
Werner Petermann (* 14. Juni 1947 in Passau; † 14. Februar 2025 in München) war ein deutscher Ethnologe, Lektor, Publizist, Autor und Übersetzer.
Petermann studierte Ethnologie, Philosophie und Ägyptologie in München. Obgleich er sich schon während seines Studiums gegen die Linie des damaligen Leiters des Instituts für Ethnologie, Helmut Straube, stellte, sah sich Petermann letztendlich doch von diesem Ethnologen geprägt. Seine Doktorarbeit schrieb er über die Regenkulte und Regenmacher bei bantu-sprachigen Ethnien Ost- und Südafrikas (1985).
Noch zur Zeit seines Studiums begründete er die ethnologische Zeitschrift Trickster mit, aus der später ein Verlag gleichen Namens hervorging. Heute ist die Edition Trickster Teil des Peter Hammer Verlages.
Ab den 1980ern war er an zahlreichen Buchveröffentlichungen beteiligt und veröffentlichte eigenständige Werke. Besondere Beachtung fand seine breit angelegte Geschichte der Ethnologie (2004), die von Karl-Heinz Kohl im Feuilleton der FAZ besprochen wurde.
Verdienste hatte er außerdem als Förderer der visuellen Anthropologie und des ethnographischen Films. Zusammen mit Enno Patalas und anderen entwickelte er eine Retrospektive des ethnographischen Films, die Niederschlag in der wegweisenden Publikation Die Fremden sehen (1984) fand. Darüber hinaus war er an Filmproduktionen beteiligt. Gemeinsam mit Hans Andreas Guttner erhielt er 1999 den Romy-Filmpreis für den Dokumentarfilm Kreuz und quer.
Petermann war über lange Jahre hinweg Lehrbeauftragter am Institut für Ethnologie der Ludwig-Maximilians-Universität in München.
| Personendaten | |
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| NAME | Petermann, Werner |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Ethnologe, Lektor, Publizist, Autor und Übersetzer |
| GEBURTSDATUM | 14. Juni 1947 |
| GEBURTSORT | Passau |
| STERBEDATUM | 14. Februar 2025 |
| STERBEORT | München |