Wilhelm Franz (Anglist)

Wilhelm Franz (* 24. März 1859 in Merzhausen; † 17. November 1943 in Stuttgart) war ein deutscher Anglist und Hochschullehrer.

Leben und Wirken

Nach seiner Reifeprüfung am Realgymnasium in Wiesbaden studierte Wilhelm Franz von 1879 bis 1883 an der Universität Straßburg Germanistik und Neuere Sprachen. Im Sommersemester 1883 promovierte er in Straßburg im Fach Germanistik mit einer Arbeit aus dem Gebiet der althochdeutschen Sprache. Von 1883 bis 1888 arbeitete Franz als Erzieher in einer Adelsfamilie in England. Seit 1883 war er als Lektor in Greifswald tätig und legte dort 1891 die Prüfung für den höheren Schuldienst ab. Im Jahre 1892 habilitierte er sich an der Universität Greifswald bei Matthias Konrath für Englische Philologie und wurde zunächst 1893 außerordentlicher Professor an der Universität Jena. 1897 wechselte er als außerordentlicher Professor und Lektor für Englische Philologie an die Eberhard Karls Universität Tübingen und leitete die englische Abteilung des Seminars für Neuere Philologie. 1906 wurde er Ordinarius - der erste für das Fach Anglistik an der Universität Tübingen. Seine Emeritierung erfolgte 1929.

In seinen Veröffentlichungen beschäftigte sich Franz vor allem mit William Shakespeare, seiner Sprache und Grammatik.

Franz war Ehrenmitglied der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft.

Veröffentlichungen (Auswahl)

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Gunta Haenicke/Thomas Finkenstaedt: Anglistenlexikon 1825 - 1990 (= Augsburger I-und-I-Schriften, Bd. 64). Universität Augsburg 1992, S. 99f., ISBN 3-923549-46-6.