Wilfried Rogasch (* 11. April 1962 in Hannover) ist ein deutscher Historiker, Ausstellungskurator und Autor.
Wilfried Rogasch studierte Geschichte und Kunstgeschichte in Göttingen, München und an der University of Oxford. Seine Magisterarbeit bei Rudolf von Thadden trägt den Titel Deutsche Juden oder jüdische Deutsche? Das nationale Selbstverständnis der Juden in Deutschland 1914–1933.
Er kuratierte zahlreiche kulturhistorische Ausstellungen in ganz Deutschland, so in Berlin im Deutschen Historischen Museum, im Kronprinzenpalais, im Henry-Ford-Bau der Freien Universität Berlin und im Hotel Adlon sowie im Münchner Haus der Kunst, im Sächsischen Landtag in Dresden und in der Paulskirche in Frankfurt am Main. Zu seinen inhaltlichen Schwerpunkten zählen die Kulturgeschichte der Aristokratie in Europa, die Globalgeschichte von Zwangsmigrationen und die Wissenschaftsgeschichte.
Rogasch konzipierte die Dauerausstellung für Museumsneugründungen wie das Schlossmuseum Braunschweig (im Auftrag der Richard-Borek-Stiftung) und eines Jüdischen Museums in Köln (im Auftrag des dortigen Fördervereins, nicht realisiert).
Darüber hinaus trat Rogasch als Fachberater für historische Dokumentar- und Spielfilme hervor, z. B. für den Kinofilm „Majestät brauchen Sonne“ über Kaiser Wilhelm II.
Zudem realisierte er einige eigene Dokumentarfilme, darunter „Menschen im neuen Berlin. Diplomatie“ (Deutsche Welle, 1999), „Neuer Glanz in Böhmen und Mähren“ (Zwei Teile, Bayerischer Rundfunk, 2001) sowie „Liechtensteins fürstliches Erbe“ (Bayerischer Rundfunk, 2002).
| Personendaten | |
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| NAME | Rogasch, Wilfried |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Historiker |
| GEBURTSDATUM | 11. April 1962 |
| GEBURTSORT | Hannover |