| Film | |
| Titel | Wild |
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| Produktionsland | Deutschland |
| Originalsprache | Deutsch |
| Erscheinungsjahr | 2016 |
| Länge | 97 Minuten |
| Altersfreigabe |
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| Stab | |
| Regie | Nicolette Krebitz |
| Drehbuch | Nicolette Krebitz |
| Produktion | Bettina Brokemper |
| Kamera | Reinhold Vorschneider |
| Schnitt | Bettina Böhler |
| Besetzung | |
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Wild ist ein deutscher Spielfilm aus dem Jahr 2016. Regie führte Nicolette Krebitz, die auch das Drehbuch schrieb. Die Uraufführung war am 24. Januar 2016 im Rahmen des Sundance Film Festivals.
Die Protagonistin, eine junge Frau namens Ania, lebt zurückgezogen in einer Plattenbausiedlung in Halle-Neustadt. In ihrem Job als IT-Spezialistin in einer Werbeagentur wird sie von ihrem tyrannischen Chef Boris schikaniert, der sich zugleich zu ihr hingezogen fühlt. Eines Tages trifft Ania auf dem Heimweg von der Arbeit auf einen streunenden Wolf. Die Begegnung mit dem wilden Tier löst in Ania eine starke Anziehung aus. Ihre Gedanken kreisen zunehmend um den Wolf, dem sie sich allmählich anzunähern versucht, indem sie etwa nachts heulend nach ihm ruft, ihm Fleisch oder sogar lebende Kaninchen als Futter kauft. Sie beschließt, den Wolf zu sich zu holen; tatsächlich gelingt es ihr, das Tier zu betäuben und in ihre Wohnung zu bringen.
Während sie in der Folge ihre zwischenmenschlichen Kontakte – zu Kollegen, aber etwa auch zur Schwester – vernachlässigt, beginnt Ania gleichzeitig, ihre Instinkte frei auszuleben. Sie wirkt nach außen zunehmend verwahrlost, aber auch selbstbewusst und sexuell befreit. Hierin spiegelt sich das allmählich intensiver und vertrauter werdende Verhältnis zu dem Wolf, mit dem sie nun regelrecht zusammenlebt. Sie beginnt eine Art Liebesbeziehung mit dem Tier. Schließlich kommt es zum endgültigen Bruch mit Boris und ihrer Arbeit in der Agentur. Am Ende bricht Ania mit dem Wolf gänzlich in die Wildnis auf.
Der Filmdienst schreibt, der Film erzähle die Tierwerdung überzeugend als Emanzipation von den Zwängen der Zivilisation. Anke Sterneborg lobt in Epd-Film, dass der Film keine oberflächlichen Schockmomente beinhalte. Er sei eine intelligente Variation des Märchens Rotkäppchen. Thomas Vorwerk kritisiert jedoch bei Filmstarts, dass einige Szenen zu absurd seien, sodass die Atmosphäre teilweise darunter leide.