
Friedrich Wilhelm Oskar Herwarth (* 26. Juli 1853 in Berlin; † 12. Dezember 1916 in Groß-Lichterfelde) war ein deutscher Maler und Hochschullehrer.
Wilhelm Herwarth war ein Sohn des Theaterdirektors Adolf August Herwarth aus Königsberg und dessen Ehefrau Karoline Franziska Wilhelmine, geborene Behrenfeld. Sein älterer Bruder war der Maler Hugo Herwarth. Wilhelm Herwarth besuchte die Königliche Kunstschule und die Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums in Berlin, studierte bei Professor Lechner Dekorationsmalerei und bei Christian Wilberg Landschaftsmalerei. Seit 1878 war er auf den Berliner Akademieausstellungen und den großen Berliner Kunstausstellungen mit Werken in Öl und Aquarellen vertreten. Am 1. Oktober 1885 wurde er Hilfslehrer in der Landschaftsklasse des Königlichen Polytechnikums und ab 1. Oktober 1886 Lehrer in der Klasse für Ornamentlehre und dekorative Architektur an der Akademischen Hochschule für die bildenden Künste. 1902 wurde er zum Professor ernannt und war ab 1906 Leiter der Klasse. Zu seinen Schülern gehörten u. a. Walter Schulze, Alfred Janigk, Hermann Hartmann-Drewitz und Karl Säwert.
Herwarth arbeitet vorzugsweise als Architekturmaler, häufig mit Julius Jacob zusammen. Ihre gemeinsamen Werke sind in der Regel großformatige, panoramaartige Ansichten Berlins.
Wilhelm Herwarth wurde auf dem Parkfriedhof Lichterfelde begraben (Abt. 3c-147/48).
In Berlin-Lichterfelde wurde um 1901 die Herwarthstraße nach ihm benannt.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Herwarth, Wilhelm |
| ALTERNATIVNAMEN | Herwarth, Friedrich Wilhelm Oskar (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Maler |
| GEBURTSDATUM | 26. Juli 1853 |
| GEBURTSORT | Berlin |
| STERBEDATUM | 12. Dezember 1916 |
| STERBEORT | Groß-Lichterfelde |