
Werner Sulzgruber (* 1968 in Wiener Neustadt) ist ein österreichischer Lehrer, Kulturvermittler und Historiker.
Werner Sulzgruber erlangte 1993 den Magister-Abschluss der Universität Wien in Geschichte, promovierte 2000 zur Zeitgeschichte, ist Lehrer am Bundesrealgymnasium Gröhrmühlgasse in Wiener Neustadt und war von 2014 bis zur Schließung des Militärrealgymnasiums im Jahr 2018 in Wiener Neustadt dessen Direktor.
Sulzgruber hat unter anderem eine Reihe von Büchern zur jüdischen Geschichte und Zeitgeschichte von Wiener Neustadt geschrieben und ist auch am Gedenkprojekt Stolpersteine für Wiener Neustadt beteiligt, dessen wissenschaftliche Forschungsgrundlagen er geliefert hat. Neben zahlreichen wissenschaftlichen Arbeiten und Erinnerungs- bzw. Vermittlungsprojekten kuratierte er Ausstellungen im Stadtmuseum Wiener Neustadt (Die jüdische Gemeinde Wiener Neustadt, Stolpersteine Wiener Neustadt, Familienalbum).
Sulzgruber hat die dramatische Geschichte der Familie Zimmer aufgearbeitet, die in Wiener Neustadt Herrenausstatter waren, wegen der Judenverfolgung nach New York City ausgewandert sind, und deren Tochter Greta in einem der berühmtesten Fotos von Alfred Eisenstaedt erscheint. Das Foto zeigt, wie ein amerikanischer Soldat anlässlich der Friedenserklärung im Jahr 1945 in New York auf offener Straße eine weißgekleidete junge Frau küsst: Die Frau war die Neustädterin Greta Zimmer.
Er ist Obmann der „Freunde der Burg Starhemberg“. Der von ihm 2020 herausgegebene Band zur Burg beinhalte, so Alexandra Zehetmayer in einer Rezension, „profundes Wissen über die Anlage und die Umgebung.“
Darüber hinaus erforscht er jüdische Familienbiografien und arbeitet zur Regionalgeschichte des südlichen Niederösterreich.
| Personendaten | |
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| NAME | Sulzgruber, Werner |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Lehrer und Lokalhistoriker |
| GEBURTSDATUM | 1968 |
| GEBURTSORT | Wiener Neustadt |