Wigbert Benz (* 1954) ist ein deutscher Lehrer und Historiker.
Nach mehrjähriger Berufstätigkeit als Kranken- und Altenpflegehelfer erwarb Benz 1982 am Bismarck-Gymnasium Karlsruhe die allgemeine Hochschulreife und studierte dann an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe Politik, Geschichte und Pädagogik. Seine Examensarbeit Der Rußlandfeldzug des Dritten Reiches: Ursachen, Ziele, Wirkungen. Zur Bewältigung eines Völkermords unter Berücksichtigung der Geschichtsunterrichts wurde 1986 und 1988 in zwei Auflagen im Verlag Haag und Herchen publiziert.
Von 1987 bis zu seinem Ruhestand 2010 war Benz Geschichtslehrer am Bildungszentrum Seefälle in Filderstadt und an der Werner-von-Siemens-Schule Karlsruhe, zusätzlich 1990 bis 1997 Mentor für Studierende der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg.
Er analysierte Schulgeschichtsbücher der Sekundarstufe I und ist Moderator der im Westermann Schulbuch Verlag erscheinenden Zeitschrift Praxis Geschichte.
Benz veröffentlichte eine Reihe von zeithistorischen Büchern und Aufsätzen, unter anderem zur thematischen Behandlung des Zweiten Weltkriegs im Unterricht.
Er moderierte das im Gefolge der ersten Wehrmachtsausstellung eingerichtete private Internetforum „Nachrichtendienst für Historiker“ (NFH). Anlässlich der Wehrmachtsausstellung ab 2001 betreute er eine vorab beim Historischen Centrum Hagen eingerichtete Literaturdatenbank mit Diskussionsforum, die die Öffentlichkeit durch Hinweise auf Literatur insbesondere zum Zweiten Weltkrieg unterstützte. Nachdem im Jahr 2000 Dokumente der einstigen Ludwigsburger Zentralen Stelle nutzbar gemacht wurden, begann Benz seine Forschung zu Paul Carell. Ferner ist er Rezensent der Süddeutschen Zeitung, H-Soz-u-Kult und des Archivs für Sozialgeschichte.
| Personendaten | |
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| NAME | Benz, Wigbert |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Geschichtslehrer und Historiker |
| GEBURTSDATUM | 1954 |