Wilhelm Dieben

Wilhelm Dieben (* 4. Januar 1891; † 1955) war ein deutscher Jurist, Ministerialbeamter und von 1951 bis 1955 Präsident der Bundesschuldenverwaltung.

Leben und Tätigkeit

Nach der Schulausbildung studierte er Rechtswissenschaften an den Universitäten in Freiburg im Breisgau, Montpellier und Berlin. Er war seit 1909 Mitglied der Studentenverbindung Bremer Gesellschaft zu Freiburg im Breisgau. 1913 promovierte er an der Universität Breslau zum Dr. jur. Das Thema seiner Dissertation lautete Die Unzulässigkeit der Niessbrauchsbestellung an Kindesvermögen für den elterlichen Nutznießer und erschien in Eisleben in Druck. Im Anschluss wurde er 1913 Rechtsreferendar und 1919 Gerichtsassessor. 1921 erfolgte seine Ernennung zum Finanzrat bei der Reichsschuldenverwaltung. Im selben Jahr war er deutsches Delegationsmitglied bei den Verhandlungen über den Dawes-Plan in Paris und London. Zum Oberfinanzrat wurde Wilhelm Dieben 1927 und 1930 zum Staatsfinanzrat befördert.

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde er 1945 Leiter der Abwicklungsstelle der Reichsschuldenverwaltung, 1948 Ministerialrat und Präsident der Schuldenverwaltung des Vereinigten Wirtschaftsgebiets und 1951 Präsident der Bundesschuldenverwaltung. Er blieb bis zu seinem Tod kurz vor Vollendung seines 65. Lebensjahres im Amt.

Schriften (Auswahl)

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Herrmann A. L. Degener: Degeners Wer ist’s?, Berlin 1935, S. 290
  2. ↑ Bremer Gesellschaft (Hrsg.), Mitgliederliste der Bremer Gesellschaft zu Freiburg im Breisgau - Dezember 1928, Freiburg im Breisgau 1928, S. 6, Nr. 24.
Personendaten
NAME Dieben, Wilhelm
KURZBESCHREIBUNG deutscher Verwaltungsjurist
GEBURTSDATUM 4. Januar 1891
STERBEDATUM 1955