Wieland ist ein männlicher Vorname und Familienname.
Wieland ist die neuhochdeutsche Variante (althochdeutsch Wielant) eines germanischen Heroennamens, der daneben als altnordisch Völundr und altenglisch Wēland bezeugt ist und einen mythischen Schmied bezeichnet (Wieland der Schmied). Der Name selbst wird auf altnordisch vél „Kunst, Kunstgriff, List“ zurückgeführt und genauer als Partizip Präsens des zugehörigen Verbs véla „auf kunstvolle Weise herstellen, täuschen, betrügen“ aufgefasst. Er bedeutet daher „der kunstvoll Verfertigende, Täuschende“.
Auch der Familienname scheint auf den Namen des mythischen Schmieds zurückzugehen, dessen Sage wohl noch im 14. Jahrhundert lebendig war und durch Personennamen wie Wieland der Schmied (Freiburg 1341) oder Meister Wieland (Erbauer der Liegnitzer Peter-und-Paul-Kathedrale, 1333) belegt ist. Plausibel wird so die Auffassung als Berufsname des Schmiedes.
Der bekannteste Namensträger in der Geschichte der deutschen Literatur ist der Dichter, Übersetzer und Herausgeber Christoph Martin Wieland (1733–1813).