Vorlage Internetquelle vs Vorlage Literatur
Ich habe Probleme mit der Konkurrenz von Vorlage:Internetquelle vs Vorlage:Literatur bei der automatischen Generierung, Dort wird, soweit möglich, die Literatur-Quelle generiert, wobie ich mal aus persönlicher Empirie behaupte, dass 99% der Verlinker lediglich einen Online-Artikel gelesen haben, ohne zu wissen, ob es auch einen Print-Artikel gibt. Dummerweise wird gerade der Online-Auftritt bei der Vorlage:Literatur eher "unter ferner liefen" aufgeführt.
Gibt es dazu Vorlage-übergreifende Diskussionen? -- Escla ¿! 00:09, 23. Okt. 2026 (CEST)
- Es gibt seit Jahren den Versuch, diese bei der Entwicklung der Vorlagen möglicherweise noch sinnvolle Trennung aufzuheben. Inzwischen ist sie es einfach nicht mehr, wissenschaftliche Literatur wird nahezuausschließlich online publiziert und erscheint ggf. zusätzlich noch gedruckt. Alles sollte auf Vorlage:Literatur oder eine gemeinsame Vorlage:Beleg vereinheitlicht werden. Webseiten werden in der wissenschaftlichen Literatur auch zunehmend wie andere Quellen zitiert und ins Literaturverzeichnis aufgenommen. --Nina (Diskussion) 06:51, 23. Okt. 2026 (CEST)
- MediaWiki:Citoid-template-type-map.json definiert, welche Vorlage VisualEditor für welchen Medientyp nutzen soll. Wenn Spiegel.de in ihren Metadaten definiert, dass auch alle Onlineartikel den Typ "magazineArticle" oder "newspaperArticle" haben, kommt bei uns halt {{Literatur}} statt {{Internetquelle}} raus. --Johannnes89 (Diskussion) 06:57, 23. Okt. 2026 (CEST)
„Trennung aufzuheben. Inzwischen ist sie es einfach nicht mehr“
- Damit kommt seit anderthalb Jahrzehnten irgendwer um die Ecke, und ich habe es bereits ein Dutzend Mal erklärt. Ja; „Vorlage-übergreifende Diskussionen“ gab es seit einem Jahrzent auf WD:ZR, bei WD:BLG und bei beiden erwähnten Vorlagen.
- Die Behauptung ist Nonsens, die Trennung besteht weiterhin, und in Ewigkeit. Amen.
Das Grundproblem ist vorhanden, hat aber nichts mit den Vorlagen zu tun, und geht auf eine zu engstirnige Sicht auf die Grundkonzeption zurück. So auch hier.
- Vor allem die WP:ZR stecken geistig im letzten Jahrhundert, und das zugrunde gelegte Publikationsmodell war, was Geisteswissenschaftler um 1965 herangezogen hatten. Schon für Techies sah das 1990 anders aus, und das www ist nur als so ein seltsames Neuland antizipert worden.
- Mit „Vorlagen“ hat die Angelegenheit übrigens absolut rein gar nichts zu tun; diese sind lediglich ein wikisyntaktisches Hilfsmittel, um die relevanten Informationen zu strukturieren, bestimmen jedoch nicht, welche Informationen relevant sind. Ohne Vorlagen bestünde das identische Grundproblem.
Die Publikation, also die Veröffentlichung, muss der Ausgangspunkt sein. Sie definiert sich durch folgende Kerndaten:
- Welche Menschen haben sie geschaffen, sofern bekannt?
- Welcher Titel wurde ihr gegeben, sofern überhaupt, oder müsste statt dessen ein von uns gewählter Ersatztitel vergeben werden, oder vielleicht eine deutschsprachige oder wenigstens lateinisch verschriftete Umschrift?
- Welche Version oder Fassung von ggf. mehreren ist hier im Moment gemeint und zitiert?
- Wo und auf welchem Weg wurde zuerst publiziert, sofern bekannt?
Der Denkfehler ist, dass von der technischen Medienart her die Publikation aufgezogen wird.
- Medienarten können sein: Gedruckt auf Papier, Mikrofilm, Datenträger wie CD oder DVD, oder eine Website, die Energie und Betriebskosten für ihre Bereitstellung benötigt.
- Außerdem kann eine ursprüngliche Veröffentlichung, etwa auf Papier gedruckt, beliebig oft in beliebig vielen Kopien auf Papier nachgedruckt oder digital reproduziert sein – sei es grafisch (Scan) oder textlich (OCR) oder beides zusammen.
- Je nach technischer Medienart bedarf es völlig unterschiedlicher „Metadaten“, um die Publikation zu beschreiben:
- Bei einem Druckwerk sind es die klassischen bibliografischen Daten, wie direkt angebbar oder alternativ mittels Vorlage:Literatur. In Bibliotheken und Archiven können sie über Jahrhunderte eingesehen werden.
- Bei einer originären Internetquelle erfolgte die Veröffentlichung auf einer Website. Die werden aber häufig nur ein oder zwei Jahrzehnte betrieben. Ob jemand eine zuverlässige Kopie speichern durfte, konnte, und das auch gemacht hätte, und ob später eine Kopie einsehbar wäre, ist unbekannt.
- „Hybride Publikationen“, was ich als Begriff geprägt habe, sind eine Mischung aus beiden vorgenannten. Sie werden von den WP:ZR konzeptionell nicht erfasst.
- Sie sind organisiert wie ein Druckwerk, wurden vom Hersteller aber niemals in Papierform vertrieben. Eine Art „virtueller Zeitschrift“ wäre ein Beispiel.
- Sie werden als Kopie über eine Website verfügbar gemacht, ggf. gegen Geldzahlung, Abo, Lizenz.
- Es können beliebig viele gleichrangige Kopien gleichzeitig auf vielen Websites vorhanden sein. Es gibt keine Original-Website. Verknüpft werden sie über Bezeichner, typischerweise DOI u. a.
- Dieses neumodische Gebilde löst Verwirrung aus, und überfordert offensichtlich.
Selbstverständlich besteht die Trennung von Vorlage:Internetquelle und Vorlage:Literatur bzw. der gleichlautenden direkten Angabe der Infos ohne Vorlagen auch weiterhin, und dauerhaft.
- Wenn die Publikation ein Druckwerk ist, dann sind die klassischen bibliografischen Daten erforderlich. Zusätzlich mag zur Erleichterung auch eine digitale Reproduktion im Internet verlinkt werden, solange diese erreichbar wäre.
- Wenn die Publikation eine originäre Internetquelle ist, dann sind die Angaben entsprechend WP:WEB, oder unter Zuhilfenahme von Vorlage:Internetquelle erforderlich.
- Wenn die Publikation ein neumodischer „Hybrid“ ist, dann versagen die WP:ZR, es greift keins der beiden Vorgenannten, wir haben für den allgemeinen Fall auch keine Vorlagen dafür, und vor allem keinerlei Philosophie oder Konzeption, auf deren Basis eine neuartige Vorlage entwickelt werden könnte.
Das abschnittseröffnend geschilderte Problem fordert von den Autoren ein, dass sie die Medienarten kennen und unterscheiden können.
- Die automatischen Werkzeuge, namentlich VisualEditor/Citoid, versagen dabei regelmäßig. Es wäre dann die Verantwortung der anwendenden Menschen; die packen es oft auch nicht.
- Ein gängiger Fehler ist es dass jemandem die digitale Reproduktion eines Jahrhunderte alten Druckwerks in die Hände fällt, und dann behauptet wird, Goethe haben diesen Text auf seiner Website gepostet.
- Mit den „Hybriden“ ist die Community dann völlig überfordert.
VG --PerfektesChaos 11:10, 23. Okt. 2026 (CEST)
Danke, Johannnes89, für die Erläuterung oben dazu, wie die Automatik bestimmt, welche Vorlage benutzt wird. Wenn die gegenwärtige Einstellung aber bewirkt, dass so öfter die falsche als die richtige verwendet wird (was auch mein Eindruck ist), weil zu viele Medienunternehmen Unsinn in die Metadaten ihrer Online-Artikel schreiben, dann sollte man die entsprechenden Einträge in dieser JSON-Konfigurationsdatei vielleicht ändern. Gruß, --Yen Zotto (Diskussion) 12:06, 23. Okt. 2026 (CEST)
- Tja, aber in was sollte dann geändert werden?
- Jedem Medientyp muss eine konkrete Vorlage zugeordnet werden.
- Wenn Zotero/Citoid die falschen Publikationsform benennt, dann kommt immer die falsche Vorlage heraus.
- Es wird auch nicht besser dadurch, dass du jetzt alle Zeitschriftenartikel pauschal zu angeblichen originären Internetquellen erklärst. Dann wird der berühmte Spiegel-Artikel von 1962 zu einer „Internetpublikation“, was genauso Unsinn ist. Regelmäßig werden Bücher von 1783 zu Websites erklärt, weil Mensch wie Automatismus auf die digitale Reproduktion hereingefallen sind.
- Es gibt zwei Lösungsansätze:
- kann jeder in den global auf alle Verwendungen wirkenden Zotero-Analysen in deren JavaScript eine Unterscheidung für Spiegel.de einbauen, die dann daraus eine „Website“ oder „Web news“ oder was auch immer macht.
- könnten die verwendenden Menschen aufhören, sich per en:Automation bias blind auf den automatisch generierten Vorschlag zu verlassen, und kritisch prüfen, ob dieser Vorschlag denn anhand der genannten Metadaten überhaupt stimmen kann. Wobei in der Arbeit mit Belegen ja ohnehin hätte hinterfragt werden müssen, was das für eine Publikation wäre, ob sie zuverlässig sei, usw. Bei manchen modernen Websites ist es auch schwierig festzustellen, ob etwas in diesem Jahrtausend nur online publiziert wurde, oder ein Druckwerk, dessen digitale Reproduktion online steht.
- Verantwortlich ist der in unseren Artikel einfügende Mensch.
- Betreffend Spiegel – wenn da „Nr.“ dransteht, dann ist es definitiv gedruckt; der Online-Stream ist nicht nummeriert, und wenn, dann nicht 1–53.
- Artikelwunsch: en:Automation bias
- VG --PerfektesChaos 12:34, 23. Okt. 2026 (CEST)
- ist es besser nur mit ref /ref ohne alles weitere einzufügen. Oder dann das ausführliche, aber nicht ganz korrekte, dass dann einige Meta-Daten liefert. --0815 User 4711 (Diskussion) 12:42, 23. Okt. 2026 (CEST)
- Die automatische Funktion braucht konfigurierte Vorlagen, um den Inhalt der Metadaten verwerten zu können, denn Zitierstile variieren ja von Wiki zu Wiki. Generell gilt aber, dass ein Einzelnachweis stets besser ist, als gar keine Quelle anzugeben, da ist es verkraftbar, wenn VE nicht immer genau die Vorlage liefert, zu der ein erfahrener Wikitext-User gegriffen hätte. --Johannnes89 (Diskussion) 14:41, 23. Okt. 2026 (CEST)
Probleme mit der Konkurrenz von Vorlage:Internetquelle vs Vorlage:Literatur bei der automatischen Generierung - Wo oder wie gibt es eine automatische Generierung, bitte? Die hab ich wohl bisher verpasst. --Skopien (Diskussion) 14:30, 23. Okt. 2026 (CEST)
- Im VisualEditor (und im Wikitext 2017 Editor), siehe H:Einzelnachweise/VisualEditor#autoref. Eine Funktion, die insbesondere für Neulinge und unerfahrene User wertvoll ist, von denen viele sonst mit dem Einfügen von Belegen überfordert sind (aber auch für erfahrene User ist es sehr bequem). Auch im normalen Wikitext lässt sich die Funktion (genannt Citoid) nutzen, z.B. über Benutzer:PerfektesChaos/js/citoidWikitext. Einige Wikis haben das sogar als Helferlein standardmäßig für alle aktiviert, vgl. en:Wikipedia:RefToolbar/2.0. --Johannnes89 (Diskussion) 14:38, 23. Okt. 2026 (CEST)
Mir würde es ja schon reichen, wenn ich wählen könnte, welche Art Vorlage ich bei der automatischen Generierung haben möchte. So muss ich die Vorlage:Internetquelle leider händisch befüllen, weil mir meist die Literaturvorlage generiert wird, die ich in den allermeisten Fällen unpassend finde, da sie vom Wesentlichen, nämlich dem Link zum Onlineartikel, der gerade als Beleg dienen soll, ablenkt. LG -- Escla ¿! 14:43, 23. Okt. 2026 (CEST)
- Danke, @Johannnes89, das schau ich mir an. @Escla: Ich hab mir einen Chat in ChatGPT so erzogen, dass ich ihm eine URL gebe (oder genügend infos um die Arbeit eindeutig zu identifizieren) und er mir die passend ausgefüllte Vorlage ausspuckt. Wenn die Seite eine wissenschaftliche Arbeit enthält nimmt er Literatur, wenn nicht, dann Internetquelle. Das sind so die beiden EN-Arten, die bei mir vorkommen. Natürlich überprüfe ich die Angaben dann noch mal alle, aber trotzdem geht es sehr viel schneller als alles selber zu befüllen. Vor allem fand ich das immer wahnsinnig nervig, weil es Zeit kostet und den Schreibflow unterbricht. Da war anfänglich etwas tweaken notwendig, aber jetzt geht das ganz gut. --Skopien (Diskussion) 14:51, 23. Okt. 2026 (CEST)
Info: Der Wunsch, zwischen den Vorlagen für Internetquellen und Literatur bei Bedarf wechseln zu können, ist alt. Der dazugehörige Task datiert von 2015 und wurde von der WMF damals auf low priority gesetzt. Das Wechseln ist zwar machbar, er ist aber nicht ganz so trivial, wie es scheinen mag, denn die beiden Vorlagen haben ihre Eigenheiten. Deshalb wäre es tatsächlich sinnvoll, beide zu einer einheitlichen Vorlage für Belege zusammenzufassen, wie eingangs von Nina vorgeschlagen. --Viele Grüße, Aschmidt (Diskussion) 19:18, 23. Okt. 2026 (CEST)
- Hätte nichts dagegen, so ähnlich ist es auch in der polnischen Wikipedia, wo pl:template:Cytuj als Universalvorlage verwendet wird (auch wenn es weitere, wenig gebräuchliche Spezialvorlagen gibt). --Johannnes89 (Diskussion) 20:26, 23. Okt. 2026 (CEST)
- Zumal für z.B. die digital-pur taz weiterhin die Literatur-Vorlage erzeugt wird.
- Bernd Pickert: Störungen bei Starlink: Der Donald, der Elon und die Frage der Schuld. In: Die Tageszeitung: taz. 23. Oktober 2026, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 23. Oktober 2026]).
- -- Escla ¿! 20:35, 23. Okt. 2026 (CEST)
- Vorsorglich: Was der VE hier tut, ist vollkommen richtig, denn bei einem E-Paper handelt es sich um Literatur. Viele Grüße, Aschmidt (Diskussion) 00:26, 24. Okt. 2026 (CEST)
- Und zum zigsten-Mal: Es gibt keine „einheitliche Vorlage für Belege zusammenzufassen“.
- „die beiden Vorlagen haben ihre Eigenheiten“ – nein, das liegt nicht an den Vorlagen.
- Es sind die technisch-organisatorischen Bedingungen der Veröffentlichung, die grundverschieden sind und sich ganz prinzipiell niemals in einer „einheitlichen Vorlage zusammenzufassen“ lassen.
- Ich habe es doch oben bereits geschildert: Was sie gemeinsam haben, sind die schaffenden Menschen, der Werktitel und ggf. irgendeine Form der Versionierung. Mehr nicht.
- Aber je nach den technisch-organisatorischen Bedingungen der Veröffentlichung entstehen völlig andere Metadaten, welche diese Publikationsart beschreiben.
- Und nein; nur weil eine URL mit dabeistünde, ist es noch lange keine „Internetquelle“, weil angeblich Goethe vor 200 Jahren was auf seiner Website veröffentlicht haben solle.
- Bei einem auf Papier gedruckten Werk ist eine URL ein nettes Zubehör, vermeidet den Gang in die Bibliothek, kann aber jederzeit gelöscht oder gegen eine andere getauscht werden. Entscheidend sind die bibliografischen Angaben, die in Ewigkeit unveränderlich sind.
- Hingegen ist bei einer „Internetquelle“ die URL ein Pflichtparameter, ohne die eine originäre Internet-Veröffentlichung unmöglich ist.
- Mal ganz abgesehen von den vielen weder-in-Verlag gedruckt-noch-auf-Website-veröffentlicht-Spezialfällen. Die sind weder von ZR noch von allgemeinen Vorlagen (auch nicht von enWP-cite) erfasst.
- Es ist die Verantwortung der Menschen, die Authenzität des Belegs zu überprüfen, wo kommt er her, welche Angaben (=„Metadaten“) sind erforderlich, um ihn dauerhaft reproduzierbar darzustellen.
- Der VisualEditor bzw. Citoid und Zotero machen aus ihrem sehr begrenzten Wissen heraus einen automatisierten Vorschlag. Der lässt sich übernehmen, wenn er stimmig und hilfreich ist; wenn es Quatsch war, muss es eben umgeschrieben werden. Und das kann auch keine „einheitliche Vorlage für Belege“ hinterher wieder reparieren, was der bearbeitende Autor verkackt hatte.
- Die polnische Vorlage ist diesbezüglich komplett unbrauchbar und erfüllt nicht unsere Qualitätsanforderungen an Belege, weil sie die Metadaten nicht ordnungsgemäß zuordnet, nicht überwacht, die Publikationsform nicht sachgerecht darstellt. Obendrein unseren ohnehin schon geistig zurückgebliebenen ZR-Standard von 2008 nicht einhalten könnte.
- Wir schreiben enzyklopädische Artikel, bei denen gerade heutzutage an Belege besondere Anforderungen hinsichtlich Nachprüfbarkeit und Verständlichkeit gestellt werden.
- Die technischen Hilfsmittel, sei es der VisualEditor oder eine Vorlage, dürfen auf keinen Fall jemals die Qualität unserer Artikel verschlechtern, auch nicht um mit angeblich zwei Klicks einen tollen Artikel schreiben zu können, oder sonstige Faulheit oder Dummheit von Autoren.
- Die neue taz ist übrigens ein Paradefall der modernen Hybride.
- VG --PerfektesChaos 20:40, 23. Okt. 2026 (CEST)
- Nur zum letzten Satz: Die massenhafte automatisierte Verwendung der falschen Vorlage:Literatur kann durch eine einheitliche Vorlage nur verbessert werden. -- Escla ¿! 21:04, 23. Okt. 2026 (CEST)
- @ „automatisierte Verwendung der falschen“
- Das „automatisiert“ ist ein Märchen.
- Das Werkzeug macht einen Vorschlag anhand der Infos, die durch plumpe Algorithmen aus den Metadaten der Website gezogen werden können, sofern diese überhaupt vorhanden sind, und vom Webmaster kompetent kategorisiert wurde.
- Der Vorschlag kann gut sein; dann kann der für die Qualität des Beleges verantwotliche Autor ihn übernehmen.
- Der Vorschlag kann Murks sein; dann muss nachgearbeitet werden, ggf. anhand der angebotenen Zeichenketten, und weiterer aus der Fundstelle übernommener Informationen.
- Artikelwunsch: en:Automation bias
- „automatisiert“ ist überhaupt nichts; nur Newbies im Dschungel von 1000 Regeln und Prozeduren, oder träge Bequemlichkeit, dazu ein leichtfertiges Reklame-Versprechen „Belegen mit nur zwei Klicks und fertig!“
- VG --PerfektesChaos 12:26, 24. Okt. 2026 (CEST)
- Eine einheitliche Vorlage halte ich auch nicht für sinnvoll. Aber ich befürworte die von Escla vorgebrachte Idee, dass man bei der automatischen Generierung entscheiden kann, in was generiert wird. Das wäre hilfreich. --Ichigonokonoha (Diskussion) 20:56, 23. Okt. 2026 (CEST)
- Das wäre nur dann hilfreich, wenn man unterstellt, dass User in der Lage sind, den Belegtyp zutreffend auszuwählen. Wenn man zwei Belegtypen beibehalten möchte, wäre eine Möglichkeit zur Konvertierung zwischen den Vorlagen weiterhin wünschenswert. Die Vereinigung zu einem einheitlichen Belegtyp überzeugt mich aus bibliografischer Sicht durchaus. Die Bedenken, die Perfektes Chaos vorbringt, könnten vielleicht gemildert werden, wenn man ein Flag einführt, mit dem man beim Bibliografieren zwischen originärer Digital-Ressource und Retrodigitalisat einer Print-Ressource unterscheiden kann. Das Flag könnte auch nachträglich gesetzt werden, wenn sich herausstellt, dass der ursprüngliche Verwender der Vorlage damit nicht zurechtgekommen war. --Viele Grüße, Aschmidt (Diskussion) 00:32, 24. Okt. 2026 (CEST)
- Aber bei einer einheitlichen Vorlage müssten auch alle bisherigen Parameter in der einheitlichen Vorlage stehen. Das sind dann über 20-30. Die Wahrscheinlichkeit, dass dort noch mehr Fehler passieren als ohnehin schon, halte ich für hoch. Denn dann sind Leute gewillt, die Parameter alle auszufüllen und dann werden bei Literaturangaben irgendwelche spezifischen Internetparameter verwendet und andersherum. Verallgemeinern führt meines Erachtens immer zu mehr Fehleranfälligkeit, als Arbeiten mit spezifischen, auf den Einzelfall zugeschnittenen, Lösungen. (So ist es nach meiner Erfahrung bspw. bei Kategorien - spezielle werden seltener falsch gesetzt, als allgemeine) --Ichigonokonoha (Diskussion) 07:18, 24. Okt. 2026 (CEST)
- Ein Dreh- und Angelpunkt wäre:
url=
- In Vorlage:Internetquelle ist es Pflichtparameter, das Formularfeld ist rot wenn fehlend, eine Wartungskat wird dann geworfen.
- Die Syntax muss den Regeln für URL entsprechen, sonst Fehlermeldung und Kategorie:Wikipedia:Vorlagenfehler/Parameter:URL
abruf= ist ein weiterer Pflichtparameter.
- Zur Ergänzung in den folgenden Jahren werden
archiv-url archiv-datum archiv-bot ermöglicht.
- In Vorlage:Literatur sind mehrere Wikitext-formatierte Weblinks möglich, weil es mehrbändig sein mag.
- Es ist rein optional und nur ein Service.
- Wenn die eine digitale Reproduktion kaputt ist, kann irgendeine andere verwendet werden, und ansonsten gibt es dann halt überhaupt keine mehr. Es gibt keine „Original-URL“, weil das Original auf Papier gedruckt wurde. Eine „Archiv-URL“ wäre genauso akzeptabel und legitim. Ein Abrufdatum ist in aller Regel überflüssig, weil alle seriösen Reproduktionen inhaltlich identisch sein müssten – sie können sich aber in der technischen Qualität, Navigation oder Umfang (nur Abstract / vollständig) unterscheiden.
- Die als Vorbild genannte polnische Vorlage mischt alles ineinander, die Druckwerke erscheinen als originäre Internetquellen, Internetquellen brauchen keine URL zu haben, Fehleranalysen (bei uns bald 5 Millionen ANR-Einbindungen der Internetquelle mit permanentem Einsatz von Wartungsameisen) gibt es nicht. Pflichtparameter wär egal, vielleicht der Titel.
- VG --PerfektesChaos 12:26, 24. Okt. 2026 (CEST)
- Ich sehe das alles ein und teile insbesondere auch die Meinung, dass es wichtig ist, technische Hilfsmittel nicht so zu gestalten, dass eine Verschlechterung der Artikel riskiert wird. Es ist halt nur nervig, ständig Belege von Vorlage Literatur nach Vorlage Internetquelle (seltener auch in die andere Richtung) umzuformatieren. Es würde die Arbeit erleichtern, wenn das einfacher ginge, wie oben schon von Aschmidt geäußert. Gruß, --Yen Zotto (Diskussion) 19:17, 24. Okt. 2026 (CEST)
- Das mit den "grundverschiedenen Metadaten" ist einfach Quatsch, wenn der einzige Unterschied der Pflichtparameter URL ist. Die polnische Lösung fände ich super, noch besser wäre, die Vorlagen komplett abzuschaffen, sie machen den Quelltext zu unübersichtlich. --Nina (Diskussion) 19:21, 24. Okt. 2026 (CEST)
- Das wiederum hieße, das Kind mit dem Bade auszuschütten, denn die Vorlagen erleichtern die korrekte Formatierung des Belegs und sorgen gleichzeitig für die Strukturierung der bibliografischen Daten für den Export per COinS. Viele Grüße, Aschmidt (Diskussion) 21:47, 24. Okt. 2026 (CEST)
- Selbstverständlich ist das nicht „einfach Quatsch“.
- Wie schon 20:40, 23. Okt. 2026 (CEST) nachzulesen war: „die beiden Vorlagen haben ihre Eigenheiten“ – nein, das liegt nicht an den Vorlagen.
- Die Vorlagen bilden die Eigenschaften der „realen Welt“ nach, also die Besonderheiten der Publikationsformen.
- Es sind die technisch-organisatorischen Bedingungen der Veröffentlichung, die grundverschieden sind und sich ganz prinzipiell niemals in einer „einheitlichen Vorlage zusammenzufassen“ lassen.
- Wenn die Publikation eine originäre „Internetquelle“ ist, dann ist die URL eine absolute Notwendigkeit, ohne die überhaupt nichts geht.
- Und zwar völlig egal, ob das mittels Vorlagen oder direktem Wikitext oder mittels Vorlage:Internetquelle oder der polnischen Universalvorlage gelöst würde.
- In Vorlage:Internetquelle bewirkt eine fehlende oder syntaktisch falsche URL jedoch Wartungskats, und deshalb gibt es unter demnächst 5 Millionen ANR-Einbindungen praktisch keine Defizite länger als einen oder zwei Tage.
- In der angepriesenen polnischen Vorlage wäre das aber völlig okay. Da wird nichts im Eingabeformular beanstandet, und wird auch nicht zum Pflegefall.
- Wenn die Publikation ein Druckwerk ist, dann ist das Fehlen einer URL eher der Normalzustand.
- Seit Ewigkeiten kommt alle zwei Jahre jemand mit der ganz neuen Super-Idee um die Ecke, einfach alles in einer einzigen Vorlage zusammenzuschmeißen.
- Mangelnde Medienkompetenz und Ignoranz gegenüber der Notwendigkeit vollständiger Metadaten zwecks wiederauffindbarer und eindeutig definierter Belege sind offenkundig die Ursachen.
- Eine konkrete und präzise Lösung, die allen Erfordernissen Rechnung trägt, und nicht nur von zwölf bis Mittag hält, hat in einem Dutzend Jahren noch niemand vortragen können, und wird logischerweise auch nie gelingen.
- Jede Publikationsform bedarf eines anderen Satzes an speziellen Metadaten, der nicht kompatibel ist zu denen anderer Publikationstechniken; abgesehen von der Handvoll Basisdaten: Erschaffende, Werktitel, Versionierung, ggf. Veröffentlichungszeitpunkt. Alles andere ist von der Medienart abhängig.
- Und natürlich darf die Vorlageneinbindung auch nicht auf die Angaben beschränkt bleiben, die zuallererst von Citoid vorgeschlagen wurden, sondern muss sich in den folgenden Jahren und Jahrzehnten anhand weiterer Erkenntnisse und Erfordernisse ausbauen lassen.
- VG --PerfektesChaos 20:14, 24. Okt. 2026 (CEST)
- Mir geht es auch vor allem um die Wahlfreiheit bei der automatisierten Erstellung. Man fängt da ja bei der Angabe der URL an, womit eines der vom Perfekten Chaos genannten Nachteile, die eventuelle Nichtbefüllung des URL-Parameters schonmal entfällt. Bin zwar kein Experte auf diesem Gebiet der Softwareentwicklung, glaub aber nicht, dass eine solche Umsetzung 8 Story Points (= 4 Personentage) kosten würde, wie im obigen Ticket geschätzt. -- Escla ¿! 19:46, 24. Okt. 2026 (CEST)
- Es gibt aber keine Wahlfreiheit bei der automatischen Erstellung. Das ist prinzipiell ausgeschlossen, denn wenn es zwei Belegtypen gibt, schließen sie einander aus. Deshalb ist die Wahl der Vorlage eindeutig. Der Grund dafür dürfte die Fixierung auf die Verhältnisse in der Wikipedia auf Englisch gewesen sein. Die ist für uns aber nicht maßgeblich. Es kann nun nur zwei Richtungen geben: Entweder man erhöht die Zahl der möglichen Belegtypen und schafft noch viel mehr Vorlagen (eigene etwa für Hochschulschriften oder für Print- und E-Book-Ausgaben, gemeinfreie Texte etc.) oder man vereinfacht alles konsequent und reduziert auf Vorlage:Beleg. Nach zehn Jahren würde ich nicht mehr davon ausgehen, dass wir einen Konverter zwischen den Vorlagen Literatur und Internetquelle nochmal bekommen werden. --Viele Grüße, Aschmidt (Diskussion) 21:55, 24. Okt. 2026 (CEST)
- Man kann zwei Buttons anbieten "Vorlage:Literatur erstellen" und "Vorlage:Internetquelle erstellen". Danach kann man auf die schon bestehenden Codezweige zur automatischen Erstellung der jeweiligen Vorlage gehen. Sehe das (technische) Problem nicht. -- Escla ¿! 22:02, 24. Okt. 2026 (CEST)
- Das könnte man wahrscheinlich so machen, aber das ist nicht erwünscht, und der Issue ruht seit zehn Jahren. Der VE ist eine Lösung, die auf fast 1000 Wiki-Plattformen der WMF eingesetzt wird, es gibt bereits umfangreiche Anpassungen für Vorlagen. Eine Konvertierung zwischen Vorlagen war aber nie vorgesehen, und dafür fehlen sicherlich auch die Programmierer, die das auf allen Plattformen testen und ausrollen. Das Wikiversum ist ziemlich komplex. Der Nutzen ist zu gering, um den Aufwand zu rechtfertigen. Schau dir bitte mal an, wo es sonst schon brennt, und nun kommen auch Sicherheits-Issues immer drängender dazu. Pragmatisch wäre deshalb eine radikale Vereinfachung durch Zusammenlegung der beiden Zitiervorlagen. --Viele Grüße, Aschmidt (Diskussion) 22:14, 24. Okt. 2026 (CEST)
- Ich äußere hier ja erstmal nur meine Wünsche. Was die WMF daraus macht, ist eine andere Sache, weiß ich. Aber wenn man für unterschiedliche Landes-Wikipedias unterschiedliche Vorlagen entwickeln kann, kann man auch für die de-WP den sicherlich de-WP-spezifischen Sonderling für die Automatisierung der Erstellung der beiden de-WP-spezifischen Vorlagen anpassen. -- Escla ¿! 22:31, 24. Okt. 2026 (CEST)
- Bitte bedenke die Zuständigkeit: Der VE wird von der WMF zentral entwickelt und gepflegt, die Vorlagen von den Communities per Wiki. Uns bleibt, das zu tun, was wir tun können, sonst entsteht Frustration und fehlende Selbstwirksamkeit, was wir vermeiden sollten. Wir kümmern uns um die Vorlagen, und nur da können wir unmittelbar etwas bewirken. Siehe auch . --Viele Grüße, Aschmidt (Diskussion) 23:26, 24. Okt. 2026 (CEST)
- Danke für die Weisheiten zur stoischen Moral!😍 -- Escla ¿! 00:39, 25. Okt. 2026 (CEST)