Wesendahl Stadt Altlandsberg | |
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| Koordinaten: | 52° 36′ N, 13° 49′ O |
| Höhe: | 75 m ü. NHN |
| Fläche: | 11,77 km² |
| Einwohner: | 296 (31. Dez. 2024) |
| Bevölkerungsdichte: | 25 Einwohner/km² |
| Eingemeindung: | 31. Dezember 2002 |
| Postleitzahl: | 15345 |
| Vorwahl: | 03341 |
Wesendahl ist ein Ortsteil der Stadt Altlandsberg im Landkreis Märkisch-Oderland in Brandenburg.
Der Ort liegt 13 Kilometer nordöstlich von Altlandsberg. Die Nachbarorte sind Stadtstelle im Norden, Prötzel im Nordosten, Kähnsdorf im Osten, Klosterdorf und Provinzialsiedlung im Südosten, Roter Hof im Süden, Gartenstadt im Südwesten, Gielsdorf im Westen sowie Eichenbrandt, Heidekrug und Försterei Lattbusch im Nordwesten.
Der Ort findet unter Wesendale 1300 erstmalig eine urkundliche Erwähnung und entwickelt sich in der Gestaltung eines Winkelangerdorfes. Später bildet sich ein Pfarr- und Gutsdorf heraus. Zeitweilig wird die Ortschaft Wesenthal genannt. Die Ortschaft hatte mit 64 Hufen eine ungewöhnliche Größe aufzuweisen.
Spätestens seit dem Beginn des 18. Jahrhunderts gehörte Gut Wesendahl der älteren der beiden briefadeligen Familie von Rudolphi. Nikolaus Ludwig von Rudolphi war Gutsherr sowie hoher Offizier und erbte den Besitz von seinem kinderlosen Onkel, dem Geheimen Kriegs-Rat Carl Ludwig von Rudolphi (1732–1795), respektive von dessen Witwe 1813. Bis 1868 folgte der jüngste Sohn, im Minorat, als Gutsbesitzer Leo von Rudolphi, dann seiner Witwe als Gutsherrin, Frau Pauline von Rudolphi, geborene von Brösigke-Grebs. Wesendahl ist ein kreistagsfähiges Rittergut mit einem Umfang von gesamt 772 ha, davon 114 ha Wald. Bis Mitte des 20. Jahrhunderts besteht das Rittergut, hier in der Hand der Familie Schmidt, 1919 bei Friedrich Wilhelm Schmidt, der überregional als wirtschaftlich erfolgreicher Landwirt galt. Dennoch musste auch die Familie Schmidt schon vor der großen Wirtschaftskrise 1929/1930 eine Hypothek aufnehmen um den Gutsbetrieb aufrechtzuerhalten. Später nutzte die Familie die Namensführung Schmidt-Wesendahl; was eigentlich nur im adeligen Großgrundbesitz obligat war. Letzter Gutsbesitzer wurde Friedrich-Wilhelm Schmidt-Wesendahl (1890–1945), der als Major d. R. in den letzten Kriegstagen in Eutin starb.
1952/1953 wurde ein Volkseigenes Gut Wesendahl gegründet.
Politisch gehörte Wesendahl lange zum 1451 begründeten Landkreis Oberbarnim der brandenburgisch-preußischen Provinz Brandenburg, bis 1952 die Länderreform in der DDR durchgeführt und 15 DDR-Bezirke und dazu neue Landkreise gebildet wurden. Seit 1993 ist Wesendahl dem Landkreis Märkisch-Oderland zugehörig.
