Wilhelm Dibelius

Wilhelm Dibelius (* 23. April 1876 in Berlin; † 28. Januar 1931 in Berlin) war ein deutscher Anglist und Hochschullehrer.

Leben und Wirken

Nach seiner Reifeprüfung 1894 am Luisenstädtischen Gymnasium in Berlin studierte Wilhelm Dibelius an der Universität Berlin Neuphilologie und Geschichte. Im Sommersemester 1895 studierte er an der Universität Heidelberg, im Sommersemester 1896 an der University of Cambridge (Selwyn College). Von Juli bis Oktober 1898 hielt er sich in Paris auf, um dort an der Bibliothèque Saint-Geneviève normannische Handschriften zu untersuchen. Ab dem Wintersemester 1898/99 arbeitete er dann als wissenschaftlicher Assistent am Englischen Seminar der Universität Berlin und promovierte 1899 bei Alois Brandl. Im Jahre 1901 habilitierter er sich dort und lehrte bis 1903 als Privatdozent. Von 1903 bis 1907 war er Hochschullehrer an der Kaiser-Wilhelms-Akademie Posen, anschließend wieder in Berlin. 1910 wurde er Professor und Leiter des Englischen Seminars am Hamburgischen Kolonialinstitut. Während des Ersten Weltkriegs war Dibelius beim Kriegspressedienst des Auswärtigen Amtes tätig. 1917 übernahm er ein Ordinariat für Anglistik an der Universität Bonn, 1925 wurde er als Nachfolger seines akademischen Lehrers Alois Brandl an die Universität Berlin berufen. Im Winter 19307/31 hielt er Gastvorlesungen an mehreren Universitäten in Kanada.

Sein Bruder ist der evangelische Theologe Otto Dibelius.

Veröffentlichungen (Auswahl)

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Dibelius, Wilhelm. In: Gunta Haenicke/Thomas Finkenstaedt: Anglistenlexikon 1825–1990 (= Augsburger I&I-Schriften. Bd. 64). Universität Augsburg 1992, S. 69f. (Nr. 046, mit allen biografischen Daten); Dibelius, Wilhelm. In: Josef Niesen: Bonner Personenlexikon. 2. Aufl. Bouvier, Bonn 2008, S. 83, ISBN 978-3-416-03180-6.
Personendaten
NAME Dibelius, Wilhelm
KURZBESCHREIBUNG deutscher Anglist und Hochschullehrer
GEBURTSDATUM 23. April 1876
GEBURTSORT Berlin
STERBEDATUM 28. Januar 1931
STERBEORT Berlin