Wilhelm Gessel

Wilhelm Maximilian Gessel (* 28. Februar 1933 in München; † 7. März 2006 in Augsburg) war ein deutscher katholischer Theologe. Er war Professor für Alte Kirchengeschichte, Patrologie und Christliche Archäologie.

Leben

Wilhelm Gessel, Sohn des gleichnamigen, vor 1986 verstorbenen Vaters und Anna Gessel, geborener Höfelmeier, war katholisch, absolvierte ein Gymnasium in München, studierte von 1952 bis 1957 Katholische Theologie an der Hochschule in Freising und wurde 1958 zum Priester der Erzdiözese München und Freising geweiht. Er wirkte von 1958 bis 1961 als Kaplan, war ab 1961 Wissenschaftlicher Assistent und wurde anschließend 1965 an der Ludwig-Maximilians-Universität München mit einer Arbeit über die Eucharistielehre des Augustinus von Hippo zum Dr. theol. promoviert.

Gessel habilitierte sich im Jahre 1974 an der Universität München mit einer Untersuchung über die Theologie des Gebetes bei Origenes und begann dort im selben Jahr seine Lehrtätigkeit als Privatdozent. Zwischen 1976 und 1979 lehrte er als Professor für Kirchengeschichte und Patrologie an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg und ab dem Wintersemester 1979/1980 als Ordinarius für Alte Kirchengeschichte, Patrologie und Christliche Archäologie an der Universität Augsburg. Gessel war Mitglied der KBStV Rhaetia München und veröffentlichte im Rhaeten-Herold beispielsweise einen Artikel zur Bedeutung von Archäologie und Geschichte in unserer Zeit. 2001 wurde er emeritiert.

Er war Herausgeber unter anderem der Abteilung Patristik der Bibliothek der griechischen Literatur.

Gessel erhielt 1979 die Päpstliche Auszeichnung als Monsignore, 1982 die Ehrenmedaille München leuchtet.

Veröffentlichungen

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Rhaeten-Herold Nr. 493 (1993), Wilhelm Gessel
Personendaten
NAME Gessel, Wilhelm
ALTERNATIVNAMEN Gessel, Wilhelm Maximilian (vollständiger Name)
KURZBESCHREIBUNG deutscher Patrologe
GEBURTSDATUM 28. Februar 1933
GEBURTSORT München
STERBEDATUM 7. März 2006
STERBEORT Augsburg