Wickershain

Wickershain
Stadt Geithain
Koordinaten: 51° 2′ N, 12° 43′ OKoordinaten: 51° 2′ 21″ N, 12° 42′ 39″ O
Fläche: 5,17 km²
Einwohner: ca. 358 (2011)
Bevölkerungsdichte: 69 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1974
Postleitzahl: 04643
Vorwahl: 034341
Wickershain (Sachsen)
Wickershain (Sachsen)
Lage von Wickershain in Sachsen

Wickershain ist ein Ortsteil der Großen Kreisstadt Geithain im sächsischen Landkreis Leipzig. Er wurde am 1. Januar 1974 eingemeindet. Der Ortsteil hat den Status einer Ortschaft nach der Sächsischen Gemeindeordnung und damit gemäß ihrer Ortschaftsverfassung einen Ortschaftsrat und Ortsvorsteher.

Geografie

Geografische Lage und Verkehr

Wickershain liegt südöstlich von Geithain an der Eula. Die Bebauung geht im Norden nahtlos in Geithain über. Wickershain liegt zwischen der Bundesautobahn 72 im Westen und der Bahnstrecke Neukieritzsch–Chemnitz im Osten. Nördlich des Orts verläuft die Bundesstraße 7.

Nachbarorte

Geithain Königsfeld, Köttwitzsch
Geithain Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Stollsdorf
Bruchheim Seifersdorf Breitenborn

Geschichte

Wickershain, Kirche St. Marien

Das Waldhufendorf Wickershain wurde im Jahr 1135 als „Wiggershagen“ erstmals urkundlich erwähnt. Die Grundherrschaft über den Ort war vor 1764 geteilt. Sie wurde ausgeübt durch die Pfarre und den Rat zu Geithain, den Rat zu Rochlitz, den Rat zu Penig und dem Rittergut Königsfeld. Ein weiterer Teil unterstand als Amtsdorf direkt dem Amt Rochlitz. Von 1764 bis 1856 gehörte Wickershain komplett als Amtsdorf zum kursächsischen bzw. königlich-sächsischen Amt Rochlitz. Bei den im 19. Jahrhundert im Königreich Sachsen durchgeführten Verwaltungsreformen wurden die Ämter aufgelöst. Dadurch kam Wickershain im Jahr 1856 unter die Verwaltung des Gerichtsamts Geithain und 1875 an die neu gegründete Amtshauptmannschaft Borna.

Durch die zweite Kreisreform in der DDR im Jahr 1952 wurde die Gemeinde Wickershain dem Kreis Geithain im Bezirk Leipzig angegliedert. Am 1. Januar 1974 wurde Wickershain nach Geithain eingemeindet. Als Ortsteil der Stadt Geithain gehörte Wickershain seit 1990 zum sächsischen Landkreis Geithain, der 1994 im neu gebildeten Landkreis Leipziger Land und 2008 im Landkreis Leipzig aufging.

Sehenswürdigkeiten

Persönlichkeiten

Commons: Wickershain – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 Gemarkung Wickershain, Stadt Geithain. In: GEOindex. Abgerufen im März 2026.
  2. ↑ Hauptsatzung. (PDF; 4,86 MB) § 16. In: Webauftritt. Stadt Geithain, abgerufen im März 2026.
  3. ↑ Chronik von Wickershain (Memento vom 2. September 2019 im Internet Archive) (PDF)
  4. ↑ Schloss Königsfeld. In: www.sachsens-schloesser.de. Abgerufen am 21. Juli 2025.
  5. ↑ Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas. Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0; S. 58 f.
  6. ↑ Die Amtshauptmannschaft Borna im Gemeindeverzeichnis 1900. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 16. April 2023; abgerufen am 18. Juli 2025.
  7. ↑ Wickershain im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 18. Juli 2025.