Wilhelm Dienemann (* 3. Januar 1891 in Sangerhausen; † 22. März 1966 in Göttingen) war ein deutscher Geologe und Hochschullehrer.
1920 bis 1939 wirkte Wilhelm Dienemann als Geologe bei der Preußischen Geologischen Landesanstalt und mit Kartierungen und Praktischer Geologie (Lagerstätten von Steinen und Erden) befasst. Außerdem befasste er sich mit Bodenbewegungen (Meeresspiegelschwankung) an der Nordseeküste und der Alluvialgeologie beim Steinhuder Meer. Am 18. August 1937 beantragte er die Aufnahme in die NSDAP und wurde rückwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 5.370.543), er war auch Mitglied der SA. Im Zweiten Weltkrieg war er als Geotechniker in leitender Funktion im deutschen Küstengebiet tätig. Nach dem Zweiten Weltkrieg war er am Niedersächsischen Landesamt für Bodenforschung, wo er 1956 als Oberlandesgeologe in den Ruhestand ging. Er hatte den Professorentitel.
Er verfasste ein Standardwerk über Mineralquellen in Niedersachsen und Nachbargebieten. Er befasste sich auch mit Dümmer und Steinhuder Meer.
1944 veröffentlichte er eine Anweisung für Baugrunduntersuchungen mit der Wünschelrute für die Organisation Todt.
Die 1978 im hannoverschen Stadtteil Davenstedt nördlich der Droehnenstraße angelegte Straße Dienemannhof ehrt den Göttinger Professor seitdem durch ihre Namensgebung.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Dienemann, Wilhelm |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Geologe |
| GEBURTSDATUM | 3. Januar 1891 |
| GEBURTSORT | Sangerhausen |
| STERBEDATUM | März 1966 |
| STERBEORT | Göttingen |