Westerwiede

Westerwiede
Gemeinde Bad Laer
Koordinaten: 52° 7′ N, 8° 4′ OKoordinaten: 52° 6′ 48″ N, 8° 4′ 22″ O
Fläche: 9,18 km²
Einwohner: 458
Bevölkerungsdichte: 50 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1970
Postleitzahl: 49196
Vorwahl: 05424
Westerwiede (Niedersachsen)
Westerwiede (Niedersachsen)
Lage von Westerwiede in Niedersachsen

Westerwiede ist ein Ortsteil der Gemeinde Bad Laer im Landkreis Osnabrück in Niedersachsen. Der Ort bildete bis 1970 eine eigenständige Gemeinde.

Geographie

Die Bauerschaft Westerwiede erstreckt sich nordwestlich des Ortskerns von Bad Laer. Als typische Bauerschaft ist Westerwiede eine dünnbesiedelte Streusiedlung ohne eigenen Dorfkern.

Geschichte

Die Bauerschaft Westerwiede gehörte bis zu den Napoleonischen Kriegen zum Amt Iburg des Hochstifts Osnabrück. Von 1807 bis 1810 gehörte Westerwiede zum Kanton Glandorf des napoleonischen Satellitenstaats Königreich Westphalen. Von 1811 bis 1813 gehörte der Ort unmittelbar zu Frankreich und dort zur Mairie Laer im Arrondissement Osnabrück des Departements der Oberen Ems. 1814 kam Westerwiede zum Königreich Hannover und gehörte dort wieder zum Amt Iburg. 1867 fiel Westerwiede mit dem gesamten Königreich Hannover an Preußen und seit 1885 gehörte die Gemeinde zum Kreis Iburg, der 1932 in den Landkreis Osnabrück eingegliedert wurde. Am 1. Juli 1970 wurde Westerwiede im Rahmen der Gebietsreform in Niedersachsen Teil Gemeinde Bad Laer.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Quelle
1812326
1845390
1871340
1895318
1910378
1939451
1950656
1961495

Baudenkmale

Die Höfe Hellmich (ehemals Dünnemeyer) und Meyer zu Klöntrup, ein Heuerhaus des Hofs Wilkenshoff, ein Gebäude des Hofs Biedenstein sowie eine Wegekapelle am Venner Ring stehen in Westerwiede unter Denkmalschutz.

Vereine

Der 1. FC Westerwiede ist ein ortsansässiger Fußballverein. Der Kinderschützenverein Westerwiede von 1909 betreibt Brauchtumspflege.

Verkehr

Die Bahnstrecke Ibbenbüren–Hövelhof durchquert das Gebiet des Ortsteils von Norden nach Süden.

Einzelnachweise

  1. ↑ Strukturdaten von Bad Laer
  2. ↑ Daten und Karte der Gemarkung Westerwiede
  3. ↑ Albrecht Friedrich Ludolph Lasius: Der Französische Kayser-Staat unter der Regierung des Kaysers Napoleon des Grossen im Jahre 1812. Kißling, Osnabrück 1813, S. 193 (google.de).
  4. ↑ Friedrich W. Harseim, C. Schlüter (Hrsg.): Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover. Schlüter, Hannover 1848, S. 120 (google.de).
  5. ↑ Volkszählung 1871
  6. ↑ Volkszählung 1895
  7. ↑ Landkreis Iburg. Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 18. März 2023; abgerufen am 13. Februar 2026.
  8. ↑ Michael Rademacher: Osnabrueck. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com.
  9. 1 2 Regionales Gemeindeverzeichnis-Informationssystem GV-ISys (mit historischen Bevölkerungszahlen)
  10. ↑ Website des 1. FC Westerwiehe
  11. ↑ Website des Kinderschützenvereins Westerwiede