Wilhelm Larfeld studierte nach seiner Reifeprüfung 1877 in MoersKlassische Philologie an der Universität zu Berlin (drei Semester) und der Universität Bonn. 1881 promovierte er zum Dr. phil. an dieser Universität. Als Gymnasiallehrer war er an Gymnasien in Berlin, Krefeld und Remscheid tätig. Im Jahre 1919 erwarb er nach Studien im Fach Evangelische Theologie an der Universität den theologischen Doktortitel und habilitierte sich ein Jahr später (1920). Er lehrte dann seit 1923 als außerordentlicher Professor für Neues Testament an der Universität Bonn. Larfeld hat sich besonders durch seine Publikationen auf dem Gebiet der Epigraphik einen Namen gemacht.
Veröffentlichungen (Auswahl)
De dialecti Boeoticae mutationibus. Dissertation an der Universität Bonn 1881 (Digitalisat, mit Lebenslauf).
Sylloge inscriptionum Boeoticarum dialectum popularem exhibentium, composuit adnotavit apparatu critico instruxit Wilhelm Larfeld. Reimer, Berlin 1882 (Digitalisat).
Handbuch der griechischen Epigraphik. Zwei Bände in drei Teilen. Reisland, Leipzig 1898–1907 (Reprint: Olms, Hildesheim 1971).
Alter oder neuer Glaube. Ein Beitrag zur Orientierung in den religiösen Wirren der Gegenwart. Velhagen & Klasing, Bielefeld 1908.
Griechische Synopse der vier neutestamentlichen Evangelien nach literarhistorischen Gesichtspunkten und mit textkritischem Apparat. Mohr, Tübingen 1911.
Die beiden Johannes von Ephesus, der Apostel und der Presbyter, der Lehrer und der Schüler. Ein Beitrag zur Erklärung des Papiasfragmentes bei Eusebius, Kg. 3,39,3.4. C. H. Beck, München 1914.
Kirchengeschichte Rheinland-Westfalens im Abriss. Für den evangelischen Religionsunterricht und zum Selbststudium. Reuther & Reichard, Berlin 1919.
Die neutestamentlichen Evangelien nach ihrer Eigenart und Abhängigkeit. Bertelsmann, Gütersloh 1925.
Das Zeugnis des Papias über die beiden Johannes von Ephesus. In: Karl Heinrich Rengstorf (Hrsg.): Johannes und sein Evangelium (= Wege der Forschung. Bd. 82). Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1973, S. 381–402, ISBN 3-534-03381-7.
Literatur
Otto Wenig (Hrsg.): Verzeichnis der Professoren und Dozenten der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität zu Bonn 1818–1968. Bouvier, Bonn 1968, S. 172.
↑Larfeld, Wilhelm. In: Otto Wenig (Hrsg.): Verzeichnis der Professoren und Dozenten der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität zu Bonn 1818–1968. Bouvier, Bonn 1968, S. 172.