wurde er von der Indischen Kolonialregierung eingeladen, in einer Gruppe von ausländischen Ärzten das Land zu bereisen und die Strukturen des dortigen Gesundheitswesens zu analysieren. Diese Analyse diente dem Indischen «Bhore Committee», das 1943 durch Sir Joseph William Bhore (1878–1960) gegründet wurde, als Argumentationshilfe für einen 1946 abgeschlossenen Report mit Empfehlungen zum Aufbau eines strukturierten Gesundheitssystems in Indien.

Werke

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Henry E. Sigerist. The Johns Hopkins Institute of the History of Medicine during the academic year 1944–1945. … III Field Work in Canada and India. In: Bulletin of the History of Medicine. Johns Hopkins Press, Baltimore, Band 18 (1945), S. 231
  2. ↑ Henry E. Sigerist: Report on India. In: Milton I. Roemer (Hrsg.): Henry E. Sigerist on the Sociology of Medicine. MD Publications, New York 1960, S. 288–296.