Werften in Danzig

Docks der Remontowa

Die Werften in Danzig sind bestehende und ehemalige Werften auf, die in Danzig, Westpreußen, in der Freien Stadt Danzig (1920–1939) und in Gdańsk, Polen angesiedelt sind und waren.

Geschichte

Der Danziger Schiffbau formierte sich im 19. Jahrhundert zu Kapital- und Personengesellschaften. Voran gegangen war ein Niedergang durch die preußische Blockade des Hafens zwischen 1772 und 1793.

Wichtigste Unternehmen waren zuerst die 1854 gegründete Königliche Werft Danzig (seit 1871 Kaiserliche Werft Danzig) und die Werft J. W. Klawitter. Im Jahr 1890 wurde die Schichau-Werft Danzig errichtet, die sich bis 1945 zur größten Danziger Werft entwickelte. Nachfolgeunternehmen der Kaiserlichen Werft wurde 1919 die Danziger Werft und Eisenbahnwerkstätten AG.

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurden die Werften zwischen Danzig und Stettin unter der Zjednoczenia Stoczni Polskich (Vereinigte Polnische Werften) zusammengefasst. Unter diesem Dach befanden sich 1945 elf als Werften (polnisch Stocznia) bezeichnete Schiffbau-, Reparatur- und Maschinenbauunternehmen. Die zwei größten Danziger Werften wurden 1950 als Stocznia Gdańska (1967–1990 dt. Danziger Werft – Leninwerft) eigenständig, ebenso wie die Stocznia Północna (Nordwerft). Letztere kam 2011 unter das Dach der Remontowa Holding. Jüngste Danziger Werften sind die 1992 und 2002 gegründeten Maritim Shipyard und Sunreef Yachts.

Die F. Schichau AG wurde im April 1945 nach Bremerhaven verlegt. Im Jahr 1972 fusionierte sie zur Schichau Unterweser AG (SUAG) und 1988 zur Schichau Seebeckwerft, die bis 1996 bestand.

Liste der Danziger Werften

Werften bis 1950

Vereinigte Polnische Werften, 1945 bis 1950

Bestehende Werften

Commons: Werften in Danzig – Sammlung von Bildern und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Nachtrag zum Amtlichen Fernsprechbuch für den Bezirk der Reichspostdirektion Danzig : Ausgabe 1942, Seite 13. Abgerufen am 6. Juli 2024.
  2. ↑ Verweis auf Rheinschiffsregister 1963 mit Eintrag des Schiffes GMS Drossel Baujahr 1944 Wojan, Danzig. Abgerufen am 6. Juli 2024.